ZDF dreht neue Folge

"Der Alte": Mord in der Schlossbrauerei Au

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Wer war es? Im Krimi spielen Michael Ande und Felicitas Woll.

Au-Hallertau - Zurzeit dreht das ZDF eine Folge der Krimiserie "Der Alte" in der Schlossbrauerei Au-Hallertau. Für die Produktionsfirma ist das "der perfekte Ort".

Ein toter Braumeister, ein mondänes Schloss und vier Kommissare, die sich nicht abwimmeln lassen. Zurzeit dreht das ZDF eine Folge der Krimiserie "Der Alte" in der Schlossbrauerei Au-Hallertau. „Wir hatten schon lange den Wunsch, eine richtig bayerische Geschichte in einer Brauerei zu drehen“, sagt Produzentin Prof. Susanne Porsche . Man suchte und suchte, „und als wir vor der Schlossbrauerei in der Au standen, wussten wir sofort, das ist der perfekte Ort“, erzählt sie.

Vor 28 Jahren wurde hier schon eine Folge der Kultserie "Kir Royal" gedreht. Und zwar die letzte mit dem Titel Karriere. In der schlägt Klatsch-Reporter Baby Schimmerlos weit über die Stränge, um von Sex, Perversion, Träumen, Geld, Monarchie und Hochfinanz exklusiv berichten zu können.

Nun also ermitteln dort "Der Alte" Jan-Gregor Kremp und sein Team im Sudhaus, dem Gärkeller, dem Wirtshaus und der Abfüllanlage — misstrauisch beobachtet vom Brauereibesitzer (Thomas Thieme), seiner Frau (Monika Baumgartner), deren Tochter (Felicitas Woll) und dem kaufmännischen Leiter (Holger Handke). „Ein wundervoller Drehort“, schwärmt Produktionsleiter Rolf Seyfried. Zwar ist es im Gärkeller sehr kühl und im Sudhaus liege ein „intensiver Duft in der Luft“, erzählt er. Aber da ist er ganz anderes gewöhnt. „Unangenehm ist der Geruch im Sudhaus nicht, der in der Pathologie dagegen schon. Man muss wissen, wir drehen immer an Originalschauplätzen“, sagt er.

Der Brauereibetrieb lief während des Drehs weiter, so wirkt alles noch echter. Ausgestrahlt wird die Folge mit dem Titel Verlobt mit dem Tod nächstes Jahr.

Hausherr und Brauereichef Michael Baron Beck von Peccoz empfindet die Dreharbeiten als gelungene Abwechslung: „Endlich fiel nach Kir Royal mal wieder eine Filmklappe bei uns. Und es ist für uns eine große Gaudi und eine echte Freude, weil alle Mitarbeiter involviert werden.“

Die Schlossbrauerei

Seit mehr als 400 Jahren wird in der Schlossbrauerei Au gebraut. Seit 1846 befinden sich Brauerei und Schloss im Besitz der Freiherren Beck von Peccoz. Heute leitet Michael Beck von Peccoz (50) die Geschicke - und geht gerne moderne Wege: Als Kooperationspartner der thailändischen Sigha-Brauerei produziert er deren Bier für den englischen und deutschen Markt.

Außerdem kennt man den Bier-Baron, weil er gegen die Becks-Brauerei einen Rechtsstreit verlor. Weil Becks Verwechslungsgefahr sah, darf er sein Pils nicht mehr becco nennen. Der Baron ließ einfach das B weg und nannte sein Pils, das seit 1930 in der Au gebraut wird, eben ecco. „Viele fanden den Streit witzig, seitdem ist ecco ein echtes Kultgetränk“, schmunzelt er.

Susanne Sasse

Quelle: tz

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