"DSDS": Wer ist schuld an der Massenpanik?

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Nach der Massenpanik bei der DSDS-Autogrammstunde wurden 14 Jugendliche ins Krankenhaus gebracht

Oberhausen - Nach der Massenpanik bei der "DSDS"-Autogrammstunde in Oberhausen wird nach den Schuldigen gesucht. Die Ermittlungen der Polizei wegen fahrlässiger Körperverletzung laufen auf Hochtouren.

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Massenpanik bei DSDS-Autogrammstunde: 60 Verletzte

Nach der Massenhysterie bei einer DSDS-Autogrammstunde mit 60 Verletzten in Oberhausen sind Fragen zu den Sicherheitsauflagen laut geworden. Die Bezirksregierung Düsseldorf erklärte am Montag, die Veranstaltung habe bei den überregionalen Behörden nicht genehmigt werden müssen. Die Polizei ermittelt inzwischen wegen fahrlässiger Körperverletzung. Die Staatsanwaltschaft Duisburg will ein offizielles Verfahren einleiten.

Der Privatsender RTL will vorerst nicht dazu Stellung nehmen, wie es zu der Massenpanik mit etwa 60 verletzten Kindern und Jugendlichen bei einer Autogrammstunde mit sechs Kandidaten der Show “Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) kommen konnte. Für RTL gehe es jetzt erst einmal nicht um die Klärung der Schuldfrage, sagte RTL-Sprecherin Anke Eickmeyer am Montag in Köln.

Massenpanik bei DSDS-Autogrammstunde: 60 Verletzte

Sie wollten nur ein Autogramm von den "DSDS"-Stars - doch dann wurden etwa 60 Kinder und Jugendliche in einer Massenpanik verletzt. Bei der Autogrammstunde im Oberhausener Einkaufszentrum CentrO am Sonntag war der Andrang auf die sechs verbliebenen Kandidaten so groß, dass Panik ausbrach, teilten Polizei und Feuerwehr mit. 28 Fans zwischen 12 und 17 Jahren mussten mit Knochenbrüchen, Kreislaufzusammenbrüchen oder einem Schock ins Krankenhaus gebracht werden. Insgesamt wurden rund 60 Fans verletzt. © dpa
Sie wollten nur ein Autogramm von den "DSDS"-Stars - doch dann wurden etwa 60 Kinder und Jugendliche in einer Massenpanik verletzt. Bei der Autogrammstunde im Oberhausener Einkaufszentrum CentrO am Sonntag war der Andrang auf die sechs verbliebenen Kandidaten so groß, dass Panik ausbrach, teilten Polizei und Feuerwehr mit. 28 Fans zwischen 12 und 17 Jahren mussten mit Knochenbrüchen, Kreislaufzusammenbrüchen oder einem Schock ins Krankenhaus gebracht werden. Insgesamt wurden rund 60 Fans verletzt. © dpa
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Nach den schrecklichen Vorfällen bei der Loveparade im vergangenen Sommer in Duisburg hatte das nordrhein-westfälische Innenministerium einen verschärften Erlass für Großveranstaltungen herausgegeben. Die neue Genehmigungsregelung bezieht sich aber nur auf Veranstaltungen unter freiem Himmel und mit mehr als erwarteten 5000 Teilnehmern.

Zu der Autogrammstunde in dem Oberhausener Einkaufszentrum Centro hatte der Privatsender RTL nach Angaben der Stadt nur maximal 5000 Teilnehmer angemeldet - tatsächlich kamen aber 19. 000 Menschen. “Wir haben kein Sicherheitskonzept von der Stadt bekommen, und wir mussten auch nicht informiert werden“, sagte der Sprecher der zuständigen Bezirksregierung, Bernhard Hamacher.

Nachdem am Sonntag bereits 4000 Fans im Einkaufszentrum waren, hatte der Veranstalter die Türen geschlossen. Viele Tausende mussten draußen bleiben und drängten nach. 28 Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren erlitten Knochenbrüche, Kreislaufzusammenbrüche oder Schocks und mussten ins Krankenhaus gebracht werden, wie Polizei und Feuerwehr mitteilten. Mädchen lagen sich weinend in den Armen, berichteten Augenzeugen. Bei ihnen wurden böse Erinnerungen an die Massenpanik bei der Loveparade in Duisburg im Sommer wach.

Der Sender hatte das Event zuvor auf seiner Homepage angepriesen: “Die Gelegenheit für alle DSDS-Fans die Superstar-Anwärter hautnah zu erleben.“ RTL betonte am Sonntagabend allerdings, der Veranstalter sei das Einkaufszentrum gewesen. “Es war nicht abzuschätzen, dass so viele kommen“, sagte RTL-Sprecherin Anke Eickmeyer.

Vor etwa einem Jahr sei es schon einmal bei einer DSDS-Autogrammstunde in Duisburg zu einer Panik gekommen, erinnerte sich ein Polizeisprecher am Montag. Damals seien ebenfalls mehr Fans gekommen als erwartet, “jede Menge Mädels“. Es habe auch mehrere Leichtverletzte gegeben.

dpa

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