Eurovision Song Contest in Stockholm

ESC 2016: Das sind Jamie-Lees größte Konkurrenten

Jamie-Lee Kriewitz startet beim ESC 2016 für Deutschland.
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Jamie-Lee Kriewitz startet beim ESC 2016 für Deutschland.

München - Jamie-Lee Kriewitz gehört beim ESC 2016 in Stockholm nicht zu den Favoriten. Wir stellen ihre zehn größten Konkurrenten beim Eurovision Song Contest vor!

Update vom 10. Februar 2017: Nun steht fest, dass Levina Deutschland beim ESC 2017 vertreten wird. Wir haben bereits zusammengefasst, welche Länder und welche Interpreten beim Eurovision Song Contest in Kiew teilnehmen werden.

Update vom 2. Februar 2017: Im vergangenen Jahr landete Deutschland beim Eurovision Song Contest wieder auf dem letzten Platz. Beim ESC in Kiew soll es heuer besser laufen. Fünf Newcomer wollen heuer für Deutschland antreten. Wir haben bereits zusammengefasst, welche Teilnehmer beim ESC-Vorentscheid 2017 für Deutschland antreten.

Germany, twelve points! Allemagne, douze points! Das war einmal. Beim Eurovision Song Contest in Stockholm (Samstag, ARD, 21 Uhr live) werden erstmals 24 Punkte für die besten Songs vergeben – in jedem Land jeweils zwölf von den Jurys und von den Zuschauern.

Ob die deutsche Teilnehmerin Jamie-Lee Kriewitz irgendwo die Höchstwertung abstaubt, ist fraglich. Denn bei den Wetten liegt unser Manga-Mädchen, das mit Startnummer zehn antritt, mit seinem Song „Ghost“ nur im hinteren Drittel. Favoriten sind Russland, die Ukraine und Frankreich. Die tz stellt Jamie-Lees zehn größte Konkurrenten vor.

Niederlande

Bei der Fußball-EM fehlt Oranje – werden die Niederländer dafür Sing-Europameister? Musikalisch liegt der coole Tulpen-Cowboy Douwe Bob mit der tätowierten Blume am Hals ganz weit vorn. Sein Song „Slow Down“ ist lässiger Country-Folk. Und Bob singt das „Lied mit dem Loch“. Zwischendurch macht er zehn Sekunden Pause, ratscht mit den Fans, dann geht’s weiter. Mit List und Lücke ganz nach vorn?

Österreich

Kalkutta liegt am Ganges, und Wien liegt an der Seine. So klingt zumindest „Loin d’ici“ („Weit weg von hier“) von Österreichs Pop-Engerl Zoë Straub. Sie singt hübschen Franzosen-Pop, der ein bisserl nach Louane und ein bisserl nach Zaz klingt und der auch durch die Gassen von Paris wehen könnte. Ihr Chanson ist zwar weit weg von Österreich, Spaß macht’s trotzdem. Wem Zoë bekannt vorkommt: Sie spielte bei den „Vorstadtweibern“ mit.

ESC 2016: Russland ist Top-Favorit

Russland

Bei allen Buchmachern Top-Favorit – warum, weiß keiner so genau. Weil letztes Jahr Schwedens Måns Zelmerlöw mit einer gigantischen ­Videoshow siegte, setzen auch die Russen mit Teilnehmer Sergej ­Lasarew heuer auf ein aufwendiges Spektakel im Hintergrund. Der ­Zinnober kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass „You Are The Only One“ seelenloser Plastikpop ist.

Frankreich

Ein bisserl Elyas M’Barek, und dazu eine Prise Steffen Henssler – das ist Frankreichs Teilnehmer Amir. Sein französisch-englischer Mix „J’ai cherché“ („Ich habe gesucht“) ist zwar musikalisch auch nicht weltbewegend, aber der Charme von „Elyas M’Henssler“ dürfte viele Punkte bringen. Könnte den Sieg suchen – und finden. Amir ist übrigens seit Geburt auf dem rechten Ohr taub, was beim ESC nie schaden kann.

Malta

Die schöne Ira Losco steht zu zweit auf der Bühne – denn sie verriet in Stockholm, dass sie schwanger ist. Maltas größter Star ist eine ­Grand-Prix-Veteranin, holte 2002 mit dem wunderbaren Song „7th Wonder“ Platz zwei. Damals war sie 20, heute ist sie 34 – und hat ihr Gesicht leider nach dem Vorbild von Mariah Carey umgestalten ­lassen. Trotzdem gute Chancen mit „Walk On Water“.

Schweden

Die ESC-Vorentscheidung beim nationalen Melodifestivalen hielt das Land wie immer wochenlang in Atem. Und die Schweden gruben ­tatsächlich schon wieder einen ­Favoriten aus. Der 17-Jährige Frans singt mit „If I Were Sorry“ netten ­Indiepop, der gleich beim ersten Mal ins Ohr geht. Nun fürchtet Schweden, den ESC-Zirkus 2017 schon wieder sündteuer bewirten zu ­müssen.

ESC 2016: Kandidatin aus Armenien ist in Deutschland aufgewachsen

Armenien

Iveta Mukutschjan, 2012 zur feschesten Frau Armeniens gewählt, bezirzte bereits Xavier Naidoo. Denn im gleichen Jahr nahm sie an „The Voice Of Germany“ teil. Xavier drehte sich für sie um, dann ging’s weiter bis in die Liveshows. Ihr stampfender Ethnopop „LoveWave“ passt perfekt zum ESC. Wenn die Schöne siegt, gewinnt Deutschland wenigstens ein bisschen mit: Iveta ist in Hamburg aufgewachsen.

Ukraine

Obwohl Europa beim ESC gottlob um die Wette singt und nicht streitet, kommt hier die Politik ins Spiel. Die Krimtatarin Jamala singt über die Vertreibung ihrer Vorfahren durch Stalins Schergen, über Mord und Deportation. Russland protestierte heftig, doch laut Eurovision ist ihr „1944“, vorgetragen mit dramatischem Sopran, kein politisches Lied. Musikalisch gewöhnungsbedürftig – doch Proteststimmen gegen Putin könnten den Sieg bringen.

Ungarn

Freddie, der Ricky Martin aus ­Budapest, ist der Liebling der ­Damen in Stockholm. Und jede ­Menge Herren sind auch nicht abgeneigt. Sein „Pioneer“ ist keine ­musikalische Pionierleistung, aber zeitgemäßer Radiopop. Vorne singt der Magyaren-Ricky, hinten haut ein Mönch mächtig auf die ­Pauke – es kann so einfach sein, beim ESC ganz nach vorne zu ­kommen.

Australien

Eine in Südkorea geborene Australierin gewinnt in Schweden
den Eurovision Song Contest – so schön kann die Welt sein, wenn sie nicht streitet, sondern singt. Dami Im legte im zweiten Halbfinale mit dem gar nicht so stillen „Sound Of Silence“ eine Supershow samt Nebelmaschine hin, gilt nun als Mitfavoritin. Wenn sie gewinnt, reist der ESC-Zirkus 2017 aber nicht ins teure Australien, dann muss ein anderes europäisches Land einspringen.

Jörg Heinrich

Quelle: tz

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