Sieger von 2009

Alexander Rybak tritt ein zweites Mal beim ESC an - doch eines ist diesmal völlig anders

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So sieht er 2018 aus: Alexander Rybak nach seinem Sieg beim norwegischen Vorentscheid.

Alexander Rybak will es noch einmal wissen: Der ESC-Sieger von 2009 tritt 2018 noch einmal beim Eurovision Song Contest an. Doch eines ist diesmal anders.

München - „So ein Schleimer!“ „Was für ein Schnuckel!“ 2009 hatte zu Alexander Rybak fast jeder eine eindeutige Meinung. Die eben darauf ankam, wen man gefragt hat. Das Votum war jedenfalls am Ende eindeutig: Rybak stellte einen neuen Rekord auf, gewann mit dem Song „Fairytale“ mit 387 Punkten den Eurovision Song Contest 2009. Und verzauberte Europa als „Harry Potter“ (diesen Spitznamen bekam er aufgrund der äußerlichen Ähnlichkeit) der Musik. 

Sein Siegerlied von 2009, „Fairytale“, handelte von der ersten Liebe des Komponisten. „Ich weiß, dass viele eine bessere Stimme haben als ich, aber mein Trumpf ist, dass ich es liebe und weiß, Geschichten zu erzählen“, sagte der gebürtige Weißrusse damals vor seinem Auftritt. Der Sohn einer Musikerfamilie hat seinen Song selbst komponiert und getextet.

Das Plattenlabel EMI Germany hatte den norwegischen Shootingstar, der beim nationalen Vorentscheid 2009 sechsmal so viele Punkte wie der Zweitplatzierte errungen hatte, wegen seines Talents schon vor dem Finale unter Vertrag genommen. Selten waren sich die Experten so sicher, dass Rybak das Rennen machen würde. Zuvor hatte sich der Norweger in seinem Land mit nur 4,8 Millionen Einwohnern auch als Schauspieler in dem Musical Anatevka einen Namen gemacht. 

Alexander Rybak bei seinem Auftritt 2009.

ESC 2018: Alexander Rybak spielt Geige seit dem fünften Lebensjahr

Mit seiner früheren Heimat Weißrussland hat er abgeschlossen, seit er im Vorschulalter die „Diktatur“ mit seinen Eltern verließ. Dennoch spricht er Russisch mit seinen Eltern. 

Seit seinem fünften Lebensjahr spielt Rybak Geige und Klavier - mit Schwerpunkt Klassik. Für sein Violinenspiel erhielt er 2004 den Anders-Jahres-Kulturpreis. 

ESC 2018: Alexander Rybak tritt mit „That‘s how you write a song“ an

2018 will es Rybak noch einmal wissen. Als zweites Mal beim Eurovision Song Contest anzutreten, das kann mal gut gehen und mal weniger. Johnny Logan aus Irland gewann den Wettbewerb bei seinem ersten und seinem zweiten Anlauf, steuerte 1992 sogar noch den Siegertitel für Linda Martin bei. Lena Meyer-Landrut versuchte es ebenfalls erneut. Nach ihrem Sieg mit „Satellite“ landete sie mit „Taken by a stranger" auf einem respektablen zehnten Platz. Nur zwei Beispiele von Siegern, die es wiederholt probierten.

Und Alexander Rybak? Am Samstag beim ESC-Finale 2018 entscheidet sich, ob es ein zweites Mal klappt für ihn. Er mauserte sich in den Tagen vor dem Eurovision Song Contest auch zu den Topfavoriten bei den Buchmachern. Neben der freizügigen Eleni Foureira aus Zypern und der überzeugten Gacker-Kandidatin Netta Barzilai aus Israel.

Alexander Rybak: Seine Frisur hat sich kaum geändert - sein Sound schon

Die Frisur des Alexander Rybak hat sich seit 2009 kaum geändert. Eines hingegen ist total anders: sein Sound! Der Siegertitel von 2009 „Fairytale“ war noch sehr Folklore-geprägt. Die Hauptrolle spielte neben ihm damals die Violine. Das ist bei „That‘s how you write a song“ (übrigens ebenfalls komplett selbst geschrieben von Alexander Rybak) ganz anders.

Beim norwegischen Vorentscheid spielte Rybak zwar am Anfang noch „Luftvioline“ und dann gegen Ende hin auf einer echten - aber den Song dominiert vielmehr ein lupenreiner Pop-Sound. Aus dem „Harry Potter“ ist ein „Justin Timberlake“ geworden.

Der Text zu „That‘s how you write a song“ ist schlicht gehalten. Er erklärt halt, wie man ein Lied schreibt. Immer wieder wird wiederholt: „Step one / Believe in it and sing it all day long / Step two / Just roll with it / That’s how you write a song.“ 

Wie weit nach vorn es Rybak diesmal schafft? Wir halten Sie auf dem Laufenden.

lin mit dpa

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