Das ist die Konkurrenz von Ann Sophie

ESC-Finale 2015: Die Kandidaten im tz-Check

Ann Sophie tritt beim Eurovision Song Contest für Deutschland an.

München/Wien - Im Finale des Eurovision Song Contest 2015 hat ausgerechnet Australien sehr gute Chancen, die anderen Kandidaten auszustechen. Die tz stellt die wichtigsten Konkurrenten unserer Ann Sophie Dürmeyer vor.

Bei jedem Eurovision Song Contest gibt’s eine Premiere: Letztes Jahr gewann mit Conchita Wurst erstmals eine Frau mit Bart. Und heute könnte bei der Sing-Europameisterschaft in Wien (ARD, 21 Uhr) zum ersten Mal ein Land gewinnen, das weit weg von Europa liegt: Australien ist einer der großen Favoriten, neben Schweden und Italien. Die tz stellt die wichtigsten Konkurrenten unserer Ann Sophie Dürmeyer (re.) vor, die mit Startnummer 17 (von 27) eine gute Ausgangsposition hat, unter die Top Ten zu kommen.

Jörg Heinrich

Edurne, "Amanecer" (Spanien): Eine der vielen Helene Fischers, die in Wien groß rauskommen wollen. Für die Spanierin spricht nicht unbedingt ihre Drama-Ballade „Amanecer“ (Morgengrauen) – aber ihre Optik und ihr Freund: David de Gea, Torwart bei Manchester United und derzeit weltweit die Nr. 2 hinter Manuel Neuer, macht im Internet fleißig Reklame für seine Hübsche. Doch die zeigt sich zickig: Weil sie nämlich Manchester hässlich findet, will sie David de Gea partout heim zu Real Madrid locken.

Guy Sebastian, "Tonight Again" (Australien): Seit Nationalheldin Olivia Newton-John („Grease“) 1974 für Großbritannien sang, sind die Australier verrückt nach dem Grand Prix. Zur Feier des 60. Song Contest dürfen sie nun selbst teilnehmen. Guy Sebastian gewann 2003 „Australien sucht den Superstar“, hatte seitdem sechs Nummer-1-Hits. Sein selbst geschriebenes Lied für Wien ist aktueller Radiopop à la Olly Murs. Wenn er gewinnt, steigt das Wettsingen 2016 aber nicht in Australien (zu teuer) – sondern vielleicht sogar bin Berlin.

ORF setzt bei Russland-Auftritt beim ESC 2015 ein Zeichen

Elina Born & Stig Rästa, "Goodbye To Yesterday" (Estland): Wie großartig ist das denn! Wenn’s nach musikalischer Qualität geht, können die Esten diesen ESC kaum verlieren. Tut es aber nicht. Egal: Ihr mitreißender Country-Folk-Song sagt eigentlich „Hello To Yesterday“, klingt nach den Sechzigern, nach „Summer Wine“ von Nancy Sinatra und Lee Hazlewood. Da verzeiht man ihnen gern, dass sie sich auch bei Reamonn („Tonight“) ausführlich bedient haben.

Polina Gagarina, "A Million Voices" (Russland): Letztes Jahr gab es Pfiffe und Proteste gegen die Russen. Dieses Jahr haben die Veranstalter die Fans aufgefordert, Polina Gagarina – trotz aller Politik – fair zu behandeln. Dass ausgerechnet die Russen tränenreich für Frieden singen, bleibt ein Treppenwitz. Der ORF zeigt übrigens Flagge gegen Putins homophobes Russland und blendet während der Auftritte von Polina mit großer Begeisterung schwule Regenbogenfahnen ein. Bravo!

Il Volo, "Grande Amore" (Italien): Auch wenn sich Luciano Pavarotti womöglich im Grab umdreht – Italien schickt die drei Tenöre nach Wien. Allerdings die moderne, hippe Variante „Il Volo“ (Der Flug), eine Art One Direction mit viel Schmalz. Die 20-jährigen Bubis Gianluca, Piero und Ignazio seufzen von der großen Liebe. Und Europas Teenie-Mädchen werden sich die Finger wund wählen. Toller letzter Startplatz, doch Experten warnen: Beim ESC kam Klassik-Pop nie richtig gut an.

Bojana Stamenov, "Beauty Never Lies" (Serbien): Vor dem ersten Halbfinale hatte niemand die serbische Beth Ditto auf der Rechnung. Das änderte sich am Dienstag. Die XXL-Lady fegte mit ihrer Disconummer über die Bühne, dass den Fans Hören und Sehen verging. Eine grandiose Show mit schwerwiegenden Folgen: Seither schießt Bojana bei den Buchmachern nach oben. „Ich bin anders, und das ist gut so“, singt sie. Genauso ist es.

Frauenschwarm Måns Zelmerlöw gilt als Favorit beim Eurovision Song Contest

Måns Zelmerlöw, "Heroes" (Schweden): Die Schweden lieben den Grand Prix. Ihre Ausscheidung „Melodifestivalen“ ist über Wochen ein nationales Großereignis. Diesmal setzte sich Frauenschwarm Måns Zelmerlöw durch. Sein Beitrag passt perfekt in die aktuellen Charts: Power-Pop mit einer Prise David Guetta. Topfavorit – auch wegen der fantastischen Bühnenshow mit animierten Strichmännchen.

Loïc Nottet, "Rhythm Inside" (Belgien): Und wieder die Frage: Manderl oder Weiberl? Der 19-jährigen Casting-Star aus Belgien ist zwar eindeutig ein Junge – singt aber wie eine Frau. Sein Titel ist lässig fingerschnippender Pop, cool, tanzbar, ein Hauch von Justin Timberlake. Ob Loïc gewinnt oder nicht – ab Sonntag singt ganz Europa sein „We gonna ra-pa-pab, ra-pa-pab tonight“.

Monika Kuszy´nska – "In The Name Of Love" (Polen): Nachdem PKN, die finnischen Punker mit Down-Syndrom und Autismus, leider schon im Halbfinale gescheitert sind, wirbt nun Monika Kuszyńska in Wien für Respekt und Integration. Sie ist die erste Sängerin der Grand-Prix-Geschichte, die im Rollstuhl sitzt (Autounfall vor neun Jahren). In Polen war Monika schon zuvor ein Star, feierte mit „Ocalona“ (Die Gerettete) ein Comeback.

Maraaya aus Slowenien werden mit ihrem Mega-Ohrwurm den ESC 2015 eröffnen

Maraaya, "Here For You" (Slowenien): Ist sie nun die slowenische Adele oder die slowenische Duffy? Die Stimme ist jedenfalls herausragend. Genau wie ihr Soul-Pop-Song, der den Wettbewerb eröffnet. Ein Mega-Ohrwurm. Marjetka und Mann Ales am Klavier erkennen Sie an ihren Kopfhörern, die offenbar festgewachsen sind.

Mørland & Debrah Scarlett, "A Monster Like Me" (Norwegen): Das Phantom der Oper, jetzt auch beim Grand Prix. Die Düster-Ballade, die nach zwei Minuten noch mal gewaltig Gas gibt, dreht sich um einen Mord, den ein Kind vor vielen Jahren begangen hat. Viele Auftritte bei diesem Song Contest wirken unfreiwillig gruselig, doch bei den Norwegern ist der wohlige Schauer Absicht. Der ungewöhnlichste Song.

Wir haben für Sie die Startreihenfolge der ESC-Teilnehmer in einer Tabelle zusammengestellt, die es auch als PDF-Download zum Ausdrucken und Mittippen gibt.

Wer für Samstagabend auf der Suche nach der etwas anderen ESC-Unterhaltung ist, dem empfehlen wir unseren Ticker zum Eurovision Song Contest - inklusive Live-Kommentar und Eindrücken der Reporter vor Ort.

Quelle: tz

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