Franziska Schenk moderiert Sportschau

Eine Weltmeisterin für die ARD

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Franziska Schenk.

Köln - Früher gab sie mit ihren Schlittschuhen Vollgas, nun startet Ex-Eisschnellläuferin Franziska Schenk in der ARD durch. Die 38-Jährige, die 2000 ihre Karriere beendete, feiert Premiere als Sportschau-Moderatorin.

 Damit steht erstmals eine Weltmeisterin (1997 im Sprintvierkampf) für die Sendung vor der Kamera! TV-Erfahrung hat die gebürtige Erfurterin bereits bei Sportformaten im MDR und im Ersten gesammelt. Vor ihrem Auftritt am Sonntag sprach Schenk mit der tz.

Frau Schenk, von der neuen „Sportschau“-Frau wollen wir natürlich wissen: Wie tippen Sie die EM-Spiele vom Wochenende?

Franziska Schenk: Oh, das ist wirklich schwer. Samstag spielt Spanien – Frankreich, da würde ich mal 3:1 sagen.

Und England – Italien?

Schenk: Da Italien bisher keinen guten Lauf hatte – 1:0 für England!

Welche sportlichen Themen interessieren Sie noch neben Fußball?

Schenk: Persönlich freue ich mich dieses Jahr auf die Olympischen Spiele in London, vor allem auf die Leichtathletik. Ich glaube, da werden wir die ein oder andere Medaille holen!

Die Moderation der „Sportschau“ muss sich für Sie auch wie der Gewinn einer Goldmedaille anfühlen. Wie haben Sie es in die ARD geschafft?

Schenk: Es gab ein Casting, zu dem man aber nur mit Einladung durfte. Die ARD hatte die Sportchefs ihrer Landesrundfunkanstalten um Vorschläge für geeignete Bewerber gebeten, und mein Chef vom MDR wählte mich aus.

Ist Ihnen beim Casting auch Franziska van Almsick über den Weg gelaufen? Sie war ebenfalls im Gespräch …

Schenk: Ich habe im Nachhinein aus der Presse erfahren, dass sie mit im Rennen war, aber gesehen habe ich sie nicht. Das hat der Sender ganz geschickt gemacht. Pro Tag kamen zwar mehrere Bewerber, aber der Zeitplan war so gelegt, dass sich keiner sah. Ich wusste nur, dass mein MDR-Kollege René Kindermann dabei war, weil wir drüber gesprochen hatten. Bei ihm stand schnell fest, dass er genommen wird, da habe ich ihm natürlich gleich gratuliert.

Haben Sie, was den Moderationsstil angeht, ein Vorbild?

Schenk: Monica Lierhaus war natürlich großartig. Es ist sehr bedauerlich, was ihr passiert ist. Umso mehr freue ich mich, wenn ich sie heute wieder in der ARD-Fernsehlotterie sehe. Sie fehlt sehr in der Sportschau. Wie sie es den Männern manchmal zeigte – klasse!

Es gibt bei der „Sportschau“ recht wenig Frauen, die moderieren. Warum dominieren immer noch die Männer?

Schenk: Gute Frage. Wenn die mal jemand schlüssig beantworten könnte! Schließlich sind Frauen genauso kompetent. Wenn die Männerwelt da draußen wüsste, wie viele Frauen in Sportredaktionen, also hinter den Kulissen, arbeiten, wären sie sehr überrascht.

Interview: Eva Hutter

Quelle: tz

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