Manhattan statt Mannheim:

Nach Bombendrohung: Klum kürt endlich ihr Topmodel

München - An diesem Donnerstag zeigt ProSieben die GNTM-Entscheidung. Nicht live. Der Sender hat bereits am vergangenen Wochenende das "zweite Finale" in New York aufgezeichnet.

Aufregung, Verunsicherung, Panik – und schließlich die große Erleichterung: Genau zwei Wochen ist es her, dass das Live-Finale von Germany’s next Topmodel abgebrochen werden musste – wegen einer Bombendrohung, die in der Mannheimer Halle eingegangen war. Rund 10.000 Zuschauer mussten evakuiert werden. Zu schaden kam Gott sei Dank niemand (tz berichtete).

Welches der drei Final-Mädchen in die Fußstapfen von Lena Gercke, Sara Nuru und Co. treten würde, war zu diesem Zeitpunkt noch völlig offen.

Vanessa: Sie kommt wie Heidi Klum aus Bergisch-Gladbach. Die 19-Jährige mit dem klassisch-schönen Gesicht geht nie ohne Schokolade aus dem Haus.

Ajsha: Die 18-jährige Tübingerin arbeitet als Au-Pair. Anfangs wirkte sie introvertiert. Aber: Stille Wasser sind tief. Ihr Markenzeichen: Ein Hello-Kitty-Tattoo am Fuß.

Anuthida: Die 17-jährige Schülerin aus Lübeck hat thailändische Wurzeln. Ihr Vorbild ist Naomi Campbell und ihr Lebensmotto lautet: „Ich bereue nichts!“

Am Donnerstag nun zeigt ProSieben die Entscheidung. Allerdings nicht live. Der Sender hat bereits am vergangenen Wochenende das „zweite Finale“ in New York aufgezeichnet. Manhattan statt Mannheim sozusagen. In der tz erklärt Sprecher Christoph Körfer, warum die Entscheidung für Übersee fiel und beantwortet die wichtigsten Fragen zur Show.

War die Entscheidung, das Finale abzubrechen, auch aus der Rückschau die richtige?Christoph Körfer sagt: „Eindeutig ja“. Das habe auch das Landeskriminalamt Baden-Württemberg im Nachgang bestätigt. „Im Krisenstab – aus Polizei Mannheim, Area-Security und ProSieben – konnten wir vor Ort keine andere Entscheidung treffen“, so Körfer. Denn: „Wir konnten in der Arena keine hundertprozentige Sicherheit garantieren. Deshalb gab es nur eine Wahl: Die Live-Show abzubrechen. Da steht Sicherheit über allem.“

Wie laufen die Ermittlungen? Gibt es inzwischen eine Spur zu der Anruferin? 

Der Sender kann und darf sich zu den Ermittlungen nicht äußern. Wer hinter dem Drohanruf steckte, ist bislang aber auch nicht bekannt. „Die Ermittlungen laufen“, erklärte ein Polizeisprecher in Mannheim. Derzeit würden Telefondaten ausgewertet, in Absprache mit der Staatsanwaltschaft aber keine Zwischenergebnisse veröffentlicht. Eine konkrete Verdachtsperson gebe es noch nicht.

Wann war den Verantwortlichen von ProSieben klar, dass es kein zweites Live-Finale geben würde? „Schnell“, sagt Christoph Körfer: „Eine große Live-Show wie das GNTM-Finale in einer Arena braucht sechs Monate Vorbereitung.“

Gab es in Bezug auf ein zweites Live-Finale auch ­Sicherheitsbedenken oder war allein der Terminkalender von Heidi Klum ausschlaggebend? Christoph Körfer: „Die Terminkalender unserer Juroren und der Wunsch, die Siegerin schnell zu küren, haben den Termin bestimmt. Zudem brauchten wir ein paar Tage Zeit zur Vorbereitung.“

Warum hat sich der Sender für New York entschieden?„New York lebt Mode“, erklärt Körfer. Nicht zuletzt deshalb passe die Metropole perfekt zu Germany’s next Topmodel.

Wie muss man sich das Finale am Donnerstag ungefähr vorstellen? Das Finale steigt in der Gotham Hall am Broadway. Rund 200 Familienangehörige, Freunde und Fans sind vor Ort, um die Finalistinnen anzufeuern. Als Showact ist KYGO dabei.

Es wird eine neue Staffel „GNTM“ geben – mit einem Live-Finale?Ja, die elfte Staffel der Heidi-Klum-Show startet im Frühjahr 2016 – wieder mit einem großen Live-Finale. Man sucht schon nach dem passenden Termin.

Vor zwei Wochen musste die Halle geräumt werden. Heidi Klum wurde von Sicherheitsleuten begleitet.

Es gab von vielen Stellen (Journalisten, Zuschauer) den Vorwurf, die Jury sei bevorzugt evakuiert worden. Dazu sagt der Sender: „Experten haben die sichere und sehr schnelle Evakuierung der Arena im Nachhinein gelobt.“ Die Halle sei so evakuiert worden, wie es die Sicherheitsleute vor Ort vorgegeben hätten. „Dabei war es sehr wichtig, dass keine Panik entsteht. Das ist – Gott sei Dank – perfekt gelungen.“

thy

Quelle: tz

Rubriklistenbild: © dpa

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