Machtkampf beim „Supertalent“

Duell der TV-Titanen

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Dieter Bohlen (l.) und Thomas Gottschalk.

Köln - Sie waren Quoten-Gegner. Nun sind die TV-Titanen Kollegen in der Supertalent-Jury: Dieter Bohlen (58) und Thomas Gottschalk (62).

Super­proll gegen Sunnyboy. Welcher von beiden am Samstag das Steuerbord an sich reißt und als Kapitän von Bord gehen wird, muss der Zuschauer beurteilen. Ein starker Wellengang, dem sich Gottschalk aussetzt, glauben laut einer Emnid-Umfrage 64 Prozent der Deutschen, dass er damit seinen Ruf gefährde. In der tz erzählen Bohlen und Gottschalk, was sie jeweils über den anderen denken:

Bohlen über Gottschalk

Dieter Bohlens neuer Kompagnon Gottschalk hatte noch zu Wetten, dass..?-Zeiten Castingshows öffentlich scharf kritisiert – da saß ihm Bohlen von den Quoten her schon im Nacken. In einem Interview mit dem Branchendienst kress report sagte Bohlen, wie er über die Zusammenarbeit mit Gottschalk denkt.

„Wir ergänzen uns super“

Bohlen schätze die Aufgabe mit Gottschalk als fruchtbar ein: „Man muss das komplementär betrachten, wir ergänzen uns super“, sagte Bohlen und fuhr fort: „Ich weiß nicht, woran es liegt, aber die jungen Leute stehen nach wie vor unglaublich auf mich. Das geht los bei fünf Jahren und geht so bis 40. Die jungen Leute finden meine Sprüche lustig und machen sich da keine großen intellektuellen Gedanken.“ Thomas stehe für die Älteren, die auch Wetten, dass..? geguckt haben. Das zusammen ergebe eine spannende Rechnung. Er werde an dem Sonntag, wenn die Quoten kommen, mit größter Spannung im Bett sitzen, so Bohlen zu kress.

„Ich will kein netter Typ sein“

„Ich glaube schon, dass Thomas ein anderes moralisches Empfinden hat als ich. Und sein kommoder, netter Umgangston ist vielen Älteren bestimmt lieber als dieses Raue, das von mir kommt“. In der Musikindustrie herrsche ein anderer Ton. Da werde nicht nur mit Wattebäuschchen gekämpft. Der große Unterschied sei, dass Gottschalk immer „Everbody’s Darling“ sein wolle. „Und das ist er von seiner Natur her ja auch – ein von Grund auf netter Typ. Das will ich gar nicht sein.“

Gottschalk über Bohlen

„Ach Thommy „, entfährt es vielen Deutschen zurzeit, „wie kannst du das nur machen?“ Ein Supertalent suchen mit deinem gefühlten Erzfeind Dieter Bohlen! Zumindest sitzt seine Ex-Wetten,dass..?-Co-Moderatorin

Michelle Hunziker in der Jury, die wohl für das Seelenheil der Kandidaten ist. In einem RTL-Interview gesteht Gottschalk, nicht immer mit Bohlens Umgangston einverstanden zu sein.

„Manchmal könnte ich den Dieter schlagen“

„Wir haben uns in der Vergangenheit beschimpft, aber auch geküsst (…). Manchmal sagt der Dieter Sachen, für die ich ihn schlagen könnte. Was er sagt, ist meistens richtig, wie er es sagt, ist das Problem.“

„Bin kein Angsthase“

Ich saß ja nach meiner Vorabendpleite ohne Job in Berlin und fand das Angebot neben Bohlen zu sitzen erstmal als riskant, aber auch faszinierend. Natürlich haben einige sofort aufgejault (…), aber ein Angsthase war ich nie. Und ich habe das Format früher beschimpft, weil es mir bei Wetten, dass..? die Zuschauer geklaut hat. Das war immer ein bisschen old school gegen modernes Unterhaltungsfernsehen.“

„Der Dieter hat Vorsprung“

„Ich musste mir den Platz in der Jury erst mal warm sitzen. Einige haben geplärrt, der Bohlen schwingt den Hammer und der Gottschalk sitzt belämmert in der Ecke (…). Einem Kandidaten auszureden, dass er ein Talent besitzt, ist nicht ganz einfach und da muss man erst einmal die richtigen Worte finden. Der Dieter hat da schon ein paar Jahre Vorsprung.“

Quelle: tz

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