"Lass uns ehrlich reden"

Gottschalk gibt sich bei Lanz selbstkritisch

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Vorgänger trifft Nachfolger. Thomas Gottschalk bei ­Markus Lanz.

München - Thomas Gottschalk war am Donnerstagabend bei seinem "Wetten, dass..?"-Nachfolger Markus Lanz zu Gast. Der Showdino gab sich selbstkritisch, wenigstens ein bisschen.

Das ist eine besondere Situation, auch für mich“, sagte Markus Lanz zu Beginn. Und in der Tat: Die Konstellation war überraschend. Thomas Gottschalk war einziger Gast in der am Mittwoch aufgezeichneten und am Donnerstag gesendeten Talkshow von Markus Lanz. .

Gleich zu Beginn merkte man vor allem Lanz denn auch eine gehörige Portion Nervosität an. Er hatte sich ganz offensichtlich auf die Fahnen geschrieben, Gottschalk nicht einfach Gottschalk sein zu lassen – was gleichbedeutend ist mit Gottschalk einfach reden zu lassen. Nein, Lanz wollte den harten Talker rausholen, unterbrach den 62-jährigen Showmaster so oft es ging und versuchte mit Formulierungen wie: „Thomas, lass uns ehrlich miteinander reden“ den Rhetorik-Gott mit dem Schalk im Nacken aus der Fassung zu bringen. An manchen Stellen gelang ihm das tatsächlich. Zum Beispiel, als es um Ruhm und vor allem dessen Vergänglichkeit ging. So, wie Gottschalk da ruderte, hatte man schon den Eindruck, dass er den Applaus mehr braucht als ihm selbst lieb ist.

Unterhaltsam wurde es immer dann, wenn Gottschalk einfach erzählte. Von Thea, seiner Ehefrau und großen Liebe, von den gemeinsamen Anfängen in einer Münchner Kellerwohnung, vom ersten Date bei einem Konzert von Deep Purple, vom Umzug nach Malibu, von den beiden Söhnen und den amerikanischen Schwiegertöchtern oder vom Schloss am Rhein, das die beiden nun wieder verkaufen wollen. „Man muss auch loslassen können“, kommentierte Gottschalk diese Entscheidung, und Wehmut klang mit.

Vieles von dem, was Gottschalk ausplauderte, hatte man schon gehört oder gelesen. Was auch daran lag, dass Lanz allzu oft alte Zitate einfach wiederholte und sich die Geschichten abermals erzählen ließ. Erst in den letzten 15 Minuten kam der ZDF-Talker auf Gottschalks Rolle in der RTL-Show Das Supertalent zu sprechen. Und da gab es dann sogar ein paar selbstkritische Töne vom großen Meister, der sich ansonsten – auch das war nicht neu – immer noch sehr gebraucht fühlt im deutschen TV. Seine Frau habe ihm gesagt, dass er bei den (aufgezeichneten) Sendungen immer so schlecht gelaunt ausschaue, sagte Gottschalk und gab zu: „Ich bin mit meiner Performance beim Supertalent selbst nicht wirklich glücklich.“ Er wolle nun die Live-Shows abwarten (starten am Samstag) und dann überlegen, wie es mit RTL weitergehe. „Ich bin offen, aber noch nicht entschieden“, sagte er. Er sei ja in der glücklichen Lage, auswählen zu können. Das klang dann wieder gar nicht nach „loslassen“ …

Das sind die beliebtesten Showmaster

Florian Silbereisen wurde auf den 10. Platz gewählt. © dpa/ARD
Peter Frankenfeld belegt Platz 9. © dpa/ARD
Frank Elstner wählten die Zuschauer auf Platz 8. © dpa/ARD
Dieter-Thomas Heck erreichte den 7. Platz. © dpa/ARD
Talkmaster Rudi Carrell landete auf Platz 6. © dpa/ARD
Hans-Joachim Kulenkampff (re.) ist auf dem 5. Platz. © dpa/ARD
Moderator Hape Kerkeling konnte den 4. Platz für sich entscheiden. © dpa/ARD
Peter Alexander belegt den dritten Platz. © dpa
Günther Jauch ist der zweitbeliebteste Showmaster. © dpa/ARD
Thomas Gottschalk machte das Rennen und landete auf Platz 1. © dpa/ARD

thy

Quelle: tz

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