Thommy, das geht besser!

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Thomas Gottschalk hat mit seiner neuen Show noch Luft nach oben.

Köln - Diese Einweihungsparty hätte besser laufen können: Am Montag trat Thomas Gottschalk erstmals in seinem „neuen Wohnzimmer“ auf. Die tz-Analyse:

 In dem gemütlichen ARD-Studio von Gottschalk Live fühlte sich der 61-Jährige sichtlich wohl, doch nach der Premierensendung dürfte ein wenig Katerstimmung geherrscht haben.

Die tz-Analyse:

Der Moderator

Auch einen Altmeister plagt Lampenfieber: Ein bisserl nervös, aber charmant führte Gottschalk durch die Sendung und stellte sein Team vor. Darunter auch Social-Media-Expertin Caro. Doch gerade ältere Zuschauer, die mit Internet-Begriffen wie „Social Media“ wenig bis nichts anfangen können, werden sich schwer getan haben. Dabei will Gottschalk Plattformen wie Facebook und Twitter künftig noch stärker einbinden, um Kontakt zu seinen Zuschauern zu halten. Pluspunkt für Thommy: Er lässt es langsam angehen. Fürs Erste wurde über das Internet „nur“ eine Krawatte von Günther Jauch versteigert, der Gewinner wird am Dienstag bekanntgegeben.

Die Themen

Gottschalk hat sich den bunteren Themen verschrieben – „kein Wulff, kein Euro-Rettungsschirm“ lautet sein Motto. Als Zuschauer wartete man darauf, was er zur Trennung von Heidi Klum und Seal sagen würde. Schließlich lebt er seit Jahren in den USA, besuchte Heidi öfters und hatte erst mit Klums Vater („Wir sind sehr traurig“) telefoniert. Dafür fiel Gottschalks Beitrag aber kurz aus: „Wenn zwei Menschen in einer Familie Showkarriere machen wollen, kann das nicht gut gehen.“ Da hätte er mehr aus dem Nähkästchen plaudern können.

TV-Hits 2011: Von Thomas Gottschalk bis Tatort

Platz 1: Wie soll es anders sein? Natürlich führt Thomas Gottschalk die Top Ten der Quoten-Hits an. Seinen Abschied von "Wetten, dass..?" am 3. Dezember 2011 verfolgten 14,8 Millionen Zuschauer. © dpa
Platz 2: Lena Meyer-Landrut bescherte der ARD eine Traumquote: 13.93 Millionen verfolgten den Eurovision Song Contest am 14. Mai 2011. © dpa
Platz 3: Einmal im Jahr hat Thomas Gottschalk mit "Wetten, dass..?" auf Mallorca gastiert. Am 18. Juni 2011 schauten 12,44 Millionen TV-Zuschauer diese Sendung an. © dpa
Platz 4: Das beliebteste Tatort-Team kommt aus Münster. Mit der Sendung "Herrenabend" am 11. Mai lockten die beiden Ermittler 11,86 Millionen Zuschauer vor die Fernseher. © Das Erste
Platz 5: Thomas Gottschalks erste "Wetten, dass...?"-Sendung im Jahr 2011 verfolgten am 12. Februar 10,73 Millionen Menschen. © dpa
Platz 6: Den Münsteraner Tatort "Zwischen den Ohren" sahren 10,44 Millionen Menschen. © Das Erste
Platz 7: Am 5. November 2011 sagte Hape Kerkeling live im ZDF, dass er "Wetten, dass..?" nicht übernehmen möchte. Das sahen 9,95 Millionen Menschen. © dpa
Platz 8: Auch der Stuttgarter Tatort war in 2011 erfolgreich. Am 9. Oktober sahen 9,66 Millionen Menschen "Das erste Opfer" © Das Erste
Platz 9: Der Tatort "Im Netz der Lügen", der am Bodensee spielte, lockte 9,6 Millionen Menschen vor die Fernseher. © Das Erste
Platz 10: Die süddeutschen Tatort-Ermittler sind offenbar beliebt. Die Ludwigshafener Kommissar Lena Odenthal schaffe es in der Gunst der Zuschauer auf den 10. Platz. 9,6 Millionen sahen "Tödliche Ermittlungen". © Das Erste

Der Talk

Wie es sich für einen guten Gast gehört, hatte Michael „Bully“ Herbig ein Einweihungsgeschenk mitgebracht: Hotel-Pantoffeln. Ein richtiges Gespräch kam aber kaum zustande – bei so vielen Unterbrechungen war das auch schwierig. Dreimal Werbung in 30 Minuten: Das ärgerte nicht nur die Zuschauer. Einmal konnte das Publikum Gottschalk dabei beobachten, wie er genervt seine Moderationskarten zusammenräumte. Für Dienstag Abend (19.20 Uhr) sind gleich zwei Gäste angekündigt, Schauspieler Armin Rohde und Franz Beckenbauer. Mal sehen, wie oft sie zu Wort kommen. Außerdem soll Knuts Halbbruder auftreten, Eisbärbaby Anori.

Das Studio

Edel, aber nicht versnobt. Das Studio kann sich sehen lassen! Gottschalk, der die Möbel ausgesucht hatte, beweist Geschmack.

Das Fazit

Die Idee hinter der Sendung gefällt. Doch Thommy hat es selbst gemerkt: Da ist noch Luft nach oben. Am Ende von Gottschalk Live ging er fürs Publikum sogar auf die Knie: „Bitte schalten Sie morgen wieder ein!“ Wenn sich Gottschalk warm gelaufen hat, dürfte dieser Wunsch auch erfüllt werden.

Eva Hutter

Quelle: tz

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