"Gottschalk Live": Wie unsere Leser die Sendung fanden

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Premiere von "Gottschalk live"

Berlin - Am Montagabend lief die Premiere von "Gottschalk Live". Unsere Leser haben sich ihre Meinung bereits gebildet. Und so beurteilten die User die erste Sendung von Gottschalk: 

4,34 Millionen Zuschauer sahen am Montagabend die Premiere der halbstündigen Sendung „Gottschalk Live“, die von jetzt an immer montags bis donnerstags um 19.20 Uhr in der ARD läuft.

Doch wenn es nach der Zuschauer-Resonanz geht, war die erste Sendung kein Erfolg. Ärgerlich reagierten die Menschen vor allem auf die vielen Werbeunterbrechungen.

Thomas Gottschalk -Seine Karrierestationen in Bildern

Ab 1971: Freier Mitarbeiter des Jugendfunks beim Bayerischen Rundfunk ( BR), ab 1973 Sprecher der “Abendschau“-Nachrichten. © dpa
1976: Gottschalk wird beim BR Festangestellter und heiratet seine Thea. Erfolg mit witzigen Radiomoderationen bei “Pop nach acht“. © dpa
1977: Er moderiert die Sendung “Telespiele“, die zunächst in einigen Dritten Programmen und ab 1980 bundesweit bei der ARD läuft. © dpa
1982: Mit Mike Krüger ist Gottschalk im Kinofilm “Piratensender Powerplay“ zu sehen. Weitere Filmrollen folgen. © dpa
Gottschalk wechselt zum ZDF. Bis 1987 präsentiert er dort “Na sowas“, eine Mischung aus Talk- und Musikshow. © dpa
26. September 1987: Er moderiert erstmals die ZDF-Sendung “Wetten, dass..?“ als Nachfolger von Frank Elstner. © dpa
1990: Gottschalk arbeitet auch für RTL. Von 1992 bis 1995 moderiert er eine Late-Night-Show. 1992/1993 pausiert er bei “Wetten, dass..?“ © dpa
1995 bis 1997: “Gottschalks Hausparty“ bei Sat.1. © dpa
1999: Mit seinem Bruder Christoph gründet er die Vermarktungsfirma dolce media GmbH in München © dpa
2004: “ Thomas Gottschalk. Die Biografie“ von Gert Heidenreich erscheint © dpa
September 2009: Mit Michelle Hunziker hat Gottschalk erstmals eine Co-Moderatorin bei “Wetten, dass..?“. © dpa
4. Dezember 2010: Der Kandidat Samuel Koch verunglückt bei einer Wette schwer und bleibt gelähmt. © dpa
12. Februar 2011: Gottschalk kündigt seinen Rücktritt nach Ablauf der Staffel im Sommer an. © dpa
30. April 2011: Gottschalk moderiert seine letzte reguläre “Wetten, dass..?“-Sendung. © dpa
18. Juni 2011: Gottschalk moderiert die Sommer-Ausgabe von “Wetten, dass..?“ auf Mallorca. © dpa
15. Juli 2011: Die ARD teilt mit, dass Gottschalk ab Januar 2012 viermal die Woche (Montag bis Donnerstag) vor der “Tagesschau“ eine tagesaktuelle halbstündige Live-Show mit Gesprächsgästen moderiert. Später wird bekannt: Die Show heißt “Gottschalk live“ und startet am 23. Januar. © dpa
8. Oktober, 5. November und 3. Dezember 2011: Die Termine der letzten drei “Wetten, dass..?“-Ausgaben mit Gottschalk - es soll sich um “Shows mit Erinnerungscharakter“ handeln. © dpa

Diese Meinung spiegeln auch die Kommentare der "tz-online" und "merkur-online"-Leser wieder:

ARD - Ihr müßt Euch entscheiben, Gottschalk oder "Werbung, beides gleichzeitig geht nicht, das war ja unterirdisch viel Werbung, schreibt ein Zuschauer. Ein anderer kommentiert: Dreimal Werbung in 30 Minuten Heute schon GEZahlt?

Ein weiterer User will sich die Sendung nicht mehr anschauen "da diese vielen Werbeunterbrechungen nur nerven und das Konzept hoffentlich nicht aufgehen lassen. Warum hat die GEZ-finanzierte ARD dies nötig? Kostet Gottschalk so viel :-) ? Da kann man genauso gut die Privaten einschalten, die sich so finanzieren müssen."

Es gab sogar ein Gedicht zur Sendung: "Happy half Hour", sollt´es sein? Zum happy fällt mir gar nichts ein. Die Werbung stört´ mich kolossal. Nee, Thomy, ich guck´s nicht nochmal.

Kritik auch auf Facebook

Aber die ARD hatte die Zuschauer auch selbst aufgefordert, ihre Meinungen per Internet zu äußern, und nach jeder Sendung steht Gottschalk ihnen eine halbe Stunde den Usern im Facebook-Chat zur Verfügung, wie er versprach.

Doch wer das Publikum nach seiner Meinung fragt, wird sich vielleicht nicht immer über diese freuen. In Facebook hagelte es Unmut über die Werbeunterbrechungen.

"WAS WAR DAS DENN????", kommentiert eine Zuschauerin auf Facebook. "Ich fand's unter aller Kanone, dass in einer halben Std. soviel Werbung war (...) als Bully dann so richtig anfangen wollte mit erzählen, wird er ständig angehalten... Der Anfang war echt gut, aber dann hat mich das mit den ständigen Unterbrechungen genervt... "

"Durch die vielen Werbeblöcke kommt die Sendung überhaupt nicht in Fahrt. Schade", schreibt ein anderer User. "Offizielle Werbesendungen und Unterbrechungen von Gottschalk Live", schlägt ein anderer Facebook-Kommentar vor. Angeblich seien kritische Anmerkungen bei Facebook auch einfach entfernt worden, schreiben einige User.

"Wenn ihr mehr Gebühren zahlen wollt"

Im Live-Chat der ARD war die Kritik nicht ganz so vehement. Kam doch welche, wehrte Thomas Gottschalk die Attacken routiniert ab. Auf die Frage: "Ist es möglich, mal diese ganzen Werbeunterbrechnungen abzuschaffen?", konterte Gottschalk: "Von mir aus gerne, wenn ihr mehr Gebühren zahlen wollt." Ein Zuschauer kritisierte: "Hallo Thomas, Bully war eine echt gute Wahl für deine 1. Sendung. Doch wozu kam er bitte in die Sendung, wenn er nicht mal richtig zu Wort kommt!?!" Thomas Gottschalk: "Och, er war zufrieden, mehr wollte er gar nicht sagen."

Ob sich Moderator und Sender die Kritik trotzdem zu Herzen nehmen werden, wird sich zeigen. Eine zweite Chance werden die meisten Fans dem Format wohl noch geben. Ein "tz-online"-Leser formuliert das so: "Gottschalk braucht auch als Großer hierfür noch Zeit und wenn die Werbepausen anders geregelt werden (auch Gottschalk nervt das), dann kann daraus eine gute Vorbandsendung (...) werden."

sr

 

Quelle: tz

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