"Wir sind offen für jeden"

BR: Krebs testet Promis auf Bayern-Tauglichkeit

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Am 11. April ist Esther Schweins, geboren in Oberhausen (NRW), zu Gast

München - Wir Bayern sind ja schon was Besonderes: Voller Tradition und regionaler Vielfalt. Wer sich da heimisch fühlen will, der muss sich schon auskennen!

Genau das ist das Thema der neuen Comedy-Talkshow Habe die Ehre im BR: Dabei überprüfen die Kabarettisten Wolfgang Krebs und Christine Eixenberger sowie Bayern3-Moderator Bernhard Fleischmann die Bayernkenntnisse verschiedener Promis – nicht ganz ernst gemeint natürlich. Zum Start der neuen BR-Reihe sprach die tz mit Wolfgang Krebs (47):

Herr Krebs, wann ist denn Ihrer Meinung nach jemand bayerntauglich?

Wolfgang Krebs: Wenn er – und das ist alles augenzwinkernd, gell? – die Gepflogenheiten unseres Landes gut versteht. Das ist aber anders definiert, als es die CSU in Passau am Aschermittwoch definiert…

Was heißt das?

Krebs:

Wir sind schon etwas offener. Wir können auch mit ungewöhnlichen Lebenswegen gut umgehen. Wir haben beispielsweise den Ross Antony als Gast. Das ist ja ein sehr fröhlicher Typ, der mit einem Mann zusammenlebt. Oder wir freuen uns auch auf Komiker wie den Ingolf Lück.

Das heißt, es kann jeder bayerntauglich werden, auch ein Preiß oder ein Ausländer?

Krebs: Definitiv! Wir sind offen für jeden. Wir machen uns eben darüber a bisserl lustig, was ein echter Bayer ist und was nicht.

Was muss ein Bayern-Anwärter in der Sendung können?

Krebs: Er muss viele Fragen beantworten, zum Beispiel zum Thema Dialekt. Das geht zum Teil in die Richtung von Wer wird Millionär?, aber alles im bayerischen Bereich.

Ist das alles geplant oder auch mal spontan?

Krebs: Es ist tatsächlich sehr spontan. Das ist auch das Tolle an der Sendung: Es gibt zwar ein Buch, in dem die Spiele und die Überleitungen festgeschrieben sind, aber wenn ich reingrätschen will, kann ich reingrätschen. Wir können auch vorher gar nicht alles proben. Wir lernen den Gast erst kurz vorher kennen und wissen nicht, wie der drauf ist am Abend. Bisher hatten wir aber großes Glück mit unseren Gästen.

Klingt gut. 

Krebs: Hier herrscht überhaupt von allen Sendungen, die ich beim BR bisher gemacht habe, die lockerste Atmosphäre. In manchen Sendungen denkst du dir: Uff, jetzt musst du irgendwas aufsagen, was dir gar nicht passt … Aber das gibt’s da gar nicht. Ich denk mir immer, die Leute da draußen wollen es einfach haben – so wie ich: Ich bin auch ein einfacher Mensch. Sie wollen über irgendetwas ganz normal lachen, gar ned groß drüber nachdenken.

Den Leuten im Studio scheint es jedenfalls Spaß gemacht zu haben...

Krebs: Die Stimmung war wirklich lustig. Habe die Ehre wird ja in der Kranhalle im Feierwerk produziert, vor ganz kleinem Publikum. Da herrscht eine typische Kabarettatmosphäre, sehr eng am Publikum. Da wird viel gelacht.

Man fragt sich vielleicht, wie viel Bier da geflossen ist...

Krebs: (lacht) Nein, ich bin ja immer nüchtern. Ich weiß, es gibt einige, die brauchen da vorher eine gewisse energetische Aufladung, aber das braucht’s weder bei der Chrissy noch bei mir. Die Christine Eixelberger ist eine junge, charmante Kollegin, auch hinter der Bühne sehr lustig. Ihr traue ich noch sehr viel im Fernsehen zu.

Sie hat selbst Spaß an der Moderation, das merkt man.

Krebs: Sie ist halt ned so die glatt geföhnte, typische Fernseh-Moderatorin. Oh, jetzt muss ich vorsichtig sein. Ich muss sowieso in letzter Zeit vorsichtig sein in allem, was ich sag …

Interview: Andrea Stinglwagner

Quelle: tz

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