Kunstfilm „Illusion“ im Gespräch

Viel nackte Haut und versteckte Träume

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Anlässlich der Kino-Tour zu „Illusion“ besuchten die beiden Hauptdarsteller, Carolina Hoffmann und Marina Anna Eich das Corona Kinoplex im Allgäu. um Ihren neusten Film „Illusion“ vorzustellen.

Roland Rebers "Illusion" ist sicher keine leichte Kost: Der Film zeigt den Menschen in seiner Alltäglichkeit. Eine Zwischenebene. Und dann die Illusion, die in den Köpfen der Menschen stattfindet. Im Corona Cineplex Kaufbeuren stellten kürzlich zwei Hauptdarstellerinnen den Film im Rahmen der Premiere vor.

Kommentar des Regisseurs Roland Reber: „Ein Film über den Menschen und seine Verstecktheit, Verlogenheit und Alltäglichkeit. „Der Film hat drei Ebenen: die Privatebene, die mit sehr ruhiger und stiller Kamera gedreht wurde. Sie zeigt den Menschen in seiner Alltäglichkeit. Dann die Kneipe, die für mich eine metaphysische Ebene ist, sie liegt genau dazwischen. Zwischen der Wirklichkeit und der Illusion. Und dann die Illusion, die in den Köpfen der Menschen stattfindet.“

Anlässlich der Kino-Tour zu „Illusion“ besuchten die beiden Hauptdarsteller, Carolina Hoffmann und Marina Anna Eich das Corona Kinoplex im Allgäu, um Ihren neusten Film „Illusion“ vorzustellen. Anschließend diskutieren die Akteure mit den eifrigen Zuschauern über Sinn und Gehalt des Werkes. So viel stand am Ende schon fest: „lllusion“ gibt viel Stoff für Diskussionen und Interpretationen.

Inhaltlich treffen sich acht völlig unterschiedliche Menschen in einer Bar, alle sind jedoch durch eine wesentliche Eigenschaft miteinander verbunden: sie wollen ihrem grauen Alltag entfliehen. Hier verwebt der technisch anspruchsvolle Film die geheimsten Träume der Menschen zu einem Kollektiv der Metaphysik. Musikalisch wunderbar begleitet, erinnert die konsequente Stilrichtung an die ausdrucksstarken Traum-Sequenzen aus „The Big Lebwoski“ – ebenso augenzwinkernd verpackt, die humorvolle Note im Auge. Ironischerweise entkräften die Nackt-Szenen die klischeehaften Vorstellungen von Erotik, die Freizügigkeit gibt sich in ungewohnten, traum-sicheren und einstudierten Bewegungen, viel aufregender gestalten sich die Gespräche zum Thema Anziehungskraft und wirken absolut elektrisierend. Einige Szenen stellen eine bewusste Provokation dar, welche Träume sind die wahren Träume. Die Kino-Tour wird von den Zuschauern sehr gut angenommen, die Vorstellungen des (Kunst-)Films fordern den Verstand auf begreiflicher Ebene. Kommerziell wird sich „Illusion“ wohl kaum durchsetzten, doch im Bemühen der PR-Abteilung ist der aktuelle Erfolg als Genre-Film sehr beachtenswert. von Michael Denks

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