tz-Interview zu seinen vier neuen Shows

Jörg Pilawa: Quizonkel aus Leidenschaft

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Der Quizonkel: Pilawa kommt mit neuen Rate-Shows ins Erste.

München - Die kommenden Wochen sind Pilawa-Wochen im Ersten! Gleich vier neue Shows wird der 48-Jährige präsentieren – zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr. Der tz erzählt er, was es damit auf sich hat.

Die ersten drei stehen unter dem Motto: Quizonkel.TV. Herr Pilawa – was bitte ist das für ein Titel?

Jörg Pilawa: Finden Sie, das geht gar nicht?

Na ja, es klingt schon sehr danach, als hätten Sie sich mit Ihrem Image endgültig abgefunden.

Pilawa: Hab ich auch – total! Wenn ich jetzt nicht dazu stehe, wann dann? Im Ernst: Vor ein paar Jahren wollte ich gerne raus aus dieser Schublade, wollte etwas anderes machen. Aber nun habe ich wieder richtig Bock auf Quiz.

War Quizonkel.TV also Ihre Idee?

Pilawa: Ich habe den Titel irgendwann mal in die Runde geschmissen. Alle dachten, das sei ein Arbeitstitel, aber ich fand diesen Überbegriff für die unterschiedlichsten Quiz-Shows eigentlich von Anfang an gut. Jetzt sind wir dabei geblieben. Allerdings bin ich nicht sicher, ob alle Oberen der ARD schon realisiert haben, dass das wirklich der Sendungstitel ist.

Stellen Sie uns die Shows doch kurz vor.

Pilawa: Die Erste heißt Dein Einsatz, Promi (21.8.). Wir laden acht Prominente in die Show ein, und jeder bringt sein eigenes Geld mit – immerhin 8000 Euro! Dieses Geld setzt er bar ein, und nur einer hat am Ende die Chance, alles zu gewinnen. Also 64.000 Euro, die er in einer Bonusrunde sogar noch verdoppeln kann – alles für einen guten Zweck natürlich.

Wie schwierig war es, für die Sendung Prominente zu gewinnen? 

Pilawa: Wer kommt, ist ja noch ein Geheimnis. Aber ich kann Ihnen verraten: Es war noch nie so schwer, Prominente zu bekommen wie bei dieser Show. Die, die nun kommen, sind deswegen für mich Helden. Die sind bereit, ihr eigenes Geld in den Pott zu schmeißen. Das finde ich großartig.

Die zweite Show?

Pilawa: Wir haben uns gedacht: Es gibt so viele Studenten, die tolle Ideen haben für ein Start-up-Unternehmen, denen aber das Geld fehlt. Also haben wir einen gut situierten Unternehmer gesucht, der 50.000 Euro aus seinem Privatvermögen zur Verfügung stellt, um das die Studenten in der Show dann kämpfen. (Die Superchance: 28.8.) Das dritte Format von Quizonkel.TV schließlich heißt Die 8 Stufen (4.9.): Quizcracks treten gegen drei Superhirne an. Der Kandidat muss alle drei im Laufe des Spiels herausfordern und schlagen. Das ist dann das Quiz für Fortgeschrittene sozusagen.

Neben den drei Quizonkel-Shows moderieren Sie am 13.9. noch Sing wie dein Star, ein Musikformat. Sie sind wieder voll drin in der Show-Mühle. Dabei wollten Sie doch eigentlich weniger machen …

Pilawa: Wenn ich meinen Kalender anschaue zwischen Anfang August und Ende November, dann haben Sie recht. Wenn ich das Jahrespensum nehme, dann stimmt das aber wieder nicht. Ich mache zwölf bis 15 Shows im Jahr, das ist im Vergleich zu früher gar nichts – und es bekommt mir ganz gut (lacht).

Sie können auch überleben, ohne vor der Kamera zu stehen? 

Pilawa: Sehr gut sogar. Da ist es vielleicht auch ein Vorteil, dass man 48 ist. Mit 25 konnte ich das nicht so, da hatte ich viel mehr Zukunftssorgen und Ängste und habe gedacht, ich muss einfach alles machen. Da wird man im Alter ein bisschen entspannter.

Planen Sie schon wieder eine längere Auszeit?

Pilawa: Das klingt sehr verlockend, jetzt, wo Sie danach fragen. Aber nein. Das ist im Moment nicht geplant. Unsere Kinder sind alle in der Schule eingebunden, da geht das alles nicht mehr so einfach.

Haben Sie die Querelen um das Quizduell inzwischen verdaut? Mit der Einbindung der App ging am Anfang so viel schief ... 

Pilawa: Ganz ehrlich: Es hat mir großen Spaß gemacht! Natürlich war das am Anfang ein Schock. Wir sind recht großmäulig vor der Sendung aufgetreten und haben gesagt, wir machen die modernste und erste App-gesteuerte Quizshow im deutschen Fernsehen – und dann klappt gar nichts! Aber wir haben zu unseren Fehlern gestanden und das Beste draus gemacht, finde ich. Wir haben das Fernsehen auf eine Art auch nicht mehr so perfekt und steril wirken lassen. Am Ende hat vielleicht auch das dazu beigetragen, dass es doch ein Erfolg war.

Aber Sie bauen in die neuen Quizonkel-Shows nun keine Extra-Pannen ein, weil es so lustig war?

Pilawa: Nein. Und ich kann allen Zuschauern und tz-Lesern versichern: Wir spielen ohne App.

Interview: Stefanie Thyssen

Quelle: tz

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