Der neue Film mit Mark Wahlberg: authentisch, schonungslos und viel Dolby 7.1

Der Kreisboten-Kinotipp: "Lone Survivor"

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Unter Beschuss durch die Taliban-Kämpfer: Michael Murphy (Taylor Kitsch) und Marcus Luttrell (Mark Wahlberg).

Seit dem 20. März darf sich in den deutschen Kinos Mark Wahlberg mit einer kleinen Einheit durch unwegsame Berge kämpfen. Der Film "Lone Survivor" basiert auf einem wahren Erlebnis während des Afghanistan-Krieges der USA. Da ist die Gefahr groß, in US-amerikanischen Patriotismus und Schwarz-Weiß-Malerei abzudriften. Unser Filmkenner Michael Denks weiß, ob sich der Kinogang lohnt.

„Das beste Kriegsdrama, seit ich Platoon gesehen habe!“ (Oliver Pühl, Kinobesucher) 

Regisseur Peter Berg („Operation: Kingdom“) schickt seine Zuschauer in die harte Realität des Afghanistan-Krieges. Basierend auf dem Buch „Lone Survivor: Seal-Team 10, Einsatz in Afghanistan“ wird hier die wahre Geschichte um ein Fronterlebnis aus dem Jahre 2005 aufgearbeitet. Obwohl der Titel beinahe zu viel verspricht, ist Action-Garant Mark Wahlberg („Shooter“ ) von der Story begeistert: „Das Skript bewegte mich sehr, ich hatte gleich das Gefühl, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Ich liebe die Balance aus Drama, Action, Humor und Emotion“, so der 42-jährige Darsteller. So viel Überzeugung wurde belohnt. Im Rahmen der „Critics’ Choice Movie Awards“ wurde Wahlberg als bester Schauspieler ausgezeichnet. 

Inhalt 

Ein amerikanischer Horror-Trip: Im Jahr 2005 sollen vier Soldaten der US-Spezialeinheit der Navy Seals den Aufenthaltsort eines führenden Taliban-Kämpfers ausmachen. Ohne viel Aufsehen soll zunächst eine relativ einfache Beobachtungsmission in den Bergen für Klarheit sorgen. 

Ein ungeplantes Ereignis setzt jedoch eine Kette von moralischen Entscheidungen in Gang, welche folgenschwere Auswirkungen haben: Die Soldaten werden entdeckt und die Kommunikation zur Basis versagt. Innerhalb kürzester Zeit steht den vier Soldaten eine Übermacht der Taliban gegenüber – die Chancen zu entkommen stehen denkbar schlecht. Während sich die Schlinge um die vier Soldaten immer enger zuzieht, steuern sie gleichzeitig auf ihre psychischen und physischen Grenzen zu. 

Rezension 

„Lone Survivor“ ist ein vor allem ein akustisches Kino-Highlight! Das optisch unwegsame Schlachtfeld auf Afghanischem Boden, die steilen Abhänge zwischen Bäumen und zerklüfteten Felsen wird nur noch durch den permanenten Beschuss der Feinde übertroffen. Im perfekten Dolby-Digital-Sound jagen dem Zuschauer abwechselnd Kugeln, Granaten und Raketen aus allen Richtungen um die Ohren. Der Kinobesucher indes wird währenddessen unweigerlich zum fünften Soldaten in der Truppe, dessen Lage immer hoffnungsloser wird. 

Direkt nach erster Feindberührung hält Regisseur Peter Berg den Spannungsbogen am obersten Limit, die technische Überlegenheit der Amerikaner verliert sich nach nur wenigen Minuten, der Feind kennt sich auf dem Gelände zehnmal besser aus und verfügt über scheinbar unendliche Reserven. Viele Situationen erinnern an „Black Hawk Down“. Mark Wahlberg und seine Kollegen sind die perfekte Besetzung, als Einheit würden sie in jeder Doku über die Navy Seals durchgehen. 

Der einzige Wermutstropfen in diesem Film sind die zusätzlichen patriotischen „Wir sind Brüder“-Klänge, die sich für den Zuschauer zwangsläufig aus Szenario und Handlung ergeben. Das schmeckt bisweilen zu pathetisch. Wer den geschichtlichen Hintergrund der Tatsachen nicht kennt, auf denen der Streifen basiert, wird zum Ende hin übrigens mit einer alten afghanischen Tradition überrascht. von Michael Denks

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