Mit Hollywood-Besetzung

"Move on": Dieser Thriller läuft nur im Netz

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Einer von den Guten darf Bond-Bösewicht Mads Mikkelsen im ersten Internet-Spielfilm „Move on“ sein.

Bislang hat sich die Filmindustrie durch das Internet bedroht gefühlt. Mit „Move on“ gibt es jetzt den ersten Agententhriller mit Hollywood-Besetzung, der ausschließlich fürs Netz gedreht wurde.

Ein geheimnisvoller silberner Koffer, ein Agent, der ihn durch ganz Europa jagt und eine Schwäche für gut aussehende Frauen hat, ein paar Schießereien: Was nach James Bond und großer Leinwand klingt, läuft derzeit nicht im Kino, sondern im Internet. Filme im Netz waren bislang meist mit wackliger Handkamera gedrehte Amateurstreifen mit Laiendarstellern. Davon ist „Move on“ weit entfernt. Regisseur Asger Leth ist kein Amateur, sondern hat in diesem Jahr schon den Film „Ein riskanter Plan“ mit Sam Worthington („Avatar“) in die Kinos gebracht. Für „Move on“ setzte er ebenfalls auf eine Starbesetzung – und auf die Ideen der Filmfans im Netz.

Denn schon bevor die Dreharbeiten begannen, konnten sich die späteren Zuschauer beteiligen. Welche unerwartete Wendung könnte man noch ins Drehbuch einbauen? An welchem Ort sollte unbedingt einmal ein Film gedreht werden? Mehr als 9000 Vorschläge gingen über die Internetseite www.move-on-film.de ein, wo jetzt nach der Fertigstellung auch der komplette Film kostenlos zu sehen ist. Regisseur Leth nahm rund 400 Anregungen in den Film auf.

Sind Sie ein Kino-Kenner? Die besten Filmzitate

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Bekannte Filmzitate von damals und heute
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Der „Schuh des Manitu“ (2001) von Michael Bully Herbig ist eine Parodie zu Karl Mays Winnetou und entstand aus den Sketchen der Comedy-Sendung „Bullyparade“. Abahachi (Bully) und Ranger (Christian Tramitz) reiten durch die Steppe und sind “mit der Gesamtsituation unzufrieden“. In weiteren Rollen spielen u.a. Rick Kavanian, Sky du Mont und Marie Bäumer. © dpa
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Auch der “Pate“ von Francis Ford Coppola zählt zu den Klassikern in der Filmgeschichte und ist Kult. Das Zitat stammt aus dem ersten Film der dreiteiligen Romanverfilmung aus dem Jahr 1972. In Teil eins spielt Marlon Brando den Mafiaboss Don Vito Corleone. Später wird sein jüngster Sohn Michael Corleone (Al Pacino) sein Nachfolger (Das Bild zeigt eine Szene aus Teil drei) © ap/Paramount Pictures
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Das Zitat stammt aus der Science-Fiction-Trilogie „Zurück in die Zukunft“, deren erster Teil im Jahr 1985 in die Kinos kam. In den Hauptrollen spielen Michael J. Fox als „Marty McFly“ und Christopher Lloyd als „Doc Brown“. © dpa
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„Hasta la vista Baby“: Eines der Top-Zitate in der Filmwelt aus dem zweiten Teil von „Terminator“, der 1991 in die Kinos kam. Mit "Terminator" schaffte Arnold Schwarzenegger seinen Durchbruch im Filmgeschäft. © dpa
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Diese Lebensweisheit stammt von „Forrest Gump“. „Forrest Gump“ ist eine Literaturverfilmung des gleichnamigen Romans von Winston Groom. Das Drama um den geistig zurückgebliebenen Außenseiter (gespielt von Tom Hanks) kam 1994 in die Kinos und wurde mit sechs Oscars ausgezeichnet.
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„Yeah Baby“ kommt in allen drei Teilen der James-Bond-Parodie „Austin Powers“ (1997, 1999, 2002) vor. In der Hauptrolle ist jeweils Mike Myers zu sehen. © dpa
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Diesen Zaubertrick zeigt Heath Ledger als „Joker“ in „Batman the Dark Knight“ aus dem Jahr 2008. Ledger starb kurz nach den Dreharbeiten und wurde posthum mit einem Oscar ausgezeichnet. © ap/Warner Broth. Pictures
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Mit diesem Spruch verführt Richard (Rick) Blaine (Humphrey Bogart:) seine Angebetete Ilsa Lund (Ingrid Bergman). Die Liebesromanze „Casablanca“ ist ein absoluter Klassiker. © dpa
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Das Zitat stammt aus „James Bond - Casino Royale“ (2006). In den Hauptrollen spielen Daniel Craig und Eva Green. © dpa
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Der Tanzfilm „Dirty Dancing“ aus dem Jahr 1987 ist ein Klassiker in der Filmgeschichte. Frances „Baby“ Houseman (Jennifer Grey) verliebt sich in den Tanzlehrer Johnny (Patrick Swayze). © dpa
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So lässt Kevin Costner als Frank Farmer eine Frau in “Bodyguard“ (1992) abblitzen. Frank Farmer ist der Leibwächter von Popstar Rachel Marron (gespielt von Whitney Houston). © Pro Sieben
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Das Zitat verrät auch gleichzeitig den Filmtitel. „Fight Club“ kam 1999 in die Kinos. Edward Norton und Brad Pitt gründen den „Fight Club“, eine Art Selbsthilfegruppe, in der sich regelmäßig Männer treffen um gegeneinander zu kämpfen. © dpa/20th Century
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Der nackte Hetero ist Til Schweiger als Axel in der Komödie „Der bewegte Mann“ aus dem Jahr 1994. (Produzent Bernd Eichinger, Foto). Nachdem Axel von seiner Freundin Doro (Katja Riemann) inflagranti erwischt wird und aus der gemeinsamen Wohnung fliegt, kommt er beim homosexuellen Norbert unter. Verwechslungen und Missverständnisse sorgen für ein höchst amüsantes Chaos. © dpa
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„Yippi ya yeah, Schweinebacke“: Dieses Zitat stammt aus dem Actionfilm „Stirb langsam“ (1988). Bruce Willis spielt den Polizisten John McClane, der zufällig in einen Terroranschlag verwickelt wird und auf eigene Faust gegen die Verbrecher vorgeht. Der Film wurde später mit den Filmen "Stirb langsam 2", "Stirb langsam: Jetzt erst recht" und "Stirb langsam 4.0" fortgesetzt. © dpa
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Die Liebeskomödie aus dem Jahr 1989 dreht sich um die Freundschaft von „Harry und Sally“ (Filmtitel). Harry ist überzeugt, dass Frauen und Männer nie nur befreundet sein können. Die Szene, in der Sally in einem Restaurant einen Orgasmus vortäuscht, ging in die Filmgeschichte ein. © ap
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In der Liebeskomödie „Keinohrhasen“ muss Boulevardreporter Ludo Decker (Til Schweiger) bei seiner früheren Schulkameradin und Kinderhortleiterin Anna Gotzlowski (Nora Tschirner) eine Bewährungsstrafe abarbeiten. Anfangs können sich die beiden nicht ausstehen, was sich im Laufe des Films natürlich ändert... © dpa
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Der Fantasyfilm „Der Herr der Ringe: Die Gefährten“ ist der erste Teil der dreiteiligen Verfilmung des Romans „Der Herr der Ringe“ von J. R. R. Tolkien. Die Geschichte um Hobbit Frodo (Elijah Wood) und seine Begleiter (Gandalf, Aragorn, Sam, Pippin, Merry, Boromir, Legolas und Gimli) kam im Jahr 2001 in die Kinos und wurde ein riesiger Erfolg. © dpa
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In Quentin Tarantinos Action-Zweiteiler „Kill Bill“ spielt Uma Thurman die Killerin Beatrix Kiddo. Nachdem sie schwanger wird, verlässt sie das Attentatskommonado „Tödliche Viper“ und lässt ihren Boss im Glauben, sie sei tot. Kurz darauf spürt das Attentatskommando sie jedoch auf und erschießt bei der Probe von Kiddos Hochzeit die versammelte Gesellschaft. Nach vier Jahren im Koma, beschließt Kiddo sich zu rächen und erstellt eine „Todesliste“. © ap
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„Supercalifragilisticexpialidocious“ ist bekannt aus dem Musical-Film „Mary Poppins“ aus dem Jahr 1964. Das außergewöhnliche Kindermädchen Mary Poppins (Julie Andrews) kann mit aufgespanntem Regenschirm vom Himmel schweben. © dpa
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Diesen Spruch darf sich der Millionär Edward Lewis (Richard Gere) von der Prostituierten Vivian (Julia Roberts) anhören, als sie zusammen in seinem Wagen zum Hotel fahren. Eigentlich soll Vivian nur eine Woche als professionelle Begleiterin bei dem Finanzmogul bleiben, doch es entwickelt sich mehr... „Pretty Woman“, aus dem Jahr 1990 war der Durchbruch für Julia Roberts. Für viele sind die beiden Hauptdarsteller noch heute ein Traumpaar. © dpa
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Die deutsche Komödie „Rossini – oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief“ gehört zu den erfolgreichsten Filmen des Jahres 1997. Im Münchner Restaurant „Rossini“ (der gleichnamige Besitzer wird von Mario Adorf gespielt) trifft sich die oberflächliche Medienszene der Stadt. Darsteller sind u.a. Götz George, Heiner Lauterbach, Jan Josef Liefers, Veronica Ferres oder Gudrun Landgrebe. © dpa
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Dieses Zitat stammt aus einem Film von Quentin Tarantino. In der Gangstergeschichte „Pulp Fiction“ aus dem Jahr 1994 spielen John Travolta, Samuel L. Jackson und Uma Thurman in den Hauptrollen. © dpa
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In der Science-Fiction-Komödie „Spaceballs“ aus dem Jahr 1987 werden die Star-Wars-Filme parodiert. Produzent und Regisseur Mel Brooks tritt auch als Darsteller auf. In weiteren Rollen sind Bill Pullmann als Lone Starr, John Candy als Waldi (er bezeichnet sich als Möter) und Daphne Zuniga als Prinzessin Vespa zu sehen. © Pro Sieben
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Die mit Abstand erfolgreichste Verfllmung des Untergangs der „Titanic“ aus dem Jahr 1997 wurde mit elf Oscars ausgezeichnet. Das Drama von James Cameron ist mit der Liebesgeschichte von Habenichts Jack Dawson (Leonardo DiCaprio) und der Erste-Klasse-Passagierin Rose DeWitt Bukater (Kate Winslet) verflochten. © ap / Paramount Pictures
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Das Zitat stammt aus dem Actionfilm „Last Boy Scout“ aus dem Jahr 1991. Die Hauptrollen spielen Bruce Willis und Damon Wayans. © Pro Sieben
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Die Komödie „Zoolander“ aus dem Jahr 2001 mit Ben Stiller und Owen Wilson in den Hauptrollen, dreht sich um das männliche Model Derek Zoolander, der sich mit Jungspund Hansel rumärgern muss. © dpa
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Monty Python’s „Das Leben des Brian“ (1979) setzt sich mit Figuren und Ereignissen der biblischen Geschichte auseinander. Die Satire stand anfangs wegen des Vorwurfs der Blasphemie in der Kritik.
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Bekannt aus „Apollo 13“. Der Film (1995) ist unter anderem mit Stars wie Tom Hanks, Bill Paxton oder Kevin Bacon besetzt. © dpa
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„Guten Morgen Engel“ - „Guten Morgen Charlie“ ist das Zitat aus der Kultserie „Drei Engel für Charlie“. Im Jahr 2000 gab es eine Neuverfilmung mit Cameron Diaz, Drew Barrymore und Lucy Liu in den Hauptrollen. © dpa/Columbia Tri-Star
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Der knallharte Typ, von dem hier die Rede ist, heißt Rambo. (Das Zitat stammt aus dem 3. Teil) © dpa
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Noch ein Zitat aus dem mehrfach oscargekrönten Fantasyfilm "Herr der Ringe - Die Gefährten". Das Zitat stammt aus der Szene, in der Zauberer Gandalf und die Gefährten in den Minen von Moria auf den Dämon Balrog treffen. © dpa
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Hier sucht Harry Potter in der Bestseller-Verfilmung "Harry Potter und der Stein der Weisen" das Gleis 9 3/4, von dem der Zug ins Zauber-Internat Hogwarts abfährt. © dpa
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In der Komödie "Und täglich grüßt das Murmeltier" erlebt Billy Murray ein und denselben Tag immer und immer wieder. (Das Bild zeigt William Cooper mit Murmeltier Phil in Gobbler's Knob, einem Waldstück bei Punxsutawney, Pennsylvania)

Umsetzen musste sie Mads Mikkelsen, der sich vor allem als Bösewicht im Bond-Film „Casino Royale“ einen Namen gemacht hat. Er spielt in „Move on“ den Agenten, der im Auftrag einer mysteriösen Organisation erst den Inhalt des silbernen Koffers bewachen und ihn später zurückholen muss. Seine Chefin spielt die deutsche Schauspielerin Alexandra Maria Lara. Die Jagd führt durch halb Europa, gedreht wurde unter anderem in Rotterdam, Berlin, Wien und Bratislava. Entstanden ist ein durchaus spannender, sehenswerter Thriller.

Doch wie bringt man Hollywoodstars dazu, in einem Film nur für das Internet mitzuspielen? Und wer finanziert ein solches Projekt mit Dreharbeiten in acht Ländern. Statt eines brüllenden Löwen leuchtet zu Beginn von „Move on“ das magentafarbene Telekom-Logo auf. Der Konzern habe „einen einstelligen Millionenbetrag“ in das Filmprojekt investiert, sagt Sprecher Christian Fischer. Doch davon merkt man nach dem Vorspann nichts mehr. Mads Mikkelsen telefoniert zwar und verfolgt einen Sender im Koffer mit seinem Smartphone, doch vom Telekom-Logo ist nichts zu sehen. Auch VW hat sich an der Produktion beteiligt, dafür fährt der Hauptdarsteller weite Strecken mit einem Volkswagen. Doch das sogenannte Productplacement ist nicht penetranter als in Bond-Filmen, wo auch meist Autos einer Marke gefahren werden und Laptops mit dem Logo des Herstellers auffällig oft im Bild stehen.

„Der Film passt in unsere Werbetradition“, erklärt Fischer. „Wir haben schon häufiger Werbung mit partizipatorischem Ansatz gemacht.“ Vor allem die Identifikation mit Film und Marke sei wichtig. Fischer glaubt, dass das Beispiel durchaus Schule machen könnte und künftig nicht nur große Hollywood-Studios, sondern zunehmend auch Unternehmen in die Filmproduktion einsteigen könnten. „Wir hatten Glück, weil wir Pionierarbeit geleistet haben, Regisseur und Hauptdarsteller hatten Lust auf das Experiment.“

Von Philipp Vetter

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