Kinojahr 2009 - Deutsche Filme Top

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Uli Edel musste ohne einen Oscar nach Hause gehen. Ganz Deutschland war enttäuscht. "Baader Meinhof Komplex" setzte sich am Ende nicht durch.

München - Auch wenn der Film "Baader Meinhoff Komplex" bei der Oscarverleihung leer ausging ist der deutsche Film auf dem Vormarsch und wird sich auf dem Weltmarkt etablieren.

Es war nicht nur eine Feststellung, es klang wie ein Prophezeiung: “Der deutsche Film ist international geworden“, hatte Deutschlands Kulturstaatsminister Bernd Neumann kurz vor der Oscar-Verleihung im Februar in Hollywood verkündet. Und er sollte recht behalten. Zwar ging der als Favorit gehandelte “Baader Meinhof Komplex“ leer aus, dafür hielt am Ende der Berliner Regisseur Jochen Freydank für seinen Kurzfilm “Spielzeugland“ die begehrteste Trophäe der Filmbranche in den Händen.

James Camerons Kinospektakel "Avatar"

Aufbruch nach Pandora Kinostart Avatar
Der Hollywood-Regisseur James Cameron (“Titanic“) prangert mit seinem neuen Film “Avatar“ die jahrtausendelange Missachtung von Urvölkern an. © 2009 Twentieth Century Fox
Aufbruch nach Pandora Kinostart Avatar
In dem Film lebt das menschen-ähnliche Urvolk der Na'vi. © 2009 Twentieth Century Fox
Aufbruch nach Pandora Kinostart Avatar
Sie wohnen auf dem Planeten Pandora im Einklang mit der Natur... © 2009 Twentieth Century Fox
Aufbruch nach Pandora Kinostart Avatar
... bis die Menschen angreifen. © 2009 Twentieth Century Fox
Aufbruch nach Pandora Kinostart Avatar
Vor Jahren wurde Jake Sully schwer verwundet und ist seitdem von der Hüfte abwärts gelähmt. © 2009 Twentieth Century Fox
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Als ihm für ein Projekt das Angebot unterbreitet wird, zum weit entfernten Pandora zu reisen, willigt er schnell ein, um seinem für ihn sinnlos gewordenen Leben zu entkommen. © 2009 Twentieth Century Fox
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Pandora ist reich an dem für den Menschen sehr wertvollen Rohstoff Unobtainium © 2009 Twentieth Century Fox
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Da der Mensch in der Atmosphäre Pandoras nicht existieren kann, wurde ein wissenschaftliches Projekt initiiert, bei dem genetisch manipulierte Hybride aus menschlicher und Na’vi DNA erschaffen wurden: die so genannten Avatare. © 2009 Twentieth Century Fox
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Ein Avatar wird von einem Menschen mental gesteuert, indem das menschliche Gehirn und die Gefühlsrezeptoren über eine spezielle Technologie mit dem Avatar-Körper verbunden sind. © 2009 Twentieth Century Fox
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Leiterin des Projekts ist die Wissenschaftlerin Dr. Grace Augustine (Sigourney Weaver). © 2009 Twentieth Century Fox
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Jake tritt ihr zunächst skeptisch gegenüber. © 2009 Twentieth Century Fox
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Während Jakes Erkundigungen auf Pandora trifft er die junge und schöne Na’vi Frau Neytiri (Zoe Saldana). © 2009 Twentieth Century Fox
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Sie fasziniert ihn sofort. Durch sie lernt er nach und nach das Leben und die Kultur der Na’vis kennen. © 2009 Twentieth Century Fox
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Doch je mehr Zeit Jake mit den Na’vis verbringt, desto mehr gerät er in einen Konflikt, mit sich selbst und mit seiner Außenwelt. © 2009 Twentieth Century Fox
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Er muss sich entscheiden, auf wessen Seite er steht. © 2009 Twentieth Century Fox
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Es beginnt ein Kampf, der über das Schicksal einer ganzen Welt entscheidet. © 2009 Twentieth Century Fox
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Neytiri (Zoe Saldana). © 2009 Twentieth Century Fox

Und überhaupt kam im Jahr 2009 kein internationales Festival ohne deutsche Beteiligung aus. Die Filmverleiher und Kinobetreiber freuten sich derweil über Blockbuster wie “Ice Age 3“, “Harry Potter und der Halbblutprinz“ und James Camerons “Avatar - Aufbruch nach Pandora“, der sich innerhalb von nur zwei Wochen bis zum Jahresende immerhin auf Rang elf der deutschen Kinocharts katapultierte. Mehr als 2,3 Millionen Menschen wollten den 3D-Science-Fiction-Film seit seinem Kinostart am 17. Dezember sehen. Klare Favoriten der Kinogänger im Jahr 2009: die Familienfilme - und die möglichst computeranimiert oder noch besser in 3D - wie der Spitzenreiter “Ice Age 3 - Die Dinosaurier sind los“. Mehr als 8,7 Millionen Menschen sahen die neuen Abenteuer um Mammut Manni, seiner Frau Ellie und Faultier Sid.

Weit abgeschlagen das inzwischen sechste Potter-Abenteuer. “Harry Potter und der Halbblutprinz“ schauten sich rund 6,1 Millionen in den Kinos an. Spitzenreiter unter den deutschen Filmen war “Wickie und die starken Männer“ von Michael “Bully“ Herbig (knapp 4,9 Millionen Zuschauer), der damit die beliebte Zeichentrickfigur zu neuem Leben erweckte und auch die Mittdreißiger in die Kinos lockte, die dann in Kindheitserinnerungen schwelgen konnten. Zum absoluten “Erfolgsjahr“ dürfte Produzent, Regisseur und Schauspieler Til Schweiger das Jahr 2009 verbuchen.

Zwar ging sein “Keinohrhase“ Anfang des Jahres nicht in das Rennen um den Goldenen Bären bei der Berlinale, doch knackten gleich mehrere seiner Filme die magische Grenze von einer Million Zuschauern - allen voran “Zweiohrküken“. In nur gut drei Wochen wollten 2,9 Millionen Menschen die Fortsetzung von “Keinohrhasen“ sehen und verschafften der Komödie damit noch zum Jahresende den achten Rang in den deutschen Charts. “Männerherzen“ (Regie Simon Verhoeven) mit Schweiger lockte immerhin knapp 2,1 Menschen in die Kinos, ebensoviele schauten sich Quentin Tarantinos Nazi-Satire “Inglourious Basterds“ an, in der auch Schweiger mitspielte.

Die Päpstin: Das Leben einer außergewöhnlichen Frau

Bis heute stellt sich die Frage ob Johanna die einzige Frau war, die sich gegen die Koventionen aufgelehnt hat und verkleidet als Mann durchs Leben gehen musste, um ihr Ziel zu erreichen. © dpa
Verbotene Liebe im Geheimen. Johanna und Gerold ( David Wehnam). Am Ende muss sie sich entscheiden. Bekennt sie sich zu der Liebe mit Gerold bedeutet das ihr Ende als Johannes Anglicus.  © dpa
Priesterweihe von Johannes Anglicus ( Johanna Wokalek) © dpa
Aus Johanna wird Johannes. © dpa
Filmplakat des Films. Bei der Weltpremiere in Berlin waren die Kritiker begeistert. © dpa
Eine dunkle Zeit für Frauen. Verdammt dazu ein trostloses, kurzes Leben als „Gebärmaschine“ zu führen. Ohne Recht auf Bildung. Damit wollte Johanna sich nicht abfinden. © dpa
Johanna erreichte, wovon andere Frauen bis heute träumen, im tiefsten Mittelalter wurde sie Papst. © dpa
Papst Sergius (John Goodman) er war ein Gönner von Johann(a)es. © dpa
Bis heute leugnet die katholische Kirche offiziell die Existenz eines weiblichen Papstes. Viele historische Hinweise sprechen dafür. Ob Johanna alleine da stand ist bis heute nicht bekannt. © dpa
Titelaufmacher des Films © Constantin Film
Kloster im Mittelalter. © Constantin Film
In ständiger Angst vor einer Entdeckung. © Constantin Film
„Bruder Johannes“ gemeinsam mit dem Papst. © Constantin Film
Ein hoher Preis um Wissen zu erlangen. © Constantin Film
Johanna als Papst. © Constantin Film
Frauen waren im Mittelalter rechtlos. Hier hatten die Männer das sagen. © Constantin Film
Johanna mit ihrer Mutter. © Constantin Film
Schon als Kind konnte Johanna lesen. © Constantin Film
Gerold mit seinen Männern. © Constantin Film
Kaiser Lothar. © Constantin Film
Johanna mit ihrem Bruder, dessen Identität sie übernahm. © Constantin Film
Heilige Handlung. © Constantin Film
Der schwere Weg.... © Constantin Film
...zum mächtigsten Amt der Welt. © Constantin Film
Schlachtszenen. © Constantin Film
Auf der Wanderschaft. © Constantin Film
Johanna und Gerold. Wird die LIebe ihr zum Verhängnis? © Constantin Film
Finsteres Mittelalter. © Constantin Film
Johanna am Grab des Bruders. © Constantin Film
Dreharbeiten zum Film. © Constantin Film

Dabei überschritten zahlreiche andere Filme mit deutscher Beteiligung die Millionenmarke - darunter “Die Päpstin“, “Der Vorleser“ (Oscar für Kate Winslet als bester Hauptdarstellerin), die “Buddenbrooks“ und “Horst Schlämmer - Isch kandidiere“. Erstaunlicherweise schnitten die Filme, die mit großem Getöse angekündigt wurden, in der Gunst des Publikums gar nicht so gut ab. Horst Schlämmer (1,3 Millionen Zuschauer) beschäftigte zwar über Wochen und Tage Nachrichtensender und Feuilletons, war letztendlich dann aber in Spielfilmlänge doch nicht ganz so witzig.

"New Moon": Zweiter Teil der "Twilight"-Saga

Darum geht es in „New Moon“, dem zweiten Teil der „Twilight“-Saga: Endlich scheinen Bella und ihr geliebter Vampir Edward glücklich vereint, da gerät im zweiten Band der Saga ihre neue schöne heile Welt aus den Fugen. © Concorde Filmverleih
Mädchen-Schwarm Robert Pattinson alias Edward sieht sich gezwungen, seine Bella (Kirsten Stewart) zu verlassen, weil er meint, sie nur so vor sich und vor allem seiner Vampir-Familie schützen zu können. © Concorde Filmverleih
Bis beide am Ende zum nächsten (vorläufigen) Happy End finden, muss Bella ein tiefes Jammertal durchschreiten. Einzig ihr Jugendfreund Jakob Black (Lautner und damit Mädchen-Schwarm Nummer 2 des Films) schafft es, sie zumindest zeitweise aus ihren Depressionen zu befreien. © Concorde Filmverleih
Doch was muss Bella feststellen: Nicht nur ihre große Liebe Edward ist kein normaler Mensch. Auch der Indianerjunge Jakob ist inzwischen eine Art Monstrum geworden, das sich zunächst eben wegen seiner Abartigkeit auch von ihr zurückziehen will. © Concorde Filmverleih
Dabei ist er im Gegensatz zu den potenziell Menschen mordenden Vampiren ein “gutes Monster“, nämlich eine Art Werwolf, der sich nur zu dem einen Zweck in die vierbeinige Beste verwandelt, um Menschen eben vor den “kalten Wesen“, wie Edward einer ist, zu beschützen. Bella ist - soviel weiß die Fangemeinde seit dem ersten Band beziehungsweise dessen Verfilmung - ja schon lange klar, dass sie nicht ganz normal sein kann. © Concorde Filmverleih
Schließlich kann Edward die Gedanken von allen Menschen hören, nur ihre nicht. Entsprechend ist sie nicht sonderlich erstaunt, als sie Jakobs Rätsel löst, was wiederum dazu führt, dass sie Zugang zu seiner Gruppe erhält. © Concorde Filmverleih
Schließlich kann Edward die Gedanken von allen Menschen hören, nur ihre nicht. Entsprechend ist sie nicht sonderlich erstaunt, als sie Jakobs Rätsel löst, was wiederum dazu führt, dass sie Zugang zu seiner Gruppe erhält. © Concorde Filmverleih
Weil sie sich aber laufend in riesige Werwölfe verwandeln und außerdem eine übernatürlich hohe Körpertemperatur haben, laufen sie meist mit nacktem Oberkörper herum. © Concorde Filmverleih
Die Zuschauer - wohl wiederum wie im der Verfilmung des ersten Bandes meist Zuschauerinnen - bekommen also eine heftige Dosis durchtrainierte Sixpacks zu sehen. © Concorde Filmverleih

Die beiden Blutsauger-Romanzen “Twilight - Biss zum Morgengrauen“ und “New Moon - Biss zur Mittagsstunde“ ließen Teenager in Scharen in Ohnmacht fallen ob des schnuckeligen Vampirs Edward (Robert Patterson), im Ranking aber kamen sie gerade mal auf Platz neun und sechs. Den von Studio Babelsberg produzierte Tom-Cruise-Film “Operation Walküre - Das Stauffenberg-Attentat“ wollten gerade mal 1,3 Millionen Zuschauer sehen. Oftmals waren es die stillen Filme und Schauspieler, die von sich reden machten - häufig auch mit deutscher Beteiligung. Allen voran “Das weiße Band“ von Michael Haneke. Der Regisseur und Drehbuchautor gewann nicht nur die Goldene Palme in Cannes, sondern auch den Europäischen Filmpreis, zwei der wichtigsten Auszeichnungen des Jahres.

Haneke, 1942 in München geboren, ist zwar Österreicher und hat zuletzt vor allem in Frankreich gedreht, aber sein anspruchsvolles neues Werk ist eine deutsche Produktion. Mit deutschen Schauspielern an Schauplätzen in Ost- und Norddeutschland erzählt “Das weiße Band“ von den übersteigerten konservativen und christlichen Werten am Ende des Wilhelminischen Zeitalters. Sein Film ersetzt etliche Seminare in Soziologie, Geschichte und Pädagogik. Das in Schwarzweiß gedrehte Drama ist von deutscher Seite auch zur Nominierung für den Oscar vorgeschlagen worden. Auch der türkischstämmige Regisseur Fatih Akin aus Hamburg sorgte international für Furore: Er gewann für seine Komödie “Soul Kitchen“ bei den ältesten Filmfestspielen in Venedig den Preis der Jury, Tom Tykwers erster Film für ein US-Studio “The International“ eröffnete die Berlinale und Tarantino setzte in “Inglourious Basterds“ neben Til Schweiger gleich auf eine ganze Reihe weiterer deutscher Top- Schauspieler wie Diane Kruger, Daniel Brühl und Martin Wuttke. Und der Österreicher Christoph Waltz, als Charakterdarsteller aus deutschen Fernsehfilmen bekannt, bekam für seine Darstellung des Obersts Hans Landa den Preis als bester Hauptdarsteller in Cannes.

Disney-Zeichentrick: „Küss den Frosch“

Mitten im „Bayou“, den Sümpfen von New Orleans geht es recht lustig zu. © Disney Buena Vista
New Orleans - das ist Jazz, das ist pure Lebenslust. Prinz Naveen ist schwer beeindruckt. © Disney Buena Vista
Ray ist ein schwer verliebtes Glühwürmchen. Sein Herz gehört „Evangeline“ einem leuchtenden Stern am Himmel. © Disney Buena Vista
Dr. Facilier hat dunkle Pläne mit Prinz Naveen. © Disney Buena Vista
„Frosch“ muss lernen mit der Zunge umzugehen. © Disney Buena Vista
Mama Odie, eine „weiße Voodohexe“: Sie ist das Pendant zu dem bösen Dr. Facilier © Disney Buena Vista
Soll ich oder nicht?! Tiana kostet es viel Überwindung Naveen zu küssen. © Disney Buena Vista
In den Sümpfen von New Orleans wird es romantisch. © Disney Buena Vista
Louis (Anlehnung an Louis Armstrong) ist ein begnadeter Jazz-Trompeter. Dumm nur, dass er ein Krokodil ist. © Disney Buena Vista
Auch als Frosch zeichnet sich Prinz Naveen nicht durch seinen Fleiß aus. © Disney Buena Vista
New Orleans ist pure Lebenslust. © Disney Buena Vista
Tiana mit ihren Eltern. Vorurteile gegen die schwarze Bevölkerung, Anfang des 20. Jahrhunderts in den USA, werden nur am Rande behandelt. © Disney Buena Vista
Ein Stern erfüllt alle Wünsche, Tiana glaubt fest daran. © Disney Buena Vista
Tiana - Die Figur ist Geschichtsträchtig, sie ist Disney´s erste, schwarze Prinzessin. Die Vermarktung läuft schon an, demnächst gibt es eine Tiana-Barbie von Mattel. © Disney Buena Vista

Schon vor den Jahresabschlüssen und endgültigen Zahlen rechnen die Experten mit einem Plus für die deutsche Filmwirtschaft. Die großen Kinoketten verkündeten ohnehin unlängst einen Boom dank der 3D- Technik, die zu höheren Eintrittspreisen führt. Dazu gehört ohne Zweifel Camerons Film “Avatar“, der als Meilenstein der Filmgeschichte gilt und wohl das Kinoerlebnis revolutionieren wird. In den USA verschaffte der Science Fiction den Kinos zu Weihnachten das beste Wochenendergebnis aller Zeiten.

Prophezeiungen: Wann die Welt untergehen sollte

Weltuntergang Katastrophe
Mit dem Katastrophenfilm „2012“ bringt Regisseur Roland Emmerich erneut den drohenden Weltuntergang auf die Leinwand.  © dpa
Weltuntergang Katastrophe
Katastrophale Szenarien in „2012“ zeigen die anstehende Apokalypse im Jahr 2012. Doch glaubt man den ganzen Prohezeiungen, hätte die Welt schon längst untergehen müsssen. © Verleih
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Die Angst um ein bevorstehendes Weltende gibt es schon seit Menschengedenken. Laut Offenbarung des Johannes bebte bereits die Erde und die Sterne fielen vom Himmel. © dpa
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Astronomen glaubten im Jahr 1169 in einer Planetenkonstellation das Weltende erkennen zu können. © dpa
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So sah es auch der Astronom Johannes von Toledo im Jahr 1186. Nach seiner Prophezeiung brach in Europa eine Massenhysterie aus. Der Kaiser von Byzanz etwa ließ alle Fenster seines Palastes zumauern. © dpa
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Die Stellung verschiedener Planeten veranlasste sogar 20.000 Londoner, aus der Stadt auf die umliegenden Berge zu fliehen. Denn am 1. Februar 1524 sollte eine Sintflut London zerstören. © dpa
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In Sachen Weltuntergang hatte auch Martin Luther ein Wörtchen mitzureden. Gleich dreimal sagte er das Ende der Welt voraus, nämlich für die Jahre 1532, 1538 und 1541. Danach gab er auf. © dpa
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Die Angst vor katastrophalen Flutwellen wie in dem Film “The Day After Tomorrow„ geisterte auch im Jahre 1666 herum. Nach Angaben von Mathematikern sei die Zahl die Summe aus der apokalyptischen 1000 und der satanischen 666. © Verleih
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Viele setzten den Weltuntergang mit der Auferstehung Christi gleich. So verkündete eine Wahrsagerin, dass sie im Jahr 1814 den Messias zur Welt bringen würde. Nach der Geburt sollte das Ende anstehen. Ihre Anhänger würden überleben, sie starb zehn Tage nach der Geburt. © dpa
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Zahlreiche Theologen errechneten mit Hilfe der Bibel den Tag des Jüngsten Gerichts. Am 21. März 1843 um Mitternacht, am Frühligsanfang, würde die Welt untergehen, denn da habe sie begonnen. © dpa
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Wieder um Mitternacht, nur einige Jahrzehnte später, sollte die nächste Prophezeiung wahr werden. Im Mai 1910 näherte sich der Halleysche Komet der Erde. Massenpanik brach aus. Hunderte Menschen begingen Selbstmord. © dpa
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Panik und Flucht ist typisch bei solchen schauerlichen Prophezeiungen. Nicht selten verschenken Verzweifelte ihr Hab und Gut oder versuchen, die letzten Tage zu genießen.... © dpa
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....oder zu beten.  In Oklahoma musste die Polizei sogar ein Mädchen vom Altar einer Sekte retten, die ihren Gott mit einem Menschenopfer zu besänftigen versuchten. © dpa
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Der kalifornische Pastor Mihran Ask behauptete, dass im Januar 1957 der große Kampf zwischen Gut und Böse stattfinden würde. Millionen von Menschen sollten verbrannt und die Erde versengt werden. © dpa
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Hippie-Kultur Charles Manson war fest davon überzeugt, dass die „Beatles“ die Engel der Apokalypse seien. Sein Fazit: Die Welt geht im Jahre 1969 unter. © dpa
Weltuntergang Katastrophe
Eine Flutkatastrophe sah der Guru Bhagwan Shree Rajneesh vorher. Die Weltstädte Tokyo, New York, San Fransisco, Los Angeles und Bombay sollten zwischen 1984 und 1999 zerstört werden. © dpa
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Berühmt für seine Prophezeiungen: Nostradamus. Er sagte für Juli 1999 den Weltuntergang voraus. © dpa
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Das Datum 9.9.1999, 9 Uhr verängstigte die Mitglieder einer indonesischen Sekte. Um der Apokalypse zu entgehen, schlossen sie sich neun Tage lang in ihren Häusern ein. © dpa
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Tierisch war die Prophezeiung in einem Armenviertel in Peru. Die Geburt eines dreibeinigen Entenkükens war ein Zeichen für den Weltuntergang im Jahr 2000. © dpa
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Das Millennium sollte für viele das Ende der Welt bedeuten, etwa für den Physiker und Mathematiker Sir Isaac Newton. © dpa
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Zahlreiche Astronomen glaubten, dass Ende Mai 2000 der Stern von Betlehem zurückkehren und somit ein Schreckensereignis eintreten würde. © dpa
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Die Szenarien eines Weltuntergangs sind zahlreich. Etwa Zerstörungen durch Außerirdische, Roboter oder die Menschen selbst gehören dazu... © dpa
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...oder Naturkatastrophen wie Stürme, Flutwellen.... © dpa
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...oder Vulkanausbrüche. © dpa
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Kometeneinschläge oder eine Supernova lösen nicht nur Angst und Schrecken aus,... © dpa
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...sondern auch Verzweiflung und Trauer. © dpa
Weltuntergang Katastrophe
Der 21. Dezember 2012 ist der nächste Termin des Weltuntergangs. Das haben die Maya berechnet, denn da endet ihre Zeitrechnung. Sollte die Apokalypse nicht einteten - die nächste könnte nach Ansicht diverser Sekten 2076 anstehen. © dpa

Auch Roland Emmerichs Weltuntergangsepos “2012“ (bisher immerhin 3,19 Millionen Zuschauer in Deutschland) dürfte weiter für Rekordzuschauerzahlen sorgen und gilt zudem als aussichtsreicher Oscar-Kandidat. Und der Neuseeländer Peter Jackson, der 2004 mit “Herr der Ringe“ elf Oscars gewann, bringt das Drama “In meinem Himmel“ nach dem Roman von Alice Sebold in die Kinos und wird ebenfalls als Favorit gehandelt.

dpa

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