"Je mehr Sie zu sehen glauben, desto einfacher ist es, Sie zu täuschen!"

Der Kreisboten-Kinotipp: "Die Unfassbaren"

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Die „Four Horsemen“ lassen die Grenzen zwischen Realität und Zauberei verschwimmen und bereiten dem Kinopublikum damit ein buchstäblich „magisches“ Filmerlebnis.

Magisches Filmerlebnis oder fauler Zauber? Unser Filmexperte Michael Denks wollte es genau wissen, hat sich den aktuellen Streifen "Die Unfassbaren" mit Stars wie Woody Harrelson oder Isla Fisher für unsere Leser schon einmal angesehen und ist dem mitreißenden Charme der Story erlegen.

Die faszinierende und verführerische Welt professioneller Illusionisten bildet den funkelnden, glanzvollen Hintergrund für Regisseur Louis Leterriers neuen Thriller „Die Unfassbaren“, der aktuell in den deutschen Kinos läuft. Der große Überraschungserfolg aus den USA soll eine Liebeserklärung an die Kunst der Magie sein. Produzent Cohen ist sicher, dass das dieses Thema bei den meisten Menschen instinktiv zweierlei Reaktionen auslöst: „Auf der einen Seite wollen wir verblüfft werden, auf der anderen Seite aber auch wissen, wie ,sie’ es gemacht haben. Wir haben uns oft darüber unterhalten, wie wir diese beiden Aspekte am besten in einen Film einbauen könnten.“ 

Es steht außer Frage: „Die Unfassbaren“ haben bereits an den Kinokassen ein echtes Kunststück abgeliefert, und auch das deutsche Publikum wird diesem Zauber bestimmt erliegen. 

Inhalt 

Wie raubt man eine Bank aus, ohne selbst anwesend zu sein? Ganz einfach: Man ist Magier und lässt die Dinge für sich arbeiten. Ganz so simpel ist es dann allerdings doch nicht, denn das Illusionisten-Quartett „The Four Horsemen“ (Jesse Eisenberg, Woody Harrelson, Isla Fisher, Dave Franco) verblüfft das Publikum in seinen Live-Shows nicht zuletzt mit jeder Menge High-Tech. Bereits der erste Auftritt der vier in Las Vegas ist spektakulär: Sie lassen einen Zuschauer verschwinden und Sekunden später in einem Banktresor in Paris wieder auftauchen. Dort lösen sich vor seinen Augen mehrere Millionen Euro in Luft auf und prasseln als plötzlicher Geldregen in Robin-Hood-Manier im Zuschauersaal nieder. Reine Illusion – oder was steckt dahinter? FBI-Agent Rhodes (Mark Ruffalo) und seine französische Interpol-Kollegin Alma Dray (Mélanie Laurent), sollen die Truppe stoppen und stehen vor einem großen Rätsel. Erst Bradley (Morgan Freeman), der mit dem „Entzaubern“ von Illusionen gutes Geld verdient, gibt Hoffnung auf eine Lösung des Rätsels. Doch längst planen die „Horsemen“, die ihren Verfolgern immer einen Schritt voraus sind, einen weiteren sensationellen Coup. Dieser wird sie endgültig zur Legende machen, ihre wahren Motive enthüllen und rücksichtslosen Manipulatoren, die glauben, alles kontrollieren zu können, eine bittere Lektion erteilen… 

Rezension 

Das genialste und schönste Blendwerk des Jahres! Wie bei einer russischen Matrjoschka entblättert Regisseur Louis Leterrier in seiner großen Show eine Figur nach der anderen. Ist ein Rätsel gelöst, tauchen plötzlich zwei neue auf. Dabei gewinnt der Streifen zunehmend an Dynamik und Geschwindigkeit, die Polizei torkelt überfordert von einer Ecke in die andere – was sehr zur guten Laune aller Zuschauer beiträgt. Die vier magischen „Reiter“ dominieren dabei weniger durch ihre Charaktere als durch ihre Handlungsweisen und ihren mitreißenden Charme. Selbstverständlich kann man sich die kritische Fragen stellen,ob die Handlung vielleicht „überinszeniert“ und „gegen physikalische Regeln der üblichen Er- zählstruktur konstruiert“ ist… Vielleicht. Aber wenn ein Film diese Konventionen brechen darf, dann dieses wunderbare Abenteuer der Magie. Feuerwerk gehört zum Showbusiness. Und die Zauberei zeigt ihr schönstes Gesicht hinter der undurchsichtigen Maske einer nicht erklärbaren Illusion. Sie ist die Zwillingsschwester des Filmemachers, dessen Bilder-Kunst den Zuschauer betören und einfangen will. Die leidlichen Verlierer des Films sind jedenfalls all jene, die noch Stunden nach diesem magischen Kino-Abend kleingeistig und spießig nach Film-Fehlern fahnden. von Michael Denks

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