Im zweiten Teil der Verfilmung von Tolkiens "Hobbit" werden weitere Bestmarken gesetzt

Der Kreisboten-Kinotipp: "Der Hobbit – Smaugs Einöde"

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Die Fans können sich freuen: Legolas (Orlando Bloom) schwingt wieder seinen Bogen. Ihm zur Seite steht die Elbin Tauriel (Evangeline Lilly).

Hier öffnet sich nicht nur ein Türchen am Adventskalender, sondern Regisseur Peter Jackson öffnet in diesem Dezember mit dem zweiten Teil der "Hobbit"-Verfilmung "Smaugs Einöde" ein neues Tor in die Welt von Mittelerde. Unser Filmkritiker Michael Denks hat sich für Sie schonmal vorgewagt.

Es gibt Menschen, die feiern Weihnachten schon früher. Denn wenn der „Herr der Ringe“ persönlich – Regisseur Peter Jackson – nunmehr zum zweiten Mal in sein Tolkien-Reich Mittelerde einlädt, hat alles lange Warten ein Ende. Für wahre Fans kann es keinen schöneren Dezember-Tag geben, soviel steht fest. „Der Hobbit“ setzt seit letztem Donnerstag die „unerwartete Reise“ (Teil 1) in den Kinos fort, satte drei Stunden voller hab- und machtgieriger Zwer- ge, wütender Orks und düsteren Waldelben stehen dem Kinobesucher bevor. 

Dazwischen darf ein Zauberer nicht fehlen! Die beliebte Figur Gandalf lenkt die magischen Geschicke seit der ersten Stunde. Und die liegt schon eine gute Zeit lang zurück: Immerhin sind seit der ersten „Klappe“ über zehn Jahre vergangen. 2001 stürzten sich „Die Gefährten“ in ihr erstes „Herr der Ringe“-Abenteuer. Damals setzte Jackson mit dem Beginn seiner Trilogie völlig neue Maß- stäbe im Fantasy-Bereich, und das nicht nur technisch. Der Roman, der jahrzehntelang als unverfilmbar galt, wurde mit einmal „zum wahren Leben“ erweckt. Für diese einmalige Leistung waren hunderte Künstler aus allen Branchen gefordert, ob Maske, Szenenbild, Ausstattung und vieles mehr. Trotz dieser Legion an guten Zutaten brauchte es zum guten Schluss das richtige Auge und das Ohr für ein perfekt ausgewogenes Konzert der Sinne. Komponist Howard Shore tat dazu sein Übriges. Im Dezember 2014 beendet „Tolkiens Erbe“ Peter Jackson seine zweite Trilogie mit dem letzten Teil des Hobbits … was für ein Weihnachten feiern wir danach? 

Inhalt 

Kaum sind Bilbo Beutlin (Martin Freeman) und seine tapferen Zwergen-Freunde den Orks aus dem ersten Teil entkommen, versperrt eine neue Hürde den Weg zum „Einsamen Berg“. Der große Düsterwald liegt nicht nur unheilvoll im Weg, er beherbergt auch die Waldelben, die – anders als ihre Verwandten in Bruchtal – eine recht raue Gangart in Mittelerde anschlagen. Deren undurchsichtiger Fürst des Waldes ist Thranduil (Lee Pace), der Vater von Legolas (wieder mit dabei: Orlando Bloom). Angeführt von Thorin Eichenschild (Richard Armitage) müssen die Zwerge noch einige alte „Missverständnisse“ mit den Elben klären, bevor man den Weg auf (nicht ganz) gewohnter Marsch-Route fortsetzten kann. 

Selbstverständlich darf der graue Zauberer Gandalf (Ian McKellen) bei diesem Abenteuer kräftig mitmischen, doch seine Wege führen ihn diesmal vor allem nach Dol Guldur, dem Sitz der Ringgeister und Ursprung allen Ork-Übels. Dort trifft er auf einen übermächtigen Gegener. Aber noch ein gefährlicher Rivale setzt sich langsam in Bewegung. Smaug, der feuerspeiende Drache, ist aus seinem viele Jahrzehnte andauernden Schlaf erwacht. Dass er danach als erstes eine Hobbit riecht, passt ihm gar nicht in die Nase. 

Rezension 

Der Zuschauer wird von Mittelerde förmlich „verschluckt“. Stufenlos greift Peter Jackson den Faden von Teil 1 wieder auf, die Gefährten haben immer noch den „Einsamen Berg“ und die darin schlummernden Schätze vor Augen. Unterwegs blockieren wieder übergroße Orks jede Weggabelung und sorgen für den actionreichen Teil der Geschichte. Peter Jackson hat sich die Freiheit genommen, die Geschichte viel weiter auszudehnen, als es bei Tolkiens Buchvorlage der Fall war. Das könnte eifrigen Verfechtern einer werkstreuen Literatur-Verfilmung aufstoßen, doch der Regisseur ist mit Mittelerde und seinen Legenden über die Grenzen hinausgewachsen. Er hat nicht nur die Courage, sondern auch den kreative Geist für solch große Erweiterungen. 

Mit Sicherheit spielen auch die Fan-Herzen eine große Rolle. So darf eine beliebte Figur wie Legolas mit ins Geschehen eingreifen, ohne den grundsätzlichen Pfad, auf dem Tolkien wandelte, wirklich zu ändern. Allerdings sieht man Orlando Bloom die zehn Jahre Altersunterschied zum „Herrn der Ringe“ deutlich an – mehr, als es für einen ewig jungen Elben gut ist. Das mindert jedoch keineswegs seinen Kampfgeist. Bezüglich optischer „Highlights“ könnte man überall anfangen aufzuzählen, doch wirklich atemberaubend sind die Szenen im Inneren des Berges, wenn Drache Smaug sein Auge und seine Flügel öffnet. Neben der exzellenten 3D- Wiedergabe werden übrigens auch dem Kino-Laien der starke Kontrast und die extreme Bildschärfe ins Auge stechen. 

Dies nur als Hintergrundinfo: Jackson drehte seinen „Hobbit“ mit 48 Bilder pro Sekunde, der sogenannten „High Frame Rate“ (kurz: HFR), also mit der doppelter Bildanzahl als den sonst üblichen 24 Bildern pro Sekunde. Bei dem hohen Tempo, welches das Abenteuer vorgibt, bremst das Drehbuch an taktisch sinnvollen Stellen geschickt ab und verleiht vor allem den Figuren in diesen Szenen viel Tiefe. Besonders der Drache Smaug erweist sich als böser, heimtückischer und vor allem eitler Zeitgenosse, dessen Zorn vor allem eines entfachen wird: Viel Ungeduld bis Dezember 2014. von Michael Denks

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