Die pensionierten Ex-Agenten sorgen wieder für Action, Spannung und Humor

Der Kreisboten-Kinotipp: R.E.D. 2

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Han (Byung-Hun Lee) und Frank (Bruce Willis) auf tödlicher Mission.

Wer ist der beliebteste Senior Hollywoods? Natürlich Bruce Willis: Man kann einfach nicht genug davon bekommen, wie er den "Bösen" in seinen Filmen immer noch gehörig einheizt. Kein Wunder, dass das Motto seines neuesten Streifens "R.E.D. 2" lautet: "Noch.Älter. Härter. Besser." Ob Bruce es wirklich immer noch drauf hat, hat sich Filmexpertin Sandy Kolbuch für Sie angeschaut.

2010 überraschte Robert Schwentke mit seiner Action-Komödie „R.E.D. – Älter, Härter, Besser!“. In den Fokus stellte er eine Gruppe ehemaliger Spione älteren Semesters, die durch ihr geheimes Wissen zu dem Top-Angriffsziel der Agency wurden. Nun kehren die pensionierten Ex-Agenten Frank (Bruce Willis), Marvin (John Malkovich) und Victoria (Helen Mirren) zurück auf die Kinoleinwand und setzen ihre jahrelange Erfahrung ein, um die größte Verschwörungs- und Vertuschungsaktion der Regierungsgeschichte aufdecken. Für die Fortsetzung der Action-Komödie nimmt Dean Parisot auf dem Regiestuhl Platz. Mit der actiongeladenen und zugleich humorvollen Fortsetzung erlebt der Zuschauer gelungene Unterhaltung. 

Inhalt 

Marvin Boggs (John Malkovich) versucht, seinen pensionierten CIA-Kollegen Frank Moses (Bruce Willis) für eine knifflige Mission zu rekrutieren. Sarah (Mary-Louise Parker) wittert ihr größtes Abenteuer, doch ihr Lebensgefährte lehnt entschieden ab. Wenig später muss Moses mit ansehen, wie Boggs ums Leben kommt. Während der Beerdigung wird Moses dann auch noch vom FBI festgenommen, weil er in Zusammenhang mit der vor 25 Jahren unter ungeklärten Umständen verschwunden Nuklearwaffe „Nightshade“ steht. Das Verhör gerät außer Kontrolle, als seine Kidnapper einem tödlichen Attentat zum Opfer fallen. Und es wird immer mysteriöser: In letzter Minute taucht der totgeglaubte Boggs auf und bringt seinen Kollegen in Sicherheit. Gemeinsam versuchen die Männer nun, hinter das Geheimnis von „Nightshade“ zu kommen. 

Die ehemalige Top-Agentin Victoria (Helen Mirren) lässt sich nicht zweimal bitten, um ihren ehemaligen Kollegen zur Unterstützung zu eilen. Während der actiongeladenen Verfolgungsjagd über Genua, London und Moskau müssen sich die Ex-Spione in Acht nehmen. Eine ganze Reihe von Spezialagenten und Terroristen sind ihnen auf der Spur, um sie zu töten – und nebenbei die Nuklearwaffe in die Hände zu bekommen. 

Auch Moses’ Ex-Geliebte Katja (Catherine Zeta-Jones) und Bailey (Antony Hopkins) scheinen ein doppeltes Spiel zu spielen. Nun müssen sich die in die Jahre gekommenen CIA-Agenten etwas einfallen lassen, um heil aus dieser Geschichte herauszukommen. 

Rezension 

Rasante Verfolgungsjagden, brenzlige Schusswechsel und elektrisierende Szenen sorgen für den erwarteten Actionpegel. Nebenbei darf aber auch der unterschwellige Humor nicht fehlen, der schon wie beim ersten Teil durchaus gelungen ist. Vor allem John Malkovich („The Virus“) kann mit seiner paranoiden Figur, die über tödliche Fähigkeiten verfügt, für den gewissen Unterton und zusätzliche Explosivität sorgen. 

Erneut müssen sich die Figuren in Ausnahmesituationen zurecht finden und einen kühlen Kopf bewahren. Sprengbomben müssen entschärft, Verfolger eliminiert und Hubschrauber notgelandet werden. Das rasante Tempo macht eine gelegentliche Atempause für das Publikum fast unmöglich. Helen Mirren („Die Queen“) als Ganovenbraut ist einfach nur herrlich anzusehen. Wenn sie ihren Komplizen scheinbar das Handwerk legt und letzten Endes doch mit allen verbündet ist, stellt sie eine undurchsichtige Maskerade zur Schau, die durchweg unterhalten kann. 

Bruce Willis („Stirb langsam“) als CIA Agent meistert souverän und in gewohnt knallharter Manier seine Actionszenen und lässt zwischendurch seinen weichen Kern erkennen. Catherine Zeta-Jones („Broken City“) entpuppt sich als personifiziertes Kryptonit und kann mit einigen wenigen Szenen punkten, die ihr gut stehen. Insgesamt bleibt sie aber hinter ihren Möglichkeiten zurück. Nicht zuletzt ist auch Antony Hopkins („Hitchcock“) mit von der Partie, der als vergesslicher Professor noch das ein oder andere „Ass“ im Ärmel versteckt hat und so die Geschichte vorantreibt. 

Sonderlich logisch ist die Handlungen nicht, aber dennoch unterhalten alle Sequenzen durchweg gut. John Malkovich sagte über die Dreharbeiten, dass er täglich Neuland betreten hätte, weil er nie gewusst habe, was ihm als nächstes passieren würde. Und dies trifft auch auf den fertigen Film zu. Der Zuschauer wird gekonnt von einem Extrem ins nächste geschleudert, ohne zu ahnen, was hinter der nächsten Wegbiegung in Sachen Handlung auf ihn wartet. Dadurch erweist sich der Film äußerst kurzweilig. Die wenigen Dialoge werden durch den Einsatz der Waffe untermalt, wodurch die Dynamik stets am äußersten Level grenzt. 

Fazit: Explosives Actionkino mit grandiosen Stars, die sich statt vieler Worte lieber den Schusswaffen bedienen und ihren Gegnern ordentlich in den Hintern treten. Amüsantes und rasantes Popcorn-Kino. von Sandy Kolbuch

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