Brad Pitt kämpft für die Menschheit gegen einen Planet voller Zombies

Der Kreisboten-Kinotipp: "World War Z"

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Gibt es überhaupt noch Hoffnung für die Menschheit?

Was passiert, wenn die Welt wie wir sie kennen, von einer tückischen Krankheit aus den Angeln gehoben wird? Unser Filmkenner Michael Denks hat sich an der Seite von Produzent und Hauptdarsteller Brad Pitt in "World War Z" auf die Suche nach der Antwort gemacht.

Seit letzter Woche tobt ein Weltkrieg in den Kinos! „World War Z“ stürzt die Welt in ins Chaos. 

Der Katastrophenfilm des Jahres verdankt seine Story Max Brooks postapokalyptischem Endzeitthriller, der als albtraumhafter Roman seine Leser bis aufs Mark verängstigte. Die Produzenten Brad Pitt und Leonardo di Caprio lieferten sich schon lange vor der ersten Klappe einen Kampf um die Rechte des grandiosen Buch-Erfolges, Pitt gewann und setzte seine Produktionsfirma Plan B damit vor eine große Aufgabe. „Vor fünf Jahren wusste ich nichts über Zombies“, muss Pitt eingestehen: „Inzwischen aber halte ich mich für einen Experten“. Und nennt auch gleich den Grund dafür: „Das Buch von Max behandelt das Zombie-Phänomen wie eine weltweite Seuche, die sich so schnell ausbreitet, wie wir es etwa beim SARS-Virus gesehen haben. Was passiert, wenn so ein Virus die Schutzwälle überwindet und wenn unsere ganzen Gewohnheiten und unser ganzer Alltag plötzlich bedeutungslos werden? Was passiert, wenn die staatlichen Strukturen und die gesellschaftlichen Normen von einem Tag auf den anderen verschwinden? Wie können wir dann überleben?“ 

Ab dem 30. Juni bekommen wir auf diese Frage vielleicht eine Antwort. 

Inhalt 

Ohne große Vorwarnung bricht das Entsetzen aus, das Ende steht unaufhaltsam bevor: Eine tödliche Pandemie breitet sich über Kontinente hinweg aus. Das Ausmaß der weltweiten Katastrophe mit unzähligen Toten und Infizierten ist kaum fassbar. Keine Regierung kann dem alltäglichen Chaos und Sterben noch etwas entgegensetzen. Die Welt, wie wir sie kannten, gibt es nicht mehr und die gesamte menschliche Zivilisation steht am Rande ihres Untergangs. Dazu kommt noch ein globaler Krieg – die letzten Überlebenden flüchten zu Wasser und zu Luft. Klar ist: Um das Rätsel der Pandemie zu lösen, muss der Ursprung dieser Verheerungen gefunden werden. Gerry Lane (Brad Pitt), ehemaliger Ermittler der UN, wird somit auf eine fast unmögliche Mission geschickt. 

Rezension 

In „World War Z“ bricht die Hölle sofort los. Die Einleitung ist kurz, Charaktere werden auf das nötigste beschränkt und skizzenhaft vorgestellt. Und das ist auch gut so. Der Film hat schließlich keine Zeit zu verlieren, es gilt einen Weltkrieg zu gewinnen. Im Mittelpunkt dieser Schlacht steht zwar Brad Pitt – die Nebendarsteller agieren nur an vereinzelten Schauplätzen – doch der eigentliche „Hauptdarsteller“ ist die wildgewordene Meute, die wuchernde Zahl an Zombies. Das furchterregende an ihnen ist vor allem ihre extreme Schnelligkeit, ihre Ausdauer und Aggressivität, die in der Filmwelt der Untoten ihresgleichen suchen. Dagegen wirken die Verseuchten aus „I’m Legend“ geradezu senil. Den bombastischen Trailern entgegenwirkend, zieht sich Regisseur Marc Forster immer wieder von den großen Schauplätzen der Verwüstung zurück, sucht seine Schocker in engen, verwinkelten Gängen. Die Kamera wählt den für sich unübersichtlichsten Winkel der Beobachtung. Der Zuschauer wird in letzter Sekunde voll getroffen, ganz nach den üblichen Genre-Regeln. Wenn sich dann die letzten Überlebenden mucksmäuschenstill in scheinbar verlassenen Korridoren bewegen müssen, verharrt auch die letzte Popcorntüte im Kino wie zu Eis gefroren. Natürlich – beinharte Zombiefans, die viel Blut und Splatter gewöhnt sind, wird das nicht wirklich hinter dem Ofen hervorlocken können. Dennoch: Die pure Geschwindigkeit des Horrors und die steigende Anspannung lässt jeden Kino-Besucher die Armlehnen seines Sitzes nervös umklammern. 

Die starken Luftaufnahmen machen aus dem Spektakel einen optisch irrwitzigen Ameisenhaufen, dennoch überzeugen am Ende die verschachtelten Spießrutenläufe zwischen den Untoten. 

Fazit: Toller Mix aus Weltuntergangs-Epos und Zombie-Thriller! Eine Fortsetzung ist fast unvermeidlich. von Michael Denks

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