„In der Bundesliga wäre der Trainer geflogen“

„Krampfig!“: Guildo Horn spottet in heftigen Worten über den ESC

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Guildo Horn

Er selbst ist eine ESC-Legende. Aber Guildo Horn hat den Sänger-Wettstreit satt: Er bemüht Vergleiche mit Fußball und Politik, um seinen Überdruss auszudrücken.

Trier - Schlagersänger Guildo Horn (55) findet den Eurovision Song Contest (ESC) mittlerweile verkrampft und nicht mehr lustig. „Mir persönlich fehlt es aus deutscher Sicht an der Leichtigkeit des Seins“, sagte der aus Trier stammende Horn der Deutschen Presse-Agentur. „Das soll doch vor allem Spaß machen und unterhalten. Ich find's zurzeit leider eher krampfig und bemüht.“ Horn hatte vor 20 Jahren mit seiner Band „Die Orthopädischen Strümpfe“ am ESC in Birmingham teilgenommen und mit „Guildo hat euch lieb!“ den siebten Platz belegt.

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„Die letzten ESC-Jahre waren weder sonderlich unterhaltsam noch erfolgreich“, bedauerte Guildo Horn. „Bei einem Bundesligaclub hätte man da schon mehrfach das Präsidium, den Sportdirektor und den Trainer ausgewechselt. So ein Aussitzen kennt man sonst nur aus der Politik.“ Nötig seien „mehr Offenheit und Mut bei der Auswahl der Interpreten“. Außerdem müsse man „vor allem mit weniger Reißbrettdenken zu Werke gehen“.

Er habe 1998 mit seinem „Orthopädischen Team“ und dem Publikum „eine mehr als intensive Zeit“ erlebt. „Alles war so herrlich neu, so spannend, spontan und unerwartet. Toll, das mal erlebt zu haben.“ Jetzt sei das nicht mehr möglich: „Bei den heutigen Rahmenbedingungen würde es so einen „Orthopädischen Chaostrupp“ oder ähnliches als deutschen Vertreter mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht geben.“

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dpa

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