Kinder fragen - der Raumfahrer antwortet

Lieber Astronaut, wie kriegt ihr im All Luft?

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Der Astronaut und die Maus: Alexander Gerst hat das Plüschtier auf die ISS mitgenommen. Ein halbes Jahr wollen die beiden dort bleiben.

München - Astronaut Alexander Gerst, aktuell auf der ISS stationiert, hat sich Zeit für Kinderfragen genommen. Die schönsten Fragen und Antworten aus der Sendung mit der Maus vom Sonntag finden Sie hier.

Update vom 6. Juni 2018: Alexander Gerst wagt es wieder! Heute startet seine All-Mission zur Flugstation ISS und das beste: der Start zur internationalen Raumstation wird live im TV zu sehen sein. Wir sagen Ihnen, wie Sie das Weltraumspektakel live im Free-TV und im Live-Stream verfolgen können. 

Seit dem 28. Mai lebt Alexander Gerst 354 Kilometer von zu Hause entfernt. Was daran besonders sein soll? Der 38-Jährige hat die Distanz Richtung Weltall zurückgelegt und widmet sich als Bordingenieur auf der Internationalen Raumstation ISS seinen Experimenten und Forschungsreihen. Als Verstärkung hat Gerst die Maus mitgenommen und alle Fans der klugen ARD-Kindersendung aufgefordert, ihm Fragen ins All zu schicken. Rund 6000 neugierige Weltraumforscher haben sich gemeldet, Briefe geschrieben, fleißig gebastelt und E-Mails versendet. Was die Kinder von Gerst wissen wollten? Hier die schönsten Fragen und Antworten aus der Sendung mit der Maus vom Sonntag.

Jonas aus Köln: Lieber Alexander Gerst, haben Sie keine Angst, von einem Meteoriten getroffen zu werden?

Alexander Gerst: Nein, überhaupt nicht. Wir werden hier Tag und Nacht überwacht. Und wenn sich wirklich mal was Gefährliches der Raumstation nähert, können wir ausweichen.

Magdalena aus München: Wie rasieren Sie sich eigentlich im All?

Alexander Gerst: Mit einem speziellen Beutel verteile ich ein paar Tropfen Wasser im Gesicht. Danach nehme ich Rasiercreme, und dann geht’s weiter wie auf der Erde. Weil die Creme so schön klebt, bleiben die Stoppeln am Rasierer hängen und ich kann sie an einem Tuch abwischen. Bei einem längeren Bart rasiere ich mich mit einer Mischung aus elektrischem Rasierer und Staubsauger, der die Stoppeln gleich absaugt.

Martha aus München: Lieber Alexander, könntest du mal zu deinem Guckloch herausfilmen und mir sagen, was du für eine Aussicht hast?

Alexander Gerst: Liebe Martha, das kommt ganz drauf an, aus welchem Fenster ich schaue. Je nachdem sehe ich Teile der Raumstation und natürlich unsere schöne Erde. Im Moment kann ich sehen, dass eine Menge Wolken über der Erde schweben.

Hanne und Nils aus Hannover: Wie schaffst du es, dass du nachts im Schlaf nicht herumfliegst?

Alexander Gerst: Auf der ISS habe ich eine kleine Schlafkabine. In der ist mein Schlafsack mit Gurten an der Wand gesichert. Die Maus schläft übrigens in einer Socke von mir, die ich an die Wand geklettet habe.

Jakob aus der Pfalz: Wo kommt eigentlich die frische Luft her, die ihr im Weltall atmet?

Alexander Gerst: Wir atmen immer dieselbe Luft. Dafür haben wir spezielle Geräte an Bord, die die alte Luft absaugen, filtern und dann wieder frisch in die Kabinen blasen.

Jaron aus Hamburg: Lieber Alexander, kann man im Weltall Purzelbäume machen?

Alexander Gerst: Na klar, das kann sogar die Maus – vorwärts und rückwärts. Aber auch für uns Astronauten ist das hier oben kein Problem.

Felix aus Heidelberg: Wie halten Sie Ihre Muskeln stark?

Alexander Gerst: Lieber Felix, das ist wirklich eine gute und wichtige Frage. Ich mache jeden Tag zwei Stunden Sport. Vor allem Krafttraining an einem speziellen Gerät. Außerdem haben wir ein Laufband, das an der Wand klebt. An dem machen wir uns mit einem Gummiband fest und dann können wir richtig joggen. Das ist sehr wichtig, weil wir sonst in der Schwerelosigkeit unsere Muskeln ganz schnell verlieren würden, schließlich müssen wir uns körperlich nicht anstrengen, weil wir schweben.

Hanne aus Berlin: Herr Gerst, wie lang sind Sie auf der Raumstation?

Alexander Gerst: Wenn alles wie geplant läuft, bleibe ich bis zum 10. November 2014 im All. Ich wünsche euch bis dahin alles Gute!

AKI

Quelle: tz

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