Hollywood-Legende wird 85

Münchner Fotograf seit 30 Jahren mit Clint Eastwood befreundet

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Hans Birkeneder zu Besuch bei Clint Eastwood.

Los Angeles - Kaum zu glauben: Am Sonntag feiert Hollywood-Legende Clint Eastwood seinen 85. Geburtstag. Die tz sprach mit dem Münchner Journalisten Hans Birkeneder - er ist schon seit 30 Jahren mit der Hollywood-Legende befreundet.

Für den Star kein Grund, eine Pause einzulegen – er steckt schon wieder mitten in den Vorbereitungen für ein neues Filmprojekt. Einer, der Eastwood besonders gut kennt, ist der Münchner Journalist Hans Birkeneder. Über eine lange Zeit hat er die Stars in Hollywood begleitet – mit Clint Eastwood ist er bis heute befreundet. „Wir kennen uns seit dreißig Jahren“, erzählt er im tz-Gespräch.

„Er ist einer der letzten ganz Großen Hollywoods“, so Birkeneder. Dabei sieht man Eastwood sein Alter nicht an. Als Freund kennt Birkeneder Eastwoods Geheimnis für die „ewige Jugend“. „Er legt viel Wert auf gesunde Ernährung, trinkt nie Kaffee, nur Tee, isst gerne Fisch und macht immer noch viel Sport“, weiß Birkeneder. Nicht zuletzt sei Eastwood ein Workaholic, der immer zu tun habe. In der tz erzählt Birkeneder Anekdoten aus seiner 30-jährigen Freundschaft mit dem Hollywood-Star:

Wie erleben Sie den Menschen Clint Eastwood?

Hans Birkeneder: Ganz normal, ganz bodenständig. Wenn ich ihn treffe, dann ist das so normal, wie wenn wir beide hier zusammen sitzen. Für Clint bin ich einfach der Hansi. Wir reden dann über Gott und die Welt, er ist äußerst wissbegierig. Dabei ist er ja auch ein sehr politischer Mensch. Als Erstes fragt er mich immer: „Hansi, wie geht es der Frau Merkel?“ Von ihr ist er begeistert und glaubt, dass sie einen sehr guten Job macht.

Was bringen Sie ihm aus Deutschland mit?

Birkeneder: Clint liebt Deutschland – und ganz besonders Bayern. Deshalb bringe ich ihm auch immer Münchner Bier mit. Er hat sogar Fotos daheim, wie er selber anzapft. In diesem Februar habe ich ihm dann aber mal ein Weißbier mitgebracht – da hat er sich beim Einschenken schon über den vielen Schaum gewundert. Mein Sohn Andreas hat ihm dann gezeigt, wie so ein Weißbier eingeschenkt wird. Grundsätzlich schätzt er aber alles, was „Made in Germany“ ist.

Wie ist es, mit einem Mega-Star wie Clint Eastwood in der Öffentlichkeit unterwegs zu sein?

Birkeneder: Das ist natürlich eine sehr spezielle Erfahrung – ihn erkennt ja wirklich jeder. Dabei ist er selber eher scheu und zurückhaltend. Kürzlich war ich mit ihm bei einem Golfturnier, da habe ich schon von Weitem vier junge Burschen gesehen, offensichtlich Autogrammjäger, die im Gebüsch lauerten, bis wir bei ihnen vorbeikamen. Die stürmten dann auf ihn zu, mit einer Tasche voller Bilder – da war er schon entsetzt. „Haben die denn keine Achtung mehr vor mir?“, fragte er mich da. Da bin ich zu den Jungs hin und habe ihnen erklärt, dass sie zu Clint Eastwood höflich und zurückhaltend sein sollten, dann bekämen sie ihre Autogramme schon. Die Jungs haben dann brav fünf Stunden gewartet, bis das Turnier beendet war, haben höflich gefragt und so viele Autogramme bekommen wie nie zuvor. So ist Clint: Klare Werte und gegenseitiger Respekt!

Was ist ihm noch wichtig?

Birkeneder: Die Umwelt, die Tiere, seine Heimat. Als Spekulanten in seinem Wohnort Carmel Grundstücke kaufen wollten, hat er sich zum Bürgermeister wählen lassen, um das zu verhindern. Clint liebt die Natur, seine Mission Ranch hat er so renovieren lassen, dass sie im Zustand wie vor 200 Jahren ist. Er ist sehr umweltbewusst und tierfreundlich.

Kann man sich auf den Freund Eastwood verlassen?

Birkeneder: Absolut. Eine kleine Anekdote dazu: Ein Fotografenkollege von mir heißt Hans-Jürgen. Einmal gab’s in Pebble Beach eine Feier mit Absperrungen und VIP-Gästen – zu der wir dummerweise keine Einladung hatten. Da hat Clint uns gesehen und herangewunken. Zu den Sicherheitsleuten hat er einfach gesagt: „Das sind meine zwei Bodyguards“ – und schon waren wir drin.

Wann lotsen Sie Clint Eastwood mal nach München?

Birkeneder: Das versuche ich schon seit einiger Zeit – aber der Mann ist einfach zu vielbeschäftigt. An sich wollte er in diesem Winter mal zum Skifahren kommen, dann kam schon wieder ein neues Filmprojekt dazwischen.

Was wünschen Sie Ihrem Freund zum Geburtstag?

Birkeneder: Gute Gesundheit, ein langes Leben und dass er noch viele gute Filme machen kann!

Feiern Sie mit ihm in Kalifornien?

Birkeneder: Das wollte ich, aber auch hier haben Clints Filmprojekte einen Strich durch die Rechnung gemacht. Für eine große Feier hat er keine Zeit. Clint arbeitet lieber – das ist sein Leben.

Das Interview führte: Marc Kniepkamp

Quelle: tz

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