Francine Jordi und Alexander Mazza

"Stadl 2.0": Das sagen die Fans über Borgs Nachfolger

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Schön - aber auch die Richtigen für den „Stadl“? -Francine Jordi und Alexander Mazza.

München - Francine Jordi und Alexander Mazza sind die Nachfolger von Andy Borg für die Moderation des "Musikantenstadls". Die Fans sind in der Mehrheit verärgert.

Update vom 13. September: Ihre erste Stadlshow können Francine Jordi und Alexander Mazza als Reinfall verbuchen. Sie holten 2,64 Millionen Zuschauer vor den Schirm. Andy Borg erreichte mit seinem letzten Musikantenstadl fast doppelt so viele Menschen. Auf der Facebook-Seite der Stadlshow toben die Zuschauer. Wir haben zusammengefasst, wie die erste Stadlshow am Samstagabend war.

Update vom 11. September: Am morgigen Samstag ist es soweit: In der ARD ist die erste Folge der Stadlshow zu sehen - die rundum erneuerte Version des Musikantenstadls. Francine Jordi und Alexander Mazza haben dann ihren ersten Auftritt als Moderatoren des Flagschiffs der Volksmusik-Unterhaltung im deutschen TV. Was Sie zur neuen Stadlshow wissen müssen, haben wir bereits zusammengefasst.

Wenn man sich das offizielle Foto anschaut, könnte man auf die Idee kommen, hier präsentiert die ARD Francine Jordi und Alexander Mazza als das neue Moderatoren-Duo für die Nachrichten. Oder für Brisant. Oder irgendein Lifestyle-Magazin. Nach Musikantenstadl sieht das Bild jedenfalls nicht aus – und das soll wohl auch genau die Botschaft sein: Alles wird anders. Jung, modern und schick – so wünscht man sich den Stadl 2.0, wie das Verjüngungsprojekt intern heißt. Von Dirndl, Lederhose oder Trachtenjanker fehlt jede Spur …

Andy Borg war den Verantwortlichen zu alt - er moderiert im Juni seinen letzten „Stadl“ in Pula.

In der Pressemitteilung heißt es, die Moderatoren stehen „für jene inhaltliche und personelle Öffnung der Musikshow, die ORF, ARD und SRF gemeinsam beschlossen“ hätten. „Die konzeptuelle Weiterentwicklung wird weiter vorangetrieben.“ Wie diese Weiterentwicklung konkret ausschaut, wollen die Sender „zu gegebenem Zeitpunkt“ erklären. Wir sind gespannt …
Am 12. September, das steht fest, werden Jordi und Mazza die Zuschauer erstmals aus Offenburg begrüßen. ­Andy Borg, der die Sendung seit 2006 moderiert, wird sich bereits am 27. Juni im kroatischen Pula von seinen treuen Fans verabschieden. Zur Erinnerung: Der Wiener, der seit vielen Jahren mit seiner Familie in der Nähe von ­Passau lebt, war den Verantwortlichen mit 54 Jahren zu alt für den Stadl geworden. Ende Februar war sein Aus besiegelt, begleitet von lautstarken Protesten vieler Volksmusik-Fans. Doch die Entscheidung war gefallen. Ob die Zuschauer den beiden Neuen eine Chance geben werden? Leicht werden es Francine Jordi und Alexander Mazza mit Sicherheit nicht haben.

Francine Jordi: der Star aus der Schweiz

Die 37-jährige Schweizerin steht schon seit Kinder­tagen auf der Bühne. Ihren ersten Auftritt hatte sie im zarten Alter von zehn Jahren. 1998 gewann sie den Grand Prix der Volksmusik und gehört seitdem zu den größten Stars in der Szene. 2002 trat Jordi, die Gesang und Klavier studiert hat und mit dem ehemaligen Radsportler Tony Rominger verheiratet war, für die Schweiz beim Eurovision Song Contest an, belegte allerdings den drittletzten Platz. Über den Stadl sagt sie: „Neue Akzente setzen und das Bewährte bewahren, das ist unser Ziel bei dieser neuen Sendung. Wir werden sicher auch an dem unvergessenen Karl Moik und an Andy Borg gemessen werden. Am wichtigsten ist es mir, das Publikum zu unterhalten.“

Alexander Mazza: der Nette von nebenan

Alexander Mazza, 1972 als Sohn eines Italieners und einer Wienerin geboren, war viele Jahre Model, ehe er anfing zu moderieren. Seine erste Sendung war SAM bei ProSieben. Seit 2012 präsentiert der sympathische Münchner, der verheiratet und Vater einer Tochter ist, das ZDF-Magazin Mona Lisa. Was den Unicef-Botschafter an der neuen Aufgabe reizt? „Volksmusik liegt im Trend“, sagt er. „Vor allem die moderne, weiterentwickelte Form erfreut sich beim jungen Publikum großer Beliebtheit.“ Es gelte nicht nur Bekanntes weiter zu pflegen, sondern auch Neues zu entdecken und musikalische Grenzen auszuloten. „Das wird ein großes Volksfest mit ’ner Menge Überraschungen und guter Stimmung“, so Mazza.

Fans sind verärgert

Die Fans haben ihr Urteil bereits gefällt: Die Neuen taugen nichts! Das ist jedenfalls der Tenor auf der offiziellen Facebookseite des Musikantenstadl. Zwar gefällt gut 200 Nutzern die Meldung „Francine Jordi und Alexander Mazza präsentieren den neuen Stadl“, aber sobald sich die Zuschauer konkret äußern, wird es bitter: „Das wird der Todesstoß für den Musikantenstadl werden, wenn die zwei moderieren“, meint Andre F. „Alexander Mazza! Ernsthaft? Die Entscheidungsträger sollten fristlos entlassen werden“, kommentiert Ralph S. „Ich glaube kaum, dass eine Francine Jordi die jüngere Generation zu Musikantenstadl verführen kann. Ich bin selber Schweizerin und die Wahl ist total daneben“, findet Doris F. Anja V. ist der Meinung: „Ich schau auch keinen Stadl mehr an. Andy Borg hat seine Sache super gemacht. Wenn er nicht mehr moderiert, macht der Stadl keinen Sinn!“ Und Gunter W. fragt: „Warum haben wir als Gebührenzahler kein Mitbestimmungsrecht?“ Positive Kommentare gibt es so gut wie keine.

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thy

Quelle: tz

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