Neue Serie

"Make Love" sorgt schon weit vor dem TV-Start für jede Menge Wirbel. Die fünfteilige Doku-Reihe soll eigentlich aufklären (wir berichteten). Doch die gewählten Mittel könnten manchen zu weit gehen.

Denn jetzt werden immer mehr Details bekannt. Laut Bild ist zu sehen, wie eine nackte Frau die Beine spreizt und die Kamera heranzoomt. Auch ein Paar beim Sex wird gezeigt, als der Mann seine Partnerin mit dem Finger befriedigt. Dabei arbeiten die Macher auch mit Computeranimationen, die ungewöhnliche Einblicke bieten und etwa die Innenansicht der Körper beim Sexualakt darstellen. Zudem soll anhand einer Stoff-Vagina, die dort "Mösette" genannt wird, erklärt werden, wie guter Sex wirklich geht.

"Der MDR traut sich was", konstatiert der Tagesspiegel. Einerseits sieht die Zeitung, dass die Reihe sich um einen nüchternen Duktus bemüht. Andererseits heißt es über die beispielhaften Real-Sex-Szenen eines Paares in der ersten Folge: "Beim Beckenbodentraining schwingen der Mann und sein Penis, die Frau schwingt mit, wenn sie nicht gerade ihre Vagina nach vorne stülpt."

Das Gesicht der Serie ist Paartherapeutin Ann-Marlene Henning. Sie ist Autorin des Buches "Make Love" und sieht einen pädagogischen Auftrag. "Die Aufklärung muss in jeder Hinsicht besser werden und es muss mehr davon geben. Es geht um die Freude und den Genuss beim Sex."

Aber sind die gewählten Bilder nicht ZU explizit? "Bei uns wird nicht nur geredet, sondern direkt gezeigt", kündigt MDR-Unterhaltungschef Peter Dreckmann laut Bild an - und es klingt fast schon wie ein Versprechen für Voyeure, die sich pornographische Anblicke erhoffen. Produzent Christien Beetz erklärt: "Wir gehen mit dem Anspruch ran, tabulos zu sein. Wenn wir Tabus aufbrechen wollen, können wir keine Strichmännchen zeigen."

Die fünfteilige Doku-Reihe startet am 3. November im MDR (sonntags um 22.20 Uhr), jeweils mit drei Tagen Verzögerung läuft die Serie auch im SWR (je ab 22 Uhr).

lsl.

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