Ein peinlicher Abstieg

Gottschalks Wechsel: "Eigentlich unfassbar"

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Thomas Gottschalk ist ab Herbst Seite an Seite mit Dieter Bohlen zu sehen.

München - Thomas Gottschalks Engagement als Juror beim Supertalent schlägt hohe Wellen. Wir haben für Sie die besten Pressestimmen gesammelt. Außerdem ledert der Show-Titan gegen ARD und ZDF.

„TV-Hammer“, „Paukenschlag“, die „Überraschung des Jahres“ – der angekündigte Wechsel von Thomas Gottschalk zu RTL war das Medienthema der vergangenen Tage. Und die Diskussion hält an. Eine der spannenden Fragen: Was sagt eigentlich das ZDF dazu, dass ausgerechnet sein ehemaliges Aushängeschild ab Herbst Wetten, dass..? und Markus Lanz Konkurrenz machen wird?

 „Dass Thomas Gottschalk neuer Juror beim Supertalent wird, ist für uns kein Grund zu zittern“, erklärt Sendersprecher Alexander Stock gegenüber der Bild am Sonntag. Man nehme „RTL als Konkurrenten immer ernst, beim Qualitätsvergleich blicken wir aber viel mehr in Richtung ARD“, so Stock. Die tz hat mal geschaut, wie andere Zeitungen Thomas Gottschalks Entscheidung kommentierten.

Pressestimmen

Münchner Merkur: „Wer sich mit Dieter Bohlen einlässt, weiß genau, was er tut. Dass der große Blonde nun ausgerechnet hier landet, ist eigentlich unfassbar.“

Fuldaer Zeitung: „Showgigant Thomas Gottschalk und Poptitan Dieter Bohlen in einer Sendung – ist das jetzt der ultimative Gipfel der TV-Unterhaltung oder das letzte Aufflackern einer zu Ende gehenden Medien-Epoche? Eher wohl Letzteres.“

Neue Osnabrücker Zeitung: „Selbst wenn sich künftig zehn Millionen Zuschauer Das Supertalent ansehen sollten, für den „Showgiganten“ Gottschalk bedeutet der neue Job einen peinlichen Abstieg. Er, der jahrzehntelang Europas erfolgreichste Fernsehshow prägte, heuert bei einer Sendung an, in der auch mal eine Frau mit ihren Brüsten Wassermelonen zertrümmert.“

Süddeutsche Zeitung: „Gemeinsam mit Bohlen sucht Gottschalk das Supertalent. Ja doch, wir leben in einem freien Land, und jeder darf sich bei RTL so blamieren, wie es RTL gefällt, zumal es genug Leute gibt, die diese Blamagen als Unterhaltung ansehen. Und dennoch ist es schade um Gottschalk, der einmal die kleine blonde Hoffnung der Fernsehunterhaltung war.“

Badische Neueste Nachrichten: „Gottschalk sucht einen Weg, sich mit einem Erfolg aus der Welt des Fernsehens zu verabschieden. Es ist ihm zu wünschen, dass er den Zeitpunkt nicht schon verpasst hat.“

Die Glocke (Oelde): „Gerade mal zwei Wochen ist es her, dass Gottschalk live in der ARD auslief. Doch statt den Reinfall in Ruhe zu verdauen und selbstkritisch zu beleuchten, stürzt sich die Entertainer-Legende ins nächste Abenteuer. Das klingt – bei allem Respekt vor Gottschalks Wirken – nach Realitätsverlust und Sucht nach Scheinwerferlicht. Mit seinem Gang zu RTL verheizt und demontiert sich eine TV-Legende selbst.“

Das sind die beliebtesten Showmaster

Florian Silbereisen wurde auf den 10. Platz gewählt. © dpa/ARD
Peter Frankenfeld belegt Platz 9. © dpa/ARD
Frank Elstner wählten die Zuschauer auf Platz 8. © dpa/ARD
Dieter-Thomas Heck erreichte den 7. Platz. © dpa/ARD
Talkmaster Rudi Carrell landete auf Platz 6. © dpa/ARD
Hans-Joachim Kulenkampff (re.) ist auf dem 5. Platz. © dpa/ARD
Moderator Hape Kerkeling konnte den 4. Platz für sich entscheiden. © dpa/ARD
Peter Alexander belegt den dritten Platz. © dpa
Günther Jauch ist der zweitbeliebteste Showmaster. © dpa/ARD
Thomas Gottschalk machte das Rennen und landete auf Platz 1. © dpa/ARD

Spiegel online: „Gottschalks RTL-Engagement ist ein spektakulärer Angriff auf das ZDF. Gegen die neu formierte Konkurrenz jedoch hat Lanz so gut wie keine Chance (…)  Gottschalk ist als Supertalent-Juror wieder dort, wo er hingehört: auf der großen Bühne (…) Diesen Kampf der Titanen wird jeder sehen wollen, der noch bereit ist, am Samstagabend das TV-Gerät einzuschalten, um gutes altes lineares Fernsehen zu gucken.“

Thommy ätzt gegen ARD & ZDF

Thomas Gottschalk geht – anders als die meisten in der ARD – offenbar davon aus, dass die Zusammenarbeit zwischen ihm und dem Ersten nicht gänzlich beendet ist: Er sei beim WDR nach wie vor im Wort, so der 62-Jährige zu Bild. „Man arbeitet dort an Unterhaltungsformaten für mich, auf die ich mich freue.“

Doch dann schiebt er eine Spitze nach: „Der ARD ist nicht mal Günther Jauch gut genug“, so Gottschalk in Anspielung auf die Diskussion um die Talkshow seines Freundes.

Und sein Ex-Ex-Arbeitgeber ZDF bekam bei der Gelegenheit gleich auch noch einen mit. Gottschalk zur EM-Übertragung des Zweiten: „Das ZDF versenkt den Frohsinn gerade bei Usedom in der Ostsee.“ Auch wenn Thommy recht hat – er redet sich um Kopf und Kragen.

thy

Quelle: tz

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