Pilawa soll "Der große Preis" moderieren

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Jörg Pilawa

München/Mainz - Mit "Wetten, dass..?" hat es allem Anschein nach nicht geklappt, die Showtreppe des ZDF ist aber dennoch fest in der Hand von Jörg Pilawa: Er soll "Der große Preis" moderieren.

Nach einem Bericht der dpa will der 46-Jährige, der für die Mainzer schon die Quiz-Show Rette die Million! moderiert, den Klassiker Der große Preis neu beleben. Geplant sei vorerst eine Ausgabe im Dezember, die auch (unter anderen) von Pilawas Produktionsfirma Herr P selbst hergestellt werden wird und einem wohltätigen Zweck dienen soll.

Das ZDF äußerte sich auf Nachfrage der tz etwas zurückhaltender. Es gebe Überlegungen, die in diese Richtung gehen. Konkretes könne man aber noch nicht vermelden. Im Klartext heißt das wohl, dass man die Sendung durchaus plant, vertragliche Einzelheiten aber noch abgestimmt werden müssen.

Wie strikt sich die Neuauflage an das Original, das von 1974 bis 1992 vom großen Wim Thoelke präsentiert wurde, halten soll, ob es eine Assistentin gibt, ob die Kandidaten prominent sind oder nicht, welcher Sendeplatz in Frage kommt und natürlich, ob Wum und Wendelin auch wieder mit von der Partie sind – all diese Punkte sollen in den kommenden Wochen diskutiert werden.

Sicher ist indes, dass Fernsehmacher in der letzten Zeit gerne auf Klassiker zurückgreifen, um Publikum für sich zu gewinnen. Bei Dalli Dalli zum Beispiel hat das auch wunderbar funktioniert: Die Sendung, die einst von Hans Rosenthal moderiert wurde, lief zuletzt mit Kai Pflaume im Dritten Programm des NDR und erreichte eine beachtliche Quote (tz berichtete).

Ein Debakel erlebte dagegen die Wochenshow, die von 1996 und 2002 Erfolge bei Sat.1 feiern konnte, dann aber im vergangenen Jahr mit Anchorman Ingolf Lück in keinerlei Hinsicht an die guten alten Zeiten anknüpfen konnte.

St. Thyssen

Sie machten aus der Show den Klassiker

Der Name, der untrennbar mit dem Show-Klassiker Der große Preis verbunden ist, wird für immer Wim Thoelke bleiben. Von 1974 bis 1992 moderierte er, der 1995 im Alter von 68 Jahren einem Herzleiden erlag, die Sendung 219-mal. An seiner Seite: die Assistentin Beate Hopf (später kam Karoline Reinhardt), Sigrid Müller als Protokollführerin und Marianne Prill zur Bedienung der Multivisionswand, die besonders schön zum Einsatz kam, wenn „Risikoooo“ gespielt wurde.

Als Thoelke mit 65 Jahren aufhörte (das hatte er sich schon am Anfang seiner Karriere vorgenommen), übernahm 1993 Hans-Joachim Kulenkampff. Für ihn bedeutete Der große Preis ein kleines Comeback. Schließlich hatte er bereits 1987 mit seinem Showerfolg Einer wird gewinnen abgeschlossen und danach keine Sendung mehr präsentiert.

Auf Kulenkampff folgte noch im selben Jahr Carolin Reiber. Nach sechs Sendungen beschloss das ZDF, die Sendung komplett einzustellen.

Eine erste Neuauflage versuchte der Sender in den Jahren 2002 und 2003. Der heutige Moderator von Deutschland sucht den Superstar, Marco Schreyl, trat in die großen Fußstapfen seiner Vorgänger – konnte aber nicht an ihre Erfolge anknüpfen. Schreyl war damals ein „ZDF-Gesicht“, er stand für das Boulevard-Magazin hallo Deutschland vor der Kamera. 2005 wechselte er schließlich zum privaten Konkurrenten RTL nach Köln.

thy

Quelle: tz

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