Pseudonyme: Wie die TV-Stars wirklich heißen

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Hans-Jürgen Dohrenkamp nennt sich Jürgen von der Lippe

München - Ulrich Gerhard Scheurlen oder Hans-Jürgen Dohrenkamp taugen als Namen kaum zum Karrieremachen. Viele TV-Stars haben sich Pseudonyme zugelegt. Hier erfahren Sie, wie diese wirklich heißen.

Ulrich Gerhard Scheurlen: Klingt vielleicht nach einem Versicherungsvertreter. Oder einem Autoverkäufer. Oder einem Vorstandsboss. Aber taugt der Name zum Karrieremachen? Die Frage hat sich Scheurlen auch selbst gestellt – und wollte wohl lieber auf Nummer sicher gehen. Einen Ulrich Gerhard Scheurlen kennt Fernseh-Deutschland heute eher weniger, einen Ulrich Tukur aber sehr wohl: Hinter diesem Künstlernamen steckt der Tatort-Kommissar. Welcher Promi hält es noch wie Scheurlen alias Tukur? Die tz zeigt einige berühmte Beispiele.

- Hella Kemper wählte das Pseudonym Hella von Sinnen
- Rudolf Wijbrand Kesselaar nannte sich Rudi Carrell
- Gertraud Mittermayr änderte ihren Namen in Michaela May
- Horst Köhler ist besser bekannt als Guildo Horn
- Angela Miebs alias Marlène Charell
- Kerstin Poetke (Kim Fisher)
- Elke Schletz (Elke Sommer )
- Karin Blauermel (Karin Baal)
- Kätherose Derr (Karin Dor)
- Hans-Joachim Schmied (Hans Clarin)
- Ulrich Gerhard Scheurlen (Ulrich Tukur)
- Hans-Jürgen Dohrenkamp (Jürgen v. d. Lippe)
- Michael Sandrock (Michael Mendl)

So fremd ist der Name Tukur für den Schauspieler eigentlich nicht – er kursierte bereits in der Familie. Am Anfang seiner Karriere sollte er sich ein Pseudonym suchen, sagte Tukur der Neuen Osnabrücker Zeitung. Sein Vater habe sich an folgende Geschichte erinnert: Anfang des 19. Jahrhunderts wollten Vorfahren im französisch besetzten Rheinland ihr Neugeborenes auf den Namen Napoleon bei der französischen Militärbehörde anmelden. Der Offizier soll dann gefragt haben: Nur Napoleon? Nur ein Vorname? „Woraufhin die Antwort kam ‚Napoleon tout court, tout court‘, was soviel heißt wie ‚ganz kurz“, erklärt der 53-Jährige. „Das hat der Offizier dann eingedeutscht hingeschrieben: Tukur.“

Es gibt die verschiedensten Gründe für ein Pseudonym: Der Promi will seine Privatsphäre schützen, der eigene Name klingt nicht interessant genug oder er ist einfach zu sperrig. Bestes Beispiel dafür: Sky du Mont bleibt leichter im Gedächtnis als Cayetano Bremme Gaspar Neven du Mont.

Auch mehrere Pseudonyme sind übrigens keine Seltenheit. Zum Beispiel nannte sich Erich Kästner (1899 bis 1974) während des Nationalsozialismus unter anderem Berthold Bürger , Melchior Kurtz und Robert Neuner.

M.Weber/ E. Hutter

Quelle: tz

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