Bei Aktenzeichen XY verwechselt: Jetzt spricht der "Täter"

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Eine Szene aus dem Filmbeitrag von „Aktenzeichen XY … ungelöst“: Aaron Frederik Defant spielt einen bewaffneten Mann, der ein Juweliergeschäft überfällt.

München - Schauspieler Aaron Frederik Defant spielte in "Aktenzeichen XY" einen Dieb und wurde von einem Passant später "wiedererkannt". Jetzt spricht er in der tz

So etwas hat es in der Geschichte von Aktenzeichen XY … ungelöst auch noch nicht gegeben: Der Schauspieler Aaron Frederik Defant, der in einem Beitrag der ZDF-Fahndungssendung einen Dieb spielte, geriet am vergangenen Donnerstag selbst in eine Personenkontrolle. Ein Passant am Stuttgarter Hauptbahnhof glaubte, ihn als Täter „identifizieren“ zu können, und rief die Polizei. „Ich wusste nicht, wie mir geschah“, erzählt Defant in der tz.

Rückblende: Für die Aktenzeichen-Ausgabe am 14. März schlüpfte Aaron Frederik Defant in die Rolle eines Mannes, der ein Juweliergeschäft überfällt. Zeugen hatten den Täter als auffällig beschrieben – und so sah man in dem Film, wie der Mann, der unverkennbar eine Perücke trägt, scheinbar orientierungslos durch Kirn spaziert (in der Stadt in Rheinland-Pfalz spielte der Fall), wie er unmotiviert Passanten angrinst und schließlich in das Schmuckgeschäft spaziert. Dort lässt er sich von der Verkäuferin zunächst Ringe zeigen („ach, Sie wollen heiraten?“), ehe er diese in eine Tüte steckt und abhaut.

Fast sechs Wochen sind seit der Ausstrahlung vergangen. Vor fünf Tagen glaubte ein Passant (und Aktenzeichen-Zuschauer!), er könne seinen Teil zur Aufklärung des Falls beitragen. Als er Aaron Frederik Defant am Stuttgarter Hauptbahnhof sieht, hält er den 28-Jährigen für den echten Täter und alarmiert die Polizei.

„Auf einmal stehen Beamte hinter mir und fragen nach meinem Personalausweis“, erzählt der Schauspieler. „Ich wusste erst nicht, worum es ging. Ich hatte noch nicht einmal eine Bierflasche in der Hand!“ Es dauerte eine Weile, bis die Sache aufgeklärt war. Defant: „Die Beamten konnten irgendwann aber doch nachprüfen, dass ich ,nur‘ ein Schauspieler bin und nicht der echte Täter.“

Dem „Zeugen“, der die Polizei alarmierte, war die Angelegenheit natürlich peinlich. „Er hat sich bei mir für die Unannehmlichkeiten entschuldigt und mich noch am Bahnhof auf einen Kaffee eingeladen“, sagt Defant, der inzwischen über die Verwechslung lachen kann.

Würde er denn wieder für einen XY-Film vor der Kamera stehen? „Ja, klar“, schmunzelt der Stuttgarter, der auch schon für die ARD-Serie Marienhof vor der Kamera stand und in Bern Theater spielt. „Ich würde es immer wieder tun.“

St. Thyssen

Quelle: tz

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