Das Geld fürs Internet-TV ist gespendet

Dieters neue www.-Waffe

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Im März startet Dieter Hildebrandt mit seinem Internet-TV

München - Das neue Internet-TV-Projekt von Dieter Hildebrandt hat 124.331 Euro Unterstützung bekommen. Es kann also online gehen - und wird wohl reichlich Staub aufwirbeln.

Zwölf Uhr mittags am Freitag: Das Geld ist da – bis auf eine Handvoll Dollar, sozusagen. Das neue Internet-TV-Projekt von Dieter Hildebrandt hat 124 331 Euro Unterstützung bekommen, fehlen zur magischen und nötigen 125 000- Marke nur noch 669 ­Euro. Störsender.tv kann also online gehen – und wird im Internet unter www.startnext.de/stoersender wohl reichlich Staub aufwirbeln! Denn: Abhängig ist man von nichts und niemandem.

Entsprechend überwältigt gab sich der 85-jährige Kabarettist am Telefon. „Ich hatte zunächst große Zweifel, ob das Projekt funktioniert“, sagt er der tz. „Ich bin jetzt sehr beglückt. Donnerwetter, denke ich mir, das ist für mich wahre Demokratie. Wir haben absolute Entscheidungsfreiheit, und die Menschen wollen uns sehen. Das ist toll.“

Wir – das sind vor der Kamera Konstantin Wecker, Urban Priol, Hans Well, Georg Schramm, Frank-Markus Barwasser, Roger Willemsen, H. G. Butzko und natürlich Hil­debrandt, die im Wechsel ihren Witz ins Web stellen.

Das mit der wahren Demokratie betrifft übrigens nicht nur die Spender, sondern auch die Macher von störsender.tv, den Stefan Hanitzsch erfunden hat. Er ist der Sohn des Karikaturisten Dieter Hanitzsch, in dessen Arbeitszimmer die Sendungen entstehen. „Mit nur einem Kameramann und nur einer Kamera“, erläutert Hildebrandt. Nichts lenkt ab von den Geistesflügen der Kabarett-Größen. Apropos: Größer soll es nicht werden. „Das ist ja genau das Gute dran: Wir wollen Spaß und Freude auf minimalistischer Basis“, sagt der Kabarettist.

Ein besonderer Spaß ist es natürlich für alle, frei von allen Zwängen zu sein. Keine Kunstfremden, die einem reinreden. „Das ist Balsam, keine Bürokratie im Nacken zu haben“, lächelt der Altmeister.

Mitte März soll’s losgehen: Dieters Klick für den Kick. Wer beginnt, wie lang die Sendungen werden – wird alles noch besprochen. „Das Format wird zwischen 20 und 40 Minuten lang sein, je nach Wichtigkeit der aktuellen Themen“, sagt Hildebrandt. Improvisieren ausdrücklich erlaubt. Weiterer Vorteil der www.-Waffe: Die Sendung läuft rund um die Uhr. Bis der Nächste dran ist.

Matthias Bieber

Quelle: tz

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