Was die Reihe ausmacht

"Tatort ist wie Fußball"

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Nach wie vor äußerst beliebt: der "Tatort".

München - Der "Tatort" ist für den Grimme-Preis nominiert. Gebhard Henke, in der ARD als Koordinator für die Kultkrimireihe zuständig, zählt für die tz die fünf Dinge auf, die den Erfolg des Tatort ausmachen.

Es ist der älteste und renommierteste Fernsehpreis Deutschlands: Der Grimme-Preis! Heuer wird er zum 50. Mal verliehen – am 4. April. Und gerade zu diesem Jubiläum hat die Jury sich etwas ganz besonderes ausgedacht: Nominiert für den sogenannten Ehrenpreis ist diesmal keine Einzelpersönlichkeit, sondern ein ganzes Format: der Tatort!

„Die Tatort-Reihe ist zum letzten Fernseh-Lagerfeuer geworden“, schreibt das Grimme-Institut in seiner gestern veröffentlichten Nominierung. Wir gratulierten deshalb Gebhard Henke, dem Leiter des Programmbereichs Fernsehfilm, Kino und Serie beim WDR – er ist in der ARD als Tatort-Koordinator für die Kultkrimireihe zuständig. Henke zählt für die tz die fünf Dinge auf, die den Erfolg des Tatort ausmachen:

- „Tatort ist wie Fußball: Die Leute freuen sich über jede Neuigkeit. Sie sind gespannt darauf, wer neuer Kommissar wird – genauso wie Fußballfans auf neue Spieler ihrer Mannschaft gespannt sind.“

- „Das Beste am Tatort ist, dass es „den Tatort“ an sich gar nicht gibt. Unsere föderale Struktur ist der Quell der Vielfalt und letztlich auch der Qualität.“

- „Der Tatort ist ungeheuer wandlungsfähig. Sonst hätte es dieses Format auch nicht über 40 Jahre lang durchgehalten. Deshalb ist er ein Faszinosum für alle Generationen. Die jungen Leute wollen ihn genauso sehen wie schon ihre Eltern und Großeltern.“

- „Der Tatort ist nie veraltet, weil es immer wieder junge Filmemacher gibt oder Regisseure wie Dominik Graf, die moderne Krimis machen mit neuen ästhetischen Ideen, die international mithalten können. Dafür muss ein Tatort aber auch immer spannend und qualitativ brillant sein, tolle Schauspieler und eine intelligente Handlung haben.“

- „Es ist fast so wie früher beim Fernsehen, als es nur wenige Programme gab. Am Montag redet jeder über die eine Sendung.“

Andrea Stinglwagner

Absolut preisverdächtig: BR-Polizeiruf, deutsche Serien und „King of Kotelett“ Stefan Raab

Von insgesamt rund 700 Einreichungen und Vorschlägen hat die Grimme-Preis-Jury 62 Produktionen nominiert. Auch diese können sich heuer auf einen Preis Hoffnung machen: Im Bereich „Fiktion“ etwa sind unter anderem der BR-Polizeiruf 110 – Der Tod macht Engel aus uns allen“ mit Lars Eidinger und Matthias Brandt nominiert, außerdem die Serien Weissensee (zweite Staffel) mit Hannah Herzsprung, Anna Loos und Florian Lukas sowie Unsere Mütter, unsere Väter unter anderem mit Tom Schilling und Katharina Schüttler.

Stefan Raab ist nominiert für seinen Beitrag im Kanzlerduell 2013 (ARD, ProSieben, RTL und ZDF), bei dem er den Satz prägte: „Das ist doch keine Haltung, zu sagen: Ich will nur gestalten, wenn ich ‚King of Kotelett‘ bin!“ Er hat den Preis bereits einmal erhalten „für die Entdeckung und Förderung von Musiktalenten durch SSDSGPS – Ein Lied für Istanbul“.

Weitere nominierte Produktionen sind der Fall Mollath (SWR), im Bereich Unterhaltung sind unter anderem nominiert die Beef Buddies (ZDF) und Circus Halli­Galli (Pro7).

Quelle: tz

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