Dem Papst sei Dank!

"Um Himmels Willen" – neue Folgen mit dem alten Bischof

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Seit 12 Jahren im Dienste des Herrn: Horst Sachtleben als Bischof Rossbauer.

München - Gute Nachrichten für alle "Um Himmels Willen"-Fans: Die beliebte ARD-Serie startet am Dienstag in eine neue Staffel - mit 13 Folgen. Wieder mit dabei: Horst Sachtleben als Bischof Rossbauer. Die tz hat ihn zu Hause besucht:

Der Papst hat ihn noch nicht in den Ruhestand entlassen. Welch ein Glück! Denn was wäre die beliebte ARD-Serie "Um Himmels Willen" ­ohne Bischof Rossbauer? Seit zwölf Jahren legt Schauspieler Horst Sachtleben nun schon das Gewand des Geistlichen an und steht seinen Schäfchen aus dem Kloster Kaltenthal mit Rat und Tat zur Seite. Am Dienstag schickt das Erste 13 neue ­Folgen der niederbayerischen Don Camillo und Peppone-Variante auf Sendung. Mit durchschnittlich 6,5 Millionen Zuschauern eine der ­erfolgreichsten Serien im deutschen Fernsehen.

„Das hätten wir uns wirklich nicht träumen lassen“, lacht Horst Sacht­leben beim tz-Gespräch in seinem Haus in Pullach. „Es ist doch erstaunlich, dass in Zeiten, in denen sich so viele Menschen von der Kirche abwenden und eine Verschwendungssucht wie die des Tebartz-van Elst für Schlagzeilen sorgt, unsere Geschichten so beliebt sind.“ Vielleicht, so der 84-jährige Berliner, „weil wir ein Stück Kirche abbilden, wie die ­Menschen es sich wünschen“.

"Man weiß ja nie, was beim Fernsehen so passiert"

Hausbesuch bei Horst Sachtleben in Pullach. Als echte Berliner Pflanze hat er in Bayern Wurzeln geschlagen. „Hier ist meine Heimat“, sagt der Schauspieler im Interview mit tz-Redakteurin Astrid Kistner

Er selbst spielt die Rolle des ­Bischofs Rossbauer mit so viel Herz und Güte, dass es den Fans bisweilen schwer fällt, den Schauspieler hinter der ­Rolle zu sehen. „Ich erinnere mich, wie wir in voller Montur auf dem ­großen Marktplatz in Landshut gedreht haben“, erzählt Sachtleben. „Da kam eine ganze Reisegruppe aus Niederbayern, um uns zuzuschauen. Und am Ende baten sie uns, mit ihnen in die Kirche zum Beten zu gehen.“

Für Sachtleben ein ganz besonderer Moment. „Auch wenn ich selbst nicht besonders fromm oder kirchengläubig bin“. Dass ihn der Papst laut Drehbuch gebeten hat, trotz seines hohen Alters im Amt zu bleiben, erleichtert Sachtleben – auch privat. „Man weiß ja nie, was beim Fernsehen so passiert. Deshalb bin ich froh, dass mir das Kirchen­oberhaupt die nächsten Drehtage gesichert hat“, lacht der TV-Bischof.

"Wir sind einfach wie eine große Familie"

Der Mauschler und die Moralistin: Fritz Wepper alias Bürgermeister Wöller und Janina Hartwig als streitbare Schwester Hanna.

Es macht ihm immer noch großen Spaß mitzumischen in den unterhaltsamen Episoden um den ewig intrigierenden Bürgermeister Wöller (Fritz Wepper) und der Ordensschwester Hanna (Janina Hartwig). „Nach zwölf Jahren sind wir einfach wie eine große Familie – und dazu zähle ich auch all die lieben Kollegen vom Team, die dafür sorgen, dass diese Serie eine Seele hat.“ Für die 13 neuen Folgen haben sich die Drehbuchautoren wieder einiges einfallen lassen: So entdeckt der ewige Mauschler Wöller einen Grundwasserspeicher feinster Qualität und plant heimlich aus dem Nonnenstift eine Klosterbrauerei zu machen.

„Ja, die Zuschauer können sich auf reichlich Amüsantes freuen“, sagt Sachtleben, der seit 53 Jahren in Bayern lebt. Trotzdem bekam er für seine letzte TV-Rolle einen Dialektcoach zur Seite gestellt. „Eine reizende Bauersfrau, die sich mühte, mir Bairisch beizubringen“, schmunzelt der Schauspieler, der als Synchron­sprecher unzähligen Kollegen die Stimme lieh. Seine liebste Figur? „Peter Falk als Columbo hat mir am meisten Spaß gemacht. Ich fand diesen höchst raffinierten Charakter eines Kriminalkommissars, der immer so tat als sei er trottelig, einfach genial“, schwärmt Sachtleben, der in zweiter Ehe mit der Schauspielerin und Regisseurin Pia Hänggi verheiratet ist. Unter ihrer Ägide steht er bis heute oft auf der Bühne. „Ich liebe meinen Beruf. Er bringt keine Routine mit sich, und so lange der Kopf und Gott es wollen kann ich weitermachen.“

Astrid Kistner

Quelle: tz

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