"Mein erster Gedanke? Das ist doch Hape Kerkeling!"

"Verstehen Sie Spaß?": So legte Guido Cantz Mark Forster rein

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Moderator Guido Cantz (r.) hat bei Mark Forster einen guten Job gemacht

München - Der 16. März dieses Jahres war der Tag, an dem Mark Forster von Guido Cantz für "Verstehen Sie Spaß?" verschaukelt wurde – und zwar ordentlich. Das tz-Interview.

Wenn man Mark Forster auf den 16. März dieses Jahres anspricht, fängt er laut an zu lachen. Es war der Tag, an dem der Musiker, der uns zuletzt mit seinem Hit "Wir sind groß" durch die Europameisterschaft begleitet hat, von Guido Cantz verschaukelt wurde – und zwar ordentlich, für die neue Folge der ARD-Show Verstehen Sie Spaß?, die am Samstagabend im Ersten ausgestrahlt wird.

Kaum zu erkennen: Guido Cantz (re.) als ­reiche Ehefrau mit „Opfer“ Mark Forster.

Der 32-Jährige war an ­jenem 16. März vom Tourismusverband Großarl in Österreich eingeladen worden, als Hauptact im Festzelt anlässlich der jährlich stattfindenden Lady­skiwoche ein Livekonzert vor 2000 Besuchern zu spielen. So weit, so normal. Doch dann ging es los: Der Truck mit der Technik sei auf dem Weg nach Österreich mitten in der Pampa liegen geblieben. Die Konzertbühne steht nicht mitten im Skigebiet, sondern auf einer Mülldeponie. Und Platz haben auch nicht 2000 Besucher, sondern gerade mal 100. Als dann noch die angebliche Ehefrau des Besitzers der Müllentsorgungsanlage eingeflogen wird und ganz besondere Vorstellungen von einem gelungenen „Weiberabend“ hat, nimmt das Chaos seinen Lauf …

Herr Forster, bevor wir zu „Verstehen Sie Spaß?“ kommen, lassen Sie uns kurz über die EM sprechen. Ihr Song „Wir sind groß“ war einer der Hits, die rund um die Uhr gespielt wurden. Können Sie ihn selbst noch hören?

Mark Forster: (lacht) Ich kann ihn noch gut hören, ja. Ich selbst habe ihn ja gar nicht so oft gehört während der EM, weil ich viele Spiele live im Stadion und nicht vor dem Bildschirm erlebt habe. Radio habe ich auch nicht gehört – also von mir aus könnte er noch ein bisschen weiter gespielt werden.

Der Witz war ja, dass das Lied eigentlich gar nichts mit Fußball zu tun hat …

Forster: Genau, es ist ein Lied über Freundschaft. Ich habe einen Song geschrieben über meine Band und mich und unsere vergangenen zwei Jahre. Das ist aber meistens so – wenn ich morgens aufstehe und sage: So, jetzt schreibe ich mal einen richtigen Fußball-Hit, dann kommt nur Müll raus. Die Basis für ein Lied muss ein echtes Gefühl sein. Nur dann hört man auch das Gefühl raus.

Das heißt, Sie basteln noch nicht an einem Song für die Weltmeisterschaft 2018? Dann hätten Sie nach 2014 mit „Au Revoir“ und 2016 mit „Wir sind groß“ das Triple sozusagen perfekt …

Forster: Ne, ne. So geht das nicht. Aber vielleicht überlege ich mir doch noch was mit russischen Klängen oder so (lacht).

Hatten Sie in Frankreich eigentlich Kontakt zu den deutschen Spielern?

Forster: Eher nicht. Die sind auch ganz schön abgeschirmt und sollen gemeinsam abhängen und ein Team werden. Aber ich bin mit Lukas Podolski gut befreundet, und wir haben uns auch während der EM gesehen.

Wie kam es zu dieser Freundschaft?

Forster: Wir sind beide halbe Polen, und er hat 2014 mein Liedchen Au Revoir mit in die Mannschaftskabine getragen. Seitdem kennen wir uns und sind befreundet.

Nun zu „Verstehen Sie Spaß?“: Haben Sie den Schock, dass Sie reingelegt wurden, schon verdaut? 

Beim Anschauen des „Verlade-Filmes“ mit Annett Fleischer, Christian Tramitz und Helmfried von Lüttichau (v.r.) muss Mark Forster (l.) selbst lachen.

Forster: (lacht) Der Schock war schon hart. Vor allem, weil mein ganzes Team und die Band eingeweiht waren und mich schamlos belogen haben. Das muss man tatsächlich erst mal verdauen. Was mich aber durchaus auch überrascht hat, war, wie aufwendig so ein Dreh für Verstehen Sie Spaß? ist – die arbeiten mit Helikoptern und wahnsinnig vielen Statisten, und das alles nur, um mich auf den Arm zu nehmen (lacht).

Als Zuschauer fragt man sich ja immer – merken die „Opfer“ wirklich nichts? Gab es einen Zeitpunkt, an dem Sie skeptisch wurden?

Forster: Ja, den gab es. Aber der kam später, als man vielleicht denkt. Ich bin von Haus aus sehr gutgläubig und gehe eigentlich nie davon aus, dass mir jemand etwas „Böses“ will. Deswegen habe ich lange alles geglaubt. Am Ende habe ich dann aber schon so ein Gefühl gehabt, dass irgendetwas nicht stimmen kann.

Was ging Ihnen durch den Kopf, als klar war, Guido Cantz hat die Ehefrau des Besitzers der Müllentsorgungsanlage gespielt? 

Forster: Mein erster Gedanke war: Der sieht ja aus wie Hape Kerkeling, wenn der sich verkleidet. Da war ich überrascht, dass es Guido Cantz war (lacht). Ich zolle ihm auf jeden Fall großen Respekt, dass er vier Stunden in der Maske gesessen hat, um so auszusehen, wie er aussah.

Streiche mit der versteckten Kamera gibt es ja schon eine gefühlte Ewigkeit, in allen möglichen Varianten. Finden Sie so eine Show eigentlich privat lustig?

Forster: Ja, total! Verstehen Sie Spaß? war schon früher die Show neben Wetten, dass..?, die man als Kind am Samstagabend schauen durfte, nach dem Baden im Schlafanzug. Das fand ich damals witzig, und so geht es mir heute noch.

Zum Schluss noch eine Frage an den Musiker Mark Forster: Ihre große Wintertournee endet am 20. Dezember in München. Zufall? Oder ist München einfach der perfekte Ort für ein großes Finale?

Forster: Was für eine Frage einer Münchner Zeitung! Natürlich ist das kein Zufall!!! Wo könnte man besser ein Finale als bei euch in München spielen? Ich freu mich drauf.

„Verstehen Sie Spaß?“, Samstag, 20.15 Uhr, ARD

Quelle: tz

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