Tatort: Verzweiflung eines Vaters

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"Tatort": Geschickt gestrickte Story um ein Vater-Sohn-Drama.

Leipzig -  Eindringlich erzählte Torsten C. Fischer in seinem Sonntags-„Tatort" (ARD) mit dem vielsagenden Titel "Absturz" von Schmerz und der Verzweiflung eines Vaters, der den Tod des eigenen Kindes erleben muss.

Die Bilder, in denen dieser Mann (hervorragend gespielt von Matthias Brandt) sein totes Kind in den Armen hält, in denen er sich die Wut aus dem Leib schreit oder sinniert, wie lange die Goldfische seines Sohnes diesen überleben werden, gehen unter die Haut.

Dass bei so viel Emotion die Spannung nicht ganz auf der Strecke bleibt, hat Fischer dem Drehbuch von André Georgi zu verdanken. Der verwebt das durch ein tragisches Flugschauunglück ausgelöste Vater-Sohn-Drama geschickt mit einer Story um Schmiergelder und gefälschte Fluglizenzen. Zwar wirkt der ein oder andere "Zufall" hier ein wenig konstruiert, doch dank überzeugender Darsteller und einem nach wie vor in seiner Unterschiedlichkeit erfrischend anderem Ermittlerduo (Simone Thomalla und Martin Wuttke) sieht man als Zuschauer über diese kleinen Makel gern hinweg. So bietet Fischer mit diesem Leipziger "Tatort" sicher keinen Jahrhundertfilm, solides Krimihandwerk aber ist es allemal.

Melanie Brandl

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