Was wird jetzt aus Gottschalk?

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Thomas Gottschalk ist mit "Gottschalk live" gescheitert

Frankfurt/Main - "Gottschalk live" ist gescheitert und läuft am 7. Juni zum letzten Mal. Was wird nun aus dem beliebten Moderator? Thomas Gottschalk bleibt bei der ARD. Das stellte Programmdirektor Volker Herres nun klar.

Die Pleite muss ihm noch schwer im Magen liegen: Thomas Gottschalk hat das Ende seines Quotenflops Gottschalk live längst nicht verdaut. Vor einer Woche machte die ARD bekannt, dass die Vorabend-Show am 7. Juni zum letzten Mal läuft . Was nicht heißt, dass der 61-Jährige von der Bildfläche verschwindet: Die ARD will an dem Moderator festhalten!

Das betonte Programmdirektor Volker Herres Mittwoch Mittag bei einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main: Die ARD-Intendanten hatten die letzten Tage über Programm und Ausrichtung des Ersten diskutiert – klar, dass da auch das Thema Gottschalk auf den Tisch kam. Der Sender plane „mit Sicherheit“ neue Formate mit ihm, sagte Herres: „Beide Seiten haben ein großes Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit.“ Über die Art der Shows schwieg er sich allerdings aus.

Eines dürfte klar sein: Auf ein so gewagtes Experiment wie Gottschalk live wird sich die ARD nicht mehr einlassen. Herres gab zu, Fehler gemacht zu haben. „Wir wussten, dass Thomas Gottschalk eine mutige Idee hatte“ – doch an der Umsetzung habe es gehapert. „Wir hätten die Entwicklungsphase intensiver nutzen und später on Air gehen müssen“, meinte der Programmdirektor. Dann wäre die Premiere im Januar sicher nicht so chaotisch verlaufen. Die Strafe folgte prompt: Bei der zweiten Ausgabe hatte die ARD fast zwei Millionen Zuschauer verloren (die erste Folge sahen noch 4,34 Millionen). Herres weiß: „Du bekommst niemals eine zweite Chance für den ersten Eindruck.“ Gottschalk selbst habe bis zu zehn Prozent Marktanteil versprochen. Tatsächlich dümpelte er bei drei bis fünf Prozent.

Nach dem 7. Juni kehrt die ARD zu ihrem alten Schema zurück: Brisant wird verlängert und Verbotene Liebe nach hinten rutschen. Die Reihe Heiter bis tödlich rückt wieder näher an die Tagesschau. Damit sind nicht alle Quotenprobleme gelöst: In der Sommerpause wolle die Sendeleitung Drei bei Kai „kritisch überprüfen“, kündigte Herres an. „Aber wir wollen mit dem Format auf jeden Fall weitermachen“.

EH

Das Erste hält vorerst an seinen Talks fest

Fünf Talkshows pro Woche: Werden bei dieser Masse noch echte Inhalte diskutiert oder ist vieles nur Blabla? Darüber sprachen auch die Intendanten – der WDR hatte gefordert, eine Show zu streichen. ARD-Vorsitzende Monika Piel betonte, dass die Verträge mit den Moderatoren „bis 2013“ laufen. Der Sender werde sich rechtzeitig Gedanken machen, wie es weitergehe. Programmdirektor Volker Herres glaubt nicht an ein Überangebot. Dass etwa Beckmann schlechte Quoten bekam, „hat nichts mit mangelnder Qualität, sondern mit dem schwierigen Sendeplatz zu tun“. Donnerstagabend geht im ZDF zeitgleich Maybrit Illner auf Sendung.

Quelle: tz

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