Comeback auf Samstagabendbühne?

ARD will Gottschalk zurückholen

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Scheiterte mit seiner Vorabendshow: Thomas Gottschalk.

Hamburg - Die ARD kämpft weiter um Thomas Gottschalk. WDR-Intendantin Monika Piel will dem Entertainer die „Samstagabendbühne“ freihalten - die Gespräche mit dem Showmaster, derzeit in RTL-Diensten, dauern an.

Die ARD und Thomas Gottschalk (62) - kommen sie nun noch einmal zusammen? „Wir reden mit ihm über konkrete Pläne. Er soll wieder auf die Samstagabendbühne“, sagte die scheidende ARD-Vorsitzende Monika Piel dem Magazin „Stern“ (Donnerstag). Nähere Angaben machte sie nicht. Ihre Fernsehdirektorin Verena Kulenkampff sagte der Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag, die Gespräche mit Gottschalk dauerten an.

Kulenkampff hatte bereits vor zwei Monaten gesagt, es gebe eine „Versicherung von Gottschalk und unserer Seite zu schauen, ob wir etwas entwickeln können, das für den Hauptabend im Ersten und für den Moderator Thomas Gottschalk passt“. Als Zeitfenster gab sie dabei das erste Halbjahr 2013 an. Über den Charakter der Show wollte sie auch am Donnerstag keine Aussage treffen. Vielfach war spekuliert worden, Gottschalk könne eine Art Gegen-„Wetten, dass..?“ in der ARD inszenieren.

Der Showmaster hat innerhalb der vergangenen zwölf Monate eine Odyssee durchs Medium Fernsehen angetreten, die ihresgleichen sucht. Nach seinem Abtritt vom ZDF-Zugpferd „Wetten, dass..?“ im Dezember 2011 landete er im ARD-Vorabendprogramm, für das er zwischen Januar und Juni 2012 seine Show „Gottschalk Live“ bestritt. Die Sendung bescherte der ARD nach gutem Start jedoch dramatische Quotenverluste.

Gottschalk habe „vielleicht unterschätzt, dass man sich in einer so kurzen Sendung viel weniger ausleben kann als in einer großen Samstagabendshow“, sagte Piel dem „Stern“. Eine Kurzstrecke erfordere sehr viel Disziplin. Gottschalk sitzt mittlerweile in der RTL-Show „Das Supertalent“ in der Jury neben Dieter Bohlen und Michelle Hunziker. Auch diese Sendung, noch vor ein und zwei Jahren extrem quotenstark, fährt mit Gottschalk nunmehr Verluste ein. Am 15. Dezember ist das Finale - ob es in der nächste Staffel mit Gottschalk weitergeht, ist höchst ungewiss.

Die WDR-Intendantin Piel gibt den ARD-Vorsitz zum Jahresende ab. Dann übernimmt der NDR-Intendant Lutz Marmor das Amt.

dpa

Das sind die beliebtesten Showmaster

Florian Silbereisen wurde auf den 10. Platz gewählt. © dpa/ARD
Peter Frankenfeld belegt Platz 9. © dpa/ARD
Frank Elstner wählten die Zuschauer auf Platz 8. © dpa/ARD
Dieter-Thomas Heck erreichte den 7. Platz. © dpa/ARD
Talkmaster Rudi Carrell landete auf Platz 6. © dpa/ARD
Hans-Joachim Kulenkampff (re.) ist auf dem 5. Platz. © dpa/ARD
Moderator Hape Kerkeling konnte den 4. Platz für sich entscheiden. © dpa/ARD
Peter Alexander belegt den dritten Platz. © dpa
Günther Jauch ist der zweitbeliebteste Showmaster. © dpa/ARD
Thomas Gottschalk machte das Rennen und landete auf Platz 1. © dpa/ARD

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