Drama am Set vom Chiemseekrimi

ZDF-Dreh: Schmidt Max von Gaspistole getroffen

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Max Schmidt, bekannt aus der BR-Sendung „Freizeit“, spielt im Chiemseekrimi einen Musiker.

München - Ein Schuss, ein Verletzter im Krankenhaus, Ermittlungen von Polizei und Staatsanwalt. Was als Szene aus einem normalen Krimi-Drehbuch gedacht war, wurde nach tz-Informationen am Dienstag bittere, auch völlig absurde Realität

Eine unfassbare Geschichte passierte bei den Dreharbeiten zu einem Fernsehfilm fürs ZDF! Seit dem 6. August wird in München, am Chiemsee und am Samerberg "Hattinger – der Chiemseekrimi" gedreht, eine Produktion von Network Movie für das ZDF, in der Michael Fitz (53) die Hauptrolle des Kommissars spielt (tz berichtete). Es geht um einen Serientäter, den er zu fassen versucht. Soweit die Story, die von Regisseur Hans Steinbichler inszeniert wird.

Am Dienstagmittag gegen 12 Uhr sollte laut Drehbuch folgende Szene am Set im oberbayerischen Übersee (Landkreis Traunstein) gedreht werden: Ein Schauspieler hält einem anderen eine Gaspistole an den Unterschenkel und drückt ab. Beide gehen – natürlich – davon aus, dass keine Munition in der Pistole ist, dass der Schuss, wenn man so will, simuliert wird. Aus bisher völlig ungeklärter Ursache war aber Munition in der Gaspistole. Das bestätigt Stefan Sonntag, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, gegenüber dem ¬Internetportal rosenheim24.de. Anscheinend habe keiner am Set vor der Szene kontrolliert, ob die Gaspistole geladen war, heißt es. So sei es zu diesem „Arbeitsunfall“ gekommen.

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01_muenchen
1. Wofür geriet der „Tatort: Im Visier“ 2003 in die Kritik? A: Bundeskanzler Gerhard Schröder wurde in die Nähe der Russenmafia gerückt. B: Die Polizeipferde waren gedopt. C: Es wurden geheime Polizei-Taktiken verraten. © dpa
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Richtige Antwort: C: Es wurden geheime Polizei-Taktiken verraten. © dpa
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2. In Schweden war man dermaßen begeistert vom „Tatort“, dass dort… A: das Hochschuldiplom in „Reifezeugnis“ umbenannt wurde. B: ein Popduo namens „Stoever & Brockmöller“ Charterfolge feierte. C: ein Drehbuch in Schulbüchern abgedruckt wurde. © dpa
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Richtige Antwort: C: ein Drehbuch in Schulbüchern abgedruckt wurde. © dpa
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3. „Norbert“, „Oskar“ und „Pauline“… A: ermitteln in Saarbrücken. B: hießen die Dackel von Kommissar Veigl. C: sind Titel von „Tatort“-Folgen. © dpa
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Richtige Antwort: C: sind Titel von „Tatort“-Folgen. © dpa
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4. Der Drehbuchautor Felix Huby benannte seinen Kommissar Bienzle nach… A: seinem Lateinlehrer. B: einer Metzgerei. C: dem schwäbischen Wort für Schlapphut. © dpa
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Richtige Antwort: B: einer Metzgerei. © dpa
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5. Die Melodie welches Schlagers dient dem Münsteraner Kommissar Thiel als Handy-Klingelton? A: Auf der Reeperbahn nachts um halb eins. B: Kreuzberger Nächte sind lang. C: In München steht ein Hofbräuhaus. © dpa
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Richtige Antwort: A: Auf der Reeperbahn nachts um halb eins. © dpa
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6. Mit welcher Geste quittierte Horst Schimanski den Dienst? A: Er rasierte sich den Schnäuzer ab. B: Er ohrfeigte Thanner. C: Er warf seinen Parka weg. © dpa
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Richtige Antwort: C: Er warf seinen Parka weg. © dpa
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7. Welches Ermittlerduo wechselte den Dienstort? A: Batic und Leitmayr. B: Ehrlicher und Kain. C: Odenthal und Kopper. © dpa
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Richtige Antwort: B: Ehrlicher und Kain. © dpa
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8. Welcher Kommissar bescherte mit seinem letzten Fall dem „Tatort“ den bis heute gültigen Zuschauerrekord? A: Horst Schimanski. B: Edgar Brinkmann. C: Heinz Haferkamp. © Wolfgang Werner/dpa/gms
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Richtige Antwort: C: Heinz Haferkamp. © dpa
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9. Im „Tatort: Inflagranti“ wurde das Opfer… A: von der Tarantel gestochen. B: in die Sauna gesperrt. C: vom Trecker überfahren. © dpa
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Richtige Antwort: B: in die Sauna gesperrt. © dpa
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10. Wo steht die Lieblings-Currywurstbude der Kölner Kommissare Max Ballauf und Freddy Schenk? A: am Deutzer Rheinufer. B: am Schokolademuseum. C: auf der Domplatte. © dpa
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Richtige Antwort: A: am Deutzer Rheinufer. © dpa

Nach tz-Informationen handelt es sich bei dem verletzten Schauspieler um Max Schmidt, den die Zuschauer vor allem als den „Schmidt Max“ aus der BR-Sendung Freizeit kennen, die der 43-Jährige moderiert. Er hat in dem Chiemseekrimi eine Nebenrolle als Musiker. Die Polizei spricht davon, dass der Schauspieler eine Fleischwunde erlitten habe. Die war aber immerhin so schlimm, dass der Münchner direkt vom Set in ein Krankenhaus gebracht wurde, wo er auch die Nacht verbrachte. Wie es ihm gestern ging, war zunächst nicht zu erfahren. Laut Polizeisprecher Sonntag wird nun routinemäßig (!) gegen den Schauspieler ermittelt, der „geschossen“ hat – nach tz-Informationen ist das Edgar Selge. Das ZDF bestätigt, dass der 64-Jährige an der Szene beteiligt war. Ermittelt wird wegen fahrlässiger Körperverletzung. Ob es am Ende zum Verfahren kommt, wird nach den Ermittlungen, die in so einem Fall immer eingeleitet werden, entschieden.

„Keiner am Set hat zunächst begriffen, was passiert war“, sagt einer, der das Drama mit angesehen hat. Dass die Situation ernst war und alles andere als ein (Schau-)spiel, wurde aber klar, als Max Schmidt liegen blieb und offenkundig große Schmerzen hatte. Sanitäter, die vor Ort waren, kümmerten sich um die erste Versorgung, bis der Krankenwagen kam und den Schauspieler und Moderator schließlich in eine Klinik brachte. Die Dreharbeiten wurden erst mal unterbrochen. Die Kollegen am Set waren alle geschockt. Das ZDF teilte auf Anfrage der tz mit: „Aus einer Pistole löste sich bei einer Szene versehentlich ein Schuss“, so Sprecher Peter Gruhne. „Da dieser aus unmittelbarer Nähe abgegeben wurde, kam es zu einer Verletzung, obwohl die Waffe nicht mit scharfer Munition, sondern mit Platzpatronen geladen war.“ Zum genauen Verlauf und den Umständen des Unfalls könnten keine genaueren Angaben gemacht werden, sie würden derzeit rekonstruiert.

So gefährlich kann eine Gaspistole sein

Das Drama am Set des Chiemseekrimis: Der Moderator und Schauspieler Max Schmidt hat unfassbar großes Glück im Unglück gehabt. Theoretisch hätte das Drehbuch ja auch vorsehen können, dass ihm die Gaspistole an den Kopf gedrückt wird - und nicht wie jetzt geschehen an den Unterschenkel. Dann wäre der Unfall sicher noch dramatischer verlaufen als eh schon. Über Schreckschusspistolen heißt es auf der Internetseite Wikipedia.de: „Das Abfeuern von Patronen aus nächster Nähe auf den Menschen kann erhebliche Verletzungen hervorrufen. Die beim Abfeuern entstehende Druckwirkung ist so hoch, dass etwa ein auf dem Kopf aufgesetzter Schuss tödliche Folgen haben kann.“

Stefanie Thyssen

Quelle: tz

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