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15 Jahre „beim Harry“ im Bräustüberl Maisach

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Harry Faul - Gastwirt
Harry Faul, ein Gastwirt mit Leib und Seele. In den kalten Monaten steht auch eine bewirtete Almhütte zum gemütlichen Beisammensein draußen bereit. © Dieter Metzler

 „Beim Harry in Maisach“ – jeder Maisacher und manch anderer weiß sofort, wer und was damit gemeint ist: Der Bräustüberl Gastwirt und Koch Harry Faul.
Seit nunmehr 15 Jahren führt der 51-jährige Harry Faul erfolgreich das Bräustüberl in der Hauptstraße von Maisach. 

Am ersten März 2007 übernahm der Kreisvorsitzende des Hotel- und Gaststättenverbandes das lokale historische Wirtshaus, das sich auf dem Gelände der Privatbrauerei Maisach befindet, die auf eine über 450 Jahre alte Tradition zurückblickt.

„Ich habe den Schritt bis heute nicht bereut“, erinnert sich Harry Faul zurück, und das trotz turbulenter anderthalb Jahrzehnte. Es sei wirklich viel geschehen in den 15 Jahren, gleichwohl habe sich das Bräustüberl in dieser Zeit weit über die Landkreisgrenzen hinaus einen ausgezeichneten Ruf erworben. „Darauf bin ich schon ein wenig stolz“, sagt Faul, Wirt mit Leib und Seele. Unter seiner Regie und mit seinem unermüdlichen Engagement hat er entscheidend in den vergangenen 15 Jahren dazu beigetragen, dass es mit dem Bräustüberl wieder aufwärts ging. Nicht zuletzt hat der Gastwirt persönlich für das Wohlfühl-Ambiente in der Gaststube beigetragen, insbesondere deshalb, weil er authentisch und in seinem Gasthaus stets präsent ist. „Wenn die Leute sagen, wir gehen zum Harry und nicht, wir gehen ins Bräustüberl, dann kann ich nicht viel verkehrt gemacht haben“, meint Faul.

Und gemacht hat er wahrlich viel, seitdem er das Bräustüberl übernommen hat. Das stattliche Gasthaus war schon ein wenig in die Jahre gekommen. Doch allen Krisen zum Trotz hat Faul das bayerische Wirtshaus zu neuen Höhen geführt. „Es fing mit der Banken- und Finanzkrise an“, erinnert sich Faul zurück. „Das war 2008/09, da gingen die Leute einfach nicht mehr so häufig ins Wirtshaus.“ Nach einem Volksentscheid im Jahre 2010 folgte das Rauchverbot in den Gast- und Wirtshäusern. „Bayern gab sich das schärfste Nichtraucherschutzgesetz“, so Faul. „Als einziges Schlupfloch blieb die Raucherlaubnis für „geschlossene Gesellschaften.“ Und seit zwei Jahren kämpfen die Wirtshäuser mit den Maßnahmen des Infektionsschutzgesetzes wegen Corona. „Ich hoffe nur, dass irgendwann die Normalität zurückkehrt und wir danach nicht erneut in eine Wirtschaftskrise schliddern“, so Faul.

Erfolgsrezept: Regionale Küche - Produkte aus der eigenen Region zeichnen das Bräustüberl aus

Als Harry Faul den Pachtvertrag für das Bräustüberl unterschrieb, hat er sich zugleich auf seine Fahnen geschrieben, dass in seiner Küche weitestgehend regionale Produkte und Waren bei der Herstellung seiner Speisen verwendet werden, auch wenn für regionale Lebensmittel in der Regel ein höherer Preis als bei importierten Waren anfällt. „Soweit das möglich ist, werden bei mir ausschließlich saisonale Produkte verwendet. Das hat sich letztlich ausbezahlt“, sagt Küchenchef Harry Faul, der selbstverständlich trotz weiterer sechs Mitarbeiter täglich selbst in der Küche am Herd steht. Man müsse halt nur das Gespür für die Zeit mitbringen, meint Faul. Denn eigentlich sei er nur dem Trend der Zeit gefolgt. Immer mehr Menschen geben bei Umfragen an, dass sie großen Wert darauf legen, dass die Zutaten zu den angebotenen Speisen aus der Region stammen.

„Letztlich spricht sich Qualität herum“, sagt Harry Faul. Und so bezieht der Gastwirt von insgesamt elf Landwirten und sieben Jägern aus der heimischen Region seine Produkte, aus denen er vornehmlich deutsche und bayerische Gerichte zaubert. Gastwirt Harry Faul legt beim Einkauf auch besonderen Wert auf das Tierwohl. Die reichhaltige Speisekarte mit vielen bayerischen Schmankerln, zum Teil nach „Omas“ Rezepten, lässt wirklich keine Wünsche offen. Die Komplettrenovierung der Küche im Jahre 2014, bei der Harry Faul tief in die Tasche greifen musste, sorgt beim Personal für ein entspannteres Arbeiten und bei den Gästen für ein wesentlich angenehmeres Klima.

verschiedenen Räumlichkeiten mit Blickfänge
In jeder der verschiedenen Räumlichkeiten gibt es Blickfänge, welche die Tradition des Gasthofes vermitteln. © Dieter Metzler

Woche für Woche bietet das Bräustüberl ein täglich wechselndes Mittagsmenü in der Zeit von 11.30 Uhr bis 14 Uhr an. Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit, das Mittagsgericht zu bestellen und abzuholen. Eine wirklich reichhaltige Speisekarte mit erstklassigen Gerichten macht dem Gast die Auswahl schwer. Und auch an die Vegetarier hat Gastwirt Faul gedacht und bietet ihnen leckere Gerichte an. Unter den vielen kulinarischen Highlights findet der Gast selbstverständlich auch viele Klassiker, wie beispielsweise Schweinebraten, Wiener Schnitzel oder auch einen Zwiebelrostbraten, um nur einige Gerichte aufzuzählen.

Ein ganz besonderes Schmankerl ist Harrys hausgemachte Wildbratwurst mit Sauerkraut und Hausbrot.
Für alle Kuchenfreunde hält das Bräustüberl sonntags zur Kaffeestunde „Mutters Kuchen“, natürlich selbst gebacken, bereit.
Etwas ganz Besonderes ist das „Bier-Menü“ mit einer Weißbier-Speckknödel-Suppe, dem Bierkutscher-Gulasch vom Schwein und hausgemachten Semmelknödel sowie Apfelkücherl, hausgemacht im Bierteig mit Vanilleeis. Dazu empfiehlt der Gastwirt die Bierprobe. Dabei werden vier verschiedene Biere der Maisacher Brauerei in 0,1- Liter Gläsern auf einem Holzbrett serviert. m

Weitere Infos finden Sie auch in unserer Sonderveröffentlichung

Kontakt

Telefon: 08141/94210
E-Mail: harry.faul@wirtshaus-maisach.de
Website: www.wirtshaus-maisach.de

Bräustüberl Maisach

Biergarten: 350 Plätze
Terrasse: 50 Plätze
Gaststube: 80 Plätze
Schwemme: 70 Plätze
Bräustüberlsaal: 120 Plätze
Jägerstüberl: 25 Plätze
Räuber Kneißl-Keller: 100 Plätze

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