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15 Jahre Biogasanlage und zehn Jahre Fernwärmenetz Luttenwang

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Von: Dieter Metzler

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Die kommunale Politprominenz und Akteure der Klimapolitik feierten gemeinsam mit dem Unternehmen „15 Jahre Biogasanlage“.
Die kommunale Politprominenz und Akteure der Klimapolitik feierten gemeinsam mit dem Unternehmen „15 Jahre Biogasanlage“. © Metzler

Luttenwang – Zweifellos zählt die regionale Biogasanlage Luttenwang zum Vorreiter im Landkreis mit ihrer Strom- und Wärmeenergie auf dem Gebiet der regenerativen Energieerzeugung. Mit einem Hoffest feierte das Unternehmen am vergangenen Sonntag sein 15-jähriges Bestehen. Zugleich konnte auch das zehnjährige Fernwärmenetz Luttenwang gefeiert werden. 

Beide Jubiläen verbanden die beiden Vorstände, Josef Schmid und Andreas Kische, mit einer Landtechnikausstellung. Nicht nur die kommunale Politprominenz würdigte in Redebeiträgen die Bedeutung der Anlage gerade in der heutigen Zeit, sondern auch die Besucher zeigten den ganzen Tag über Interesse an der Besichtigung der Biogasanlage. Sie ließen sich über das Wärmenetz informieren und zeigten sich begeistert von der Technikausstellung.

Schmid und Kische gaben am Vormittag den Gästen zunächst einen Rückblick über die Entstehung der Biogasanlage und des späteren Fernwärmenetzanschlusses, und Josef Götz vom Fachverband Biogas erläuterte den Gästen den natürlichen Energiekreislauf. Kritik übte Götz an der Energiepolitik der Bundesregierung und lobte die Luttenwanger Anlage. „Ihr habt die Bedeutung bereits vor 15 Jahren erkannt. Respekt, was Ihr hier auf die Beine gestellt habt.“

Energiepolitisch ins gemachte Nest setzen

Er könne sich energiepolitisch sozusagen ins gemachte Nest setzen, eröffnete Adelshofens Bürgermeister Robert Bals (WG Adelshofen) den Reigen der Grußwortredner. Luttenwang könne bereits über den Bedarf hinaus klimaneutral Strom und Wärme bereitstellen. Eine Leistung, die von Bürgerhand seinerzeit mit Mut, Hoffnung und Überzeugung erbracht wurde.

In dieser Zeit merkt man mehr als deutlich, wie wichtig die Energie ist, meinte die Bundestagsabgeordnete Katrin Staffler (CSU). Es sei beeindruckend, wie vorausschauend Luttenwang das Thema vor 15 Jahren angegangen ist. „Luttenwang ist ein Vorzeigeprojekt“, sagte sie und versprach ihre Unterstützung. „Wir werden dafür sorgen, dass auch in 15 Jahren die Anlage noch existent ist.“

„Wir setzen auf die Intensität von nachhaltigen Energieversorgungen“, sagte Landrat Thomas Karmasin (CSU) in seiner Eigenschaft als neuer Chef des Bayerischen Landkreistags. Bitter enttäuscht sei man allerdings über das „Wind-an-Landgesetz“, das völlig einseitig auf die Windkraft setze. Mit ihrer Anlage leiste Luttenwang einen wesentlichen Beitrag in Richtung Energiewende für den Landkreis, lobte Karmasin.

Obermeier rät, sich dem Fernwärmenetz anzuschließen

Täglich erhalte er mindestens zehn Anrufe, berichtete Gottfried Obermeier (FW), Vorsitzender von Ziel 21. Das Fernwärmenetz sei ein wichtiger Bestandteil für die Energiewende und er kann nur allen raten, die mit ihrer Öl- und jetzt auch Gasheizung Probleme haben, sich dem Fernwärmenetz anzuschließen.

Der Krieg in der Ukraine zeige uns auf, dass Energie nicht selbstverständlich sei, führte Landtagsabgeordneter Benjamin Miskowitsch (CSU) aus. Wenn man dann Energie, wie in Luttenwang regional erzeuge, habe man alles richtig gemacht.

Durch die Corona-Krise, aber spätestens nach dem Ukraine-Krieg habe auch der Letzte gespannt, dass die Landwirtschaft systemrelevant sei, meinte Landtagsabgeordneter Hans Friedl (FW). „Nicht nur von der Ernährung her, sondern auch von der Energieerzeugung.“ Jetzt denkt man dann ans Biogas, nur die Bundesregierung anscheinend noch nicht. „Biogas ist ein Garant für die Versorgungssicherheit“, meinte Friedl. Für viele Anlagen laufe die Förderung jedoch aus.“

Metzler

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