Zahlreiche Aufgaben für IHK

16.000 Betriebe im Landkreis können neuen IHK-Regionalausschuss wählen 

Online-Pressekonferenz der IHK, an der fünf Herren teilnehmen.
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Die IHK lud zur Online-Pressekonferenz, um über die IHK-Wahlen zu informieren.
  • vonMaximilian Geiger
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Landkreis Fürstenfeldbruck – Fast 16.000 Betriebe im Landkreis Fürstenfeldbruck sind aufgerufen, die Besetzung der IHK-Gremien zu wählen. Sie haben die Wahl aus 30 Bewerber aus dem Landkreis, denen die Arbeit in der neuen Wahlperiode sicher nicht ausgehen wird. Ein Grund sind auch die Auswirkungen der Coronapandemie.

Laut Robert Obermaier, Leiter der IHK-Geschäftsstelle für die Region München, sind etwa 160.000 Betriebe in Bayern wegen der Pandemie in ihrer Existenz gefährdet. Die Auswertung für den Brucker Landkreis ist noch nicht erstellt. Der Regionalausschuss-Vorsitzende Michael Steinbauer sagt aber: „Die Lage ist in einigen Branchen bitterernst.“

Der Kampf um die wirtschaftliche Existenz gehöre inzwischen zum Alltag vieler Unternehmer, so Steinbauer bei einem Online-Pressegespräch zur anstehenden Neuwahl. Vor allem der stationäre Einzelhandel, die Gastronomie und Hotellerie, sowie die Veranstalter und die Reisebranchen seien besonders hart getroffen. Es gebe aber auch Gewinner der Pandemie: Lebensmittel- und Drogeriehandel sowie vor allem den Online-Handel.

Zahlreiche Aufgaben kommen auf die IHK zu

Angesichts von rund zehn Prozent gefährdeten Unternehmen – den von Obermaier genannten 160.000 Betrieben – in der Folge der Pandemie sieht Steinbauer, der erneut für den Regionalausschuss kandidiert, zahlreiche Aufgaben auf die IHK zukommen. „Wir brauchen kreative Konzepte gegen das Innenstadtsterben“, sagt er. Weitere Arbeitsfelder für die Kammer sieht er beim Ausbau der digitalen Infrastruktur, bei der Schaffung von ÖPNV-Querverbindungen zwischen den Gemeinden und beim bezahlbaren Wohnraum.

Auch beim immer noch vorhandenen Fachkräftemangel macht sich das Virus negativ bemerkbar. Den Unternehmen würden die derzeit coronabedingt nicht möglichen Messen und die Berufsinfomärkte bei der Werbung um neue Auszubildende fehlen. „Außerdem müssen wir neue Gewerbeflächen schaffen, damit Betriebe nicht ins Ausland abwandern“, sagte Steinbauer weiter.

Das Engagement bei den Unternehmern im Landkreis, sich für ein Durchstarten nach der Pandemie einzusetzen und bei der Politik die Finger in die Wunden der wirtschaftlichen Bedürfnisse zu legen, angesichts der laut Steinberger hohen Zahl von Kandidaten, ist groß. Auch gebe es erfreulich viele jüngere Bewerber um einen der 17 Plätze im Regionalausschuss. Drei der Kandidaten bewerben sich daneben auch auf einen Sitz in der IHK-Vollversammlung.

Insgesamt sind fast 16.000 Unternehmen im Landkreis aufgerufen, in der Zeit von 9. April bis 7. Mai ihre Stimme abzugeben. Die bevorstehende Wahlperiode dauert fünf Jahre. Alle Infos zur Wahl sowie eine Vorstellung der Kandidaten gibt es online unter www.ihkwahl2021.de.

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