Insgesamt mehr Tafelempfänger über die Jahre

20 Jahre Germeringer Tafel – 76 ehrenamtliche Helfer und rund 300 bedürftige Personen

Die Germeringer Tafelhelfer beim Ausladen der Waren.
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Germeringer Tafelhelfer beim Ausladen der Waren.

Germering – Bedürftigen Menschen helfen und Lebensmittel retten – das ist das Anliegen der Germeringer Tafel, und das seit 20 Jahren. 

Als der erste Tafel-Laden in der Brückenstraße in Germering im Dezember 2000 erstmals seine Tore öffnete, versorgte die damalige Leiterin Sibylle Gutekunst und ihre dort etwa 30 ehrenamtlichen Mitarbeiter etwa 300 bedürftige Personen (200 Erwachsene und 100 Kinder). Seither ist der Bedarf Jahr für Jahr gestiegen und die Tafel ist nicht mehr aus dem sozialen Versorgungsangebot in Germering wegzudenken: derzeit sind 76 ehrenamtliche Helfer im Einsatz, um einmal pro Woche Lebensmittel an rund 1.000 Tafelkunden (etwa 600 Erwachsene und 400 Kinder) ausgeben zu können. Um der wachsenden Zahl der Kunden besser gerecht zu werden, musste die Tafel mittlerweile mehrfach umziehen, zuletzt im Dezember 2019 in neue Räume in der Planegger Straße 7, die die Stadt Germering der Tafel zur Verfügung stellte.

Zahlreiche Spenden und ehrenamtliche Helfer

Viele Unternehmen, Groß- und Einzelhändler, Privatleute, Kirchen und andere Institutionen und Einrichtungen unterstützen die Germeringer Tafel, teilweise schon über viele Jahre hinweg. Um die Warenspenden zur Tafel zu transportieren, sind wöchentlich verschiedenste Fahrzeuge im Einsatz: der tafeleigene Kühlbus, ein Caddy des Sozialdienstes, ein Transporter der Stadt Germering und Privat-PKW. Ehrenamtliche Fahrer sorgen dafür, dass die Ware rechtzeitig abgeholt und zur Tafel gebracht wird. Vor Ort helfen jeden Montag viele Hände über Stunden, damit die Ausgabe am Dienstag zügig vonstatten gehen kann.

Die Tafel und Corona

Die Corona-Pandemie hat auch die Germeringer Tafel vor große Herausforderungen gestellt: Die Zahl der Tafelempfänger steigt kontinuierlich weiter an und wöchentlich kommen derzeit Neuanträge hinzu. Außerdem musste die Ausgabe Corona-konform umgestaltet werden, denn momentan können nur vorgepackte Tüten an entsprechend präparierten Türen ausgegeben werden. Knapp 400 solcher Tüten müssen wöchentlich von den ehrenamtlichen Helfern vorbereitet und befüllt werden – zusätzlich zu dem ohnehin immer anfallenden Aussortieren und Durchsehen der angelieferten Lebensmittel.

Ein eingespieltes Team

„Ohne das großartige Engagement unseres Tafel-Leiters Jürgen Quest und seines Teams und ohne die zahlreichen Spenden wäre es der Tafel nicht möglich, die ständig wachsende Zahl Bedürftiger in Germering zu unterstützen“, so Sabine Brügel-Fritzen, Geschäftsleiterin des Sozialdienstes, der Träger der Germeringer Tafel ist. „Ich finde es einfach toll, mit welchem Engagement die ehrenamtlichen Mitarbeiter – obwohl viele von ihnen vom Alter her meist selbst schon der Risikogruppe angehören – sich Woche für Woche für „ihre“ Tafelkunden einsetzen. Die meisten von ihnen sind schon viele Jahre dabei und wissen genau, ob die jeweiligen Kunden zum Beispiel Schweinefleisch essen und berücksichtigen bei der Ausgabe auch, ob es sich um einen Single-Haushalt handelt oder um eine Großfamilie. Der Sozialdienst ist wirklich dankbar für so viel Engagement über eine so lange Zeit.“

red

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