Vereinfachte Abfallgebührensatzung für den Landkreis Fürstenfeldbruck ab 2020

Ab 2020: Bioabfallsäcke für alle Haushalte

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Ab 2020 bekommt jeder Haushalt im Landkreis einen Biosack – und zahlt dann 55 Euro Leistungsgebühr im Jahr

Ab 2020 werden im Landkreis einheitliche Abfallgebühren gelten. Bisher wird zwischen einer regulären Gebühr mit Bioabfallsammlung und einer ermäßigten Gebühr bei Eigenkompostierung unterschieden. Künftig sollen alle Bürger des Landkreises Bioabfallsäcke erhalten. Das bedeutet: Diejenigen, die bisher die reguläre Gebühr bezahlen mussten, zahlen weniger.

Landkreis - Im Grundsatz hat der Kreistag die Maßnahme bereits Ende 2017 beschlossen. Am Donnerstag, 6. Juni, wurde im Werkausschuss über die konkrete Umsetzung in Form einer neuen Abfallwirtschaftssatzung und einer neuen Abfallgebührensatzung für den Landkreis Fürstenfeldbruck beraten. 

Neuregelungen für die Hälfte aller Haushalte

Für etwa die Hälfte aller Haushalte im Landkreis bedeutet die Neuregelung ab nächstem Jahr eine Einsparung bei den Abfallgebühren. Wer zum Beispiel eine 60 Liter-Restmülltonne inklusive Bioabfallsammlung angemeldet hat, wird statt 68 Euro nur noch 55 Euro Leistungsgebühr im Jahr zahlen; bei einer 120 Liter-Restmülltonne soll die jährliche Gebühr von 136 Euro auf 109 Euro sinken. Die Grundgebühr pro Haushalt bleibt mit 46 Euro im Jahr konstant. In einem aktuellen Städteranking zu den Abfallgebühren in den 100 größten Städten Deutschlands, durchgeführt vom Kölner Institut der deutschen Wirtschaft (IW), wurden die Kosten für die Entsorgung von Restmüll, Bioabfall, Sperrmüll und Altpapier für eine Musterfamilie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern verglichen. Die Abfallgebühren im Landkreis Fürstenfeldbruck für einen vergleichbaren Musterhaushalt liegen bereits heute unter denen der untersuchten Städte. 

Wertvoller Beitrag zum Klimaschutz

Ab 2020 werden allen Haushalten Bioabfallsäcke aus biologisch abbaubarem Material für die getrennte Sammlung von Küchenabfällen zur Verfügung gestellt. Die befüllten Bioabfallsäcke werden jede Woche eingesammelt und zu einer Vergärungsanlage gebracht. Aus den Bioabfällen wird Energie in Form von Strom und Wärme sowie Kompost produziert. „Die Bioabfallsammlung des Landkreises leistet damit einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz“, so das Abfallwirtschaftsamt. Nicht beabsichtigt ist, die Kompostierung organischer Abfälle im eigenen Garten zu reglementieren. 

Wann die Eigenkompostierung sinnvoll ist

Die Eigenkompostierung ist insbesondere dann sinnvoll, wenn zum einen Strukturmaterial wie Baum- und Strauchschnitt anfällt und zum anderen genügend Fläche zum Ausbringen des fertigen Komposts vorhanden ist. Diese Voraussetzungen sind mit zunehmend kleiner werdenden Hausgärten jedoch seltener gegeben. „Die Bioabfallsammlung stellt in jedem Fall eine sinnvolle Ergänzung zur Eigenkompostierung dar, da auch Essensreste, wie Brot, Käse, und Wurst sowie gekochte Speisereste (wie Nudeln, Fleisch), die nicht auf den heimischen Komposthaufen gehören, hochwertig verwertet werden. Bisher landen Abfälle dieser Art noch häufig in der Restmülltonne – sie sind aber zu schade für die Müllverbrennung“, erklärt Sabine Schulz-Hammerl, Leiterin des Abfallwirtschaftsbetriebes des Landkreises Fürstenfeldbruck. red

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