Die 24-jährige Studentin Sophie Schuhmacher ist Germerings Dritte Bürgermeisterin

Zwischen Studium und Stadtrat

Sophie Schuhmacher ist Germerings neue Dritte Bürgermeisterin.

Germering – Die 24-jährige Sophie Schuhmacher komplementiert das weibliche Duo und unterstützt Germerings Oberbürgermeister als Stellvertreterin.

Jung, ambitioniert und mit vielen kreativen Ideen vertritt Sophie Schuhmacher seit bereits sechs Jahren die politischen Interessen ihrer Generation in der Stadt Germering. Nun wartet eine neue Herausforderung auf die junge Studentin. Denn, neben der langjährigen CSU-Politikerin Manuela Kreuzmair, die zur zweiten Stellvertreterin gewählt wurde, stellte der Stadtrat Bürgermeister Andreas Haas (CSU) zusätzlich noch Sophie Schuhmacher von den Grünen zur Seite. Die Lehramtsstudentin erhielt 26 von 41 Stimmen und übernimmt mit 24 Jahren die Aufgaben der dritten Bürgermeisterin. Doch das Alter spielte für Schuhmacher nie eine Rolle. „Ich wurde von Anfang an im Stadtrat ernst genommen und immer respektvoll behandelt, ich schätze die angenehme Zusammenarbeit sehr“, erklärt sie. Schon früh entdeckte die junge Studentin das Thema Politik für sich und auch am Abendtisch wurden politische Themen von ihren Eltern nie gescheut. Doch, dass sie schon sobald dem Bürgermeister tatkräftig zu Seite stehen würde, das hätte Schuhmacher damals nicht gedacht. Nun freut sie sich aber auf ihre neue Aufgabe, dennoch will sie ihre eigentlichen Ziele dabei aber nicht außer Acht lassen. „Germering soll so schnell wie möglich klimaneutral werden und komplett auf erneuerbare Energie umsteigen. Außerdem liegt mir die Einzelfallhilfe besonders am Herzen“, betont die Lehramtsstudentin. Das liegt auch daran, dass Schuhmacher nach dem Abitur im Zuge des Bundesfreiwilligendienstes ein Jahr in der Cordobar, eine Jugendbegegnungsstätte in Germering, tätig war und dort viele Probleme hautnah miterlebte. „Ich denke, dass jeder in Germering sich unterstützt fühlen sollte“, fügt die 24-Jährige hinzu. Zusätzlich ist es der Studentin wichtig, dass weiter an Germerings Stadtbild gefeilt wird, mehr Bäume, Grünflächen und öffentliche Trinkmöglichkeiten stehen hier ganz oben auf der Liste. „Natürlich fängt man in Germering dabei nicht bei null an, die Stadt ist schon gut aufgestellt, aber es könnte noch mehr werden“, erklärt sie ihren Ansatz. Nun kann Schuhmacher vielleicht nicht die langjährige politische Erfahrung einiger Kollegen vorweisen. Dem ist sich die 24-Jährige auch absolut bewusst und freut sich deshalb, dass alle Mitglieder des Stadtrats sie stets mit Rat und Tat unterstützen. Fehlende Erfahrung versucht sie wiederum mit Kreativität und dem berühmten „frischen Wind“ ein wenig wettzumachen. „Sicherlich fehlt es mir noch an Erfahrung, dafür sehe ich die Dinge oftmals anders, setze andere Schwerpunkte und gebe meiner Generation eine Stimme“, sagt die 24-Jährige Stadträtin. Und dieses Engagement beansprucht, neben ihrem Studium, viel Zeit. Und so ist die Studentin oft froh, wenn sie nach einer langen Sitzung abends nach Hause kommt und Hündin Kathi von ihrem Verlobten versorgt wurde oder ein Abendessen auf sie wartet. Nun neigt sich das Lehramtsstudium aber dem Ende zu, im Herbst schreibt Schuhmacher Staatsexamen. Doch ob sie danach als Lehrerin tätig wird, promoviert, sich der Jugendarbeit widmet oder die Position der Oberbürgermeisterin anstrebt, das kann sie noch nicht beantworten. „Momentan kann ich mir es nicht vorstellen, aber ich möchte nichts ausschließen. Allerdings weiß ich, dass ich mir für die Zukunft ein offenes, buntes, vielfältiges und grünes Germering wünsche“, resümiert Schuhmacher.

Julia Huß

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