Versöhnung über den Gräbern

24.350 Euro für Soldatengräber gesammelt

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Scheckübergabe (von links): Artur Klein, Geschäftsführer Bezirksverband Oberbayern, Erich Raff, Oberbürgermeister Fürstenfeldbruck und Brigadegeneral Michael Traut.

Als Tradition und Verpflichtung zugleich, empfinden es die Soldaten am Standort Fürstenfeldbruck, für den Unterhalt der Gräber von gefallenen Soldaten zu sorgen. Dieses Jahr war die Spendenbereitschaft besonders hoch es wurden 24.350 Euro gesammelt. Das sind 4.200 Euro mehr als im vergangenen Jahr.

Fürstenfeldbruck - Der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Volker Wieker, hat mit den Worten „Mortui viventes obligant“ – „Die Toten verpflichten die Lebenden“ an die Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. erinnert und um Unterstützung gebeten. Dieser Aufforderung kamen die Soldaten aus dem Fliegerhorst in Fürstenfeldbruck gerne nach. 

OB Erich Raff sammelte mit

Doch nicht nur die Sammler fühlen sie ihren toten Kammeraden verpflichtet sondern auch die Bevölkerung. Bei den beiden Hausammlungen sammelten 201 Soldaten in nur vier Stunden über 17.231 Euro. Das höchste Sammelergebnis erzielten, Lars Schroeder und Uwe Koscorek, sie sammelten über 420 Euro. Bei der sogenannten „VIP Sammlung“ am 1. November wurden 4.056,80 Euro gespendet. An diesem Tag haben der Standortälteste, Brigadegeneral Michael Traut, mit Vertretern des Fliegerhorstes und der Oberbürgermeister Erich Raff, mit seinen Stadträten an Friedhöfen in Stadtgebiet Fürstenfeldbruck um eine Spende gebeten.

Bei der Friedhofsammlung im Gemeindegebiet Gröbenzell erreichte die Reservistengemeinschaft Gröbenzell ein Spendenergebnis von 1.080 Euro. Allein Michael Steinle sammelte über 350 Euro in Gröbenzell. Mit einer internen Sammlung und durch den Verkauf von Gedenkkerzen wurden zusätzlich noch 2.000 Euro gesammelt.

Empfang als Dank

„Dieser Empfang ist zu Ihren Ehren, sie haben einen großen Betrag zu diesem Sammelergebnis geleistet“, mit diesen Worten begrüßte der Standortälteste Brigadegeneral, Michael Traut, die Gäste.

Der Bezirksverband Oberbayern im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. bedankt sich mit einem Stehempfang zur Ehrung der freiwilligen Helfer. Den Soldaten und Helfern wurde eine Ehrenurkunde des Verbandes überreicht.

"Europa ist ein kostbares Geschenk"

„Diese Aktion versteht sich als Antwort auf eine gewisse ‚Europamüdigkeit‘ die salonfähig wird“, betonte Artur Klein, Geschäftsführer des Bezirksverbands Oberbayern. Europa ist mehr als Bürokratie und missliebige Verordnungen. Europa ist ein kostbares Geschenk, ein hohes Gut das es zu bewahren gilt, da der Weg dorthin nicht leicht war und nicht verspielt werden darf. „Dieser Friedensarbeit hat sich der Volksbund verschrieben. Mit der Unterstützung der Spender und Sammler können Kriegsgräberstätten weltweit, als Mahnmal und Lernorte der Geschichte dienen“, so Klein. Die Botschaft „Die Toten verpflichten die Lebenden“ erreiche immer weniger Leute. Umso wichtiger sei es daher die Gedenk- und Friedensarbeit des Volksbundes bei den Sammlungen und am Volkstrauertag zu unterstützen und öffentlich zu demonstrieren.

Andreas Grebl

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