Update für den Weg des Landkreises

25 Teilnehmer bilden in Workshop zur Fortschreibung des Landkreis-Leitbildes Arbeitsgruppen

Landrat Thomas Karmasin begrüßt Besucher und Workshop Teilnehmer im großen Saal des Landratsamtes
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Landrat Thomas Karmasin (rechts) begrüßt die 25 Workshop-Teilnehmer im Landratsamt.
  • Andreas Daschner
    VonAndreas Daschner
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Fürstenfeldbruck – Vor zehn Jahren hat der Landkreis Fürstenfeldbruck beschlossen, sich ein Leitbild zu geben. Klimawandel, Wohnungsnot und nicht zuletzt Corona haben seitdem viele Veränderungen mit sich gebracht. Deshalb wird das Leitbild nun fortgeschrieben – und mehr Bürgerbeteiligung als noch vor einem Jahrzehnt.

Gerade einmal eine Handvoll Bürger hatte in der Zeit von 2011 bis 2013 die Hand im Spiel, als sich der Landkreis in verschiedenen Bereichen Ziele gesetzt hatte. Selbst unter Corona-Bedingungen sind es diesmal mehr: Alleine 25 in einem Bewerbungsverfahren ausgewählte Teilnehmer trafen sich zu einem ersten Workshop im Sitzungssaal der Kreisbehörde. Zwei weitere Runden – eine davon speziell für die Jugend – werden folgen.

 „Das wäre sonst wie bei einem Navi im Auto: Ohne Update kommt man irgendwann irgendwo nicht mehr weiter.“

Landrat Thomas Karmasin zur Leitbild-Fortsetzung

Für Landrat Thomas Karmasin ist die Beteiligung der Bürger wichtig: „Wir wollen nicht irgendein Expertenwissen drüber stülpen, in dem sich dann keiner wiederfindet.“ Dass es nötig ist, das Leitbild fortzuschreiben, steht für den Landkreischef außer Frage: „Das wäre sonst wie bei einem Navi im Auto: Ohne Update kommt man irgendwann irgendwo nicht mehr weiter.“

Wenige oder viele Ziele?

Ob das erste Leitbild ein Erfolg war, darüber lieferten sich Karmasin und einer der Teilnehmer ein kurzes Wortgefecht. Auf die Aussage des Landrats, dass manche der Ziele umgesetzt werden konnten, meinte der Gröbenzeller: „Manche, klingt nicht nach viel.“ Er fragte, ob es nicht sinnvoller sei, sich weniger Ziele zu setzen, dabei aber Schwerpunkte zu bilden. Das stellte Karmasin den Workshop-Teilnehmern anheim, sagt aber auch: „Wenn man sich viele hohe Ziele setzt und manche davon umsetzen kann, hat man etwas in Bewegung gebracht.“

Von 79 Projekten bisher 29 umgesetzt

Den Erfolg des bisherigen Leitbildes fasste die Agenda-21-Beauftragte des Landkreises, Michaela Bock, in Zahlen zusammen: Von 79 beschlossenen Projekten seien 29 umgesetzt worden – darunter zum Beispiel das Projekt „Wohnen für Hilfe“, der Moorverbund entlang der Maisach oder der Tag der offenen Tür der Sportvereine. 26 weitere Projekte seien derzeit in der Umsetzung. Die seinerzeit erarbeiteten Ziele und Projekte sollen nun bei der Fortschreibung evaluiert werden, wie Bock ausführte. „Wir fangen also nicht bei Null an“, sagte sie. Christian Hörmann von dem Beratungsunternehmen Cima, der den Workshop moderierte, betonte aber, dass es gewisse Ziele nachzuschärfen gibt. „Der Klimaschutz zum Beispiel war vor zehn Jahren noch nicht so scharf formuliert.“

Klimawandel als wichtiger Punkt

Der Klimawandel war dann auch einer der meistgenannten Punkte, als die Teilnehmer ihre Motivation erläuterten, am Leitbild mitarbeiten zu wollen. Als weitere Punkte wurden vor allem die Mobilität und die Wohnraumentwicklung, aber auch die Themen Pflege, Freizeit, Infrastruktur, Personennahverkehr und die Lebensqualität ganz allgemein genannt.

Vier Arbeitsgruppen gegründet

Die verschiedenen Themen wurden schließlich in vier Arbeitsgruppen (AG) aufgeteilt und von den Teilnehmern bearbeitet. AG1 beschäftigte sich mit den Themen „Bildung, Familie, Gesundheit, Soziales und Integration. In AG2 wurden Freizeit, Kultur, Sport und Tourismus zusammengefasst. Bevölkerungs- und Siedlungsentwicklung, Mobilität, Wirtschaft und Digitalisierung waren Thema der AG3. Klimaschutz und Energie, Umwelt- und Naturschutz sowie Landwirtschaft wurden von der AG4 bearbeitet.

Weitere Workshops

Der zweite Workshop findet am 3. Juli, der Jugendworkshop am 16. Juli statt. Die in Kleingruppen erarbeiteten Projekte dieser drei Termine, sollen im Herbst dieses Jahres abgestimmt und in den Entwurf des Leitbildes eingearbeitet werden. Über den hat dann der Kreistag zu beschließen. Im Frühjahr 2022 soll das Leitbild schließlich stehen.

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