Weitere 25 Plätze nötig

Mehr Kitaplätze für Aich und Puch - nur das „Wie“ ist noch unklar

Der Eingang zum Aicher Gemeinschaftshaus, das auch von den Aichhörnchen genutzt wird
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Das Aicher Gemeinschaftshaus, in dem die Aichörnchen untergebracht sind, wird auch von vielen Vereinen genutzt.
  • Miriam Kohr
    vonMiriam Kohr
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Fürstenfeldbruck – Für beide Ortsteile wurde im Rahmen einer Demographie-Studie bis 2030 ein Bedarf für weitere 25 Kindergartenplätze ermittelt.

Dem Vorschlag der Verwaltung, diese in Aich anzusiedeln, wollte der zuständige Fachausschuss jedoch nicht folgen. Stattdessen soll geprüft werden, ob sich nicht je eine Kita in Aich und Puch realisieren lassen.

Man könne „nicht beide Standorte gegeneinander ausspielen“, befand Peter Glockzin (Freie Wähler). Er bekäme viele Anrufe besorgter Eltern aus Aich, die fürchten ihren Kindergarten zu verlieren. Hintergrund ist die bereits seit Längerem anhaltende Diskussion, einen Kindergarten in Puch zu prüfen, wie dies von der CSU vor geraumer Zeit beantragt wurde. Ähnlich lautende Anträge stellten die Fraktionen von BBV und ÖDP auf der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Integration, Soziales, Jugend und Sport.

„Örtliche Strukturen ausbauen“

Es sei „nicht das Ziel, die Kita in Aich abzuziehen“, erklärte CSU-Fraktionssprecher Andreas Lohde. Vielmehr solle geprüft werden, „ob die Möglichkeit besteht, in Puch einen eigenen Kindergarten zu etablieren.“ Es gehe darum, örtliche Strukturen zu erhalten beziehungsweise auszubauen. Auch wären die Einrichtungen dann für alle fußläufig erreichbar, ergänzte Parteikollege Martin Kellerer.

Ruf nah alternativen Konzepten

Die BBV sei sich diesbezüglich mit der CSU weitgehend einig, betonte Willi Dräxler, fordere aber, auch alternative Konzepte, wie einen Wald- oder Naturkindergarten zu prüfen. Mit dem Grünen Zentrum böte sich „Puch als Standort für einen Naturkindergarten geradezu an“, befand auch der für Kindergärten zuständige Amtsleiter Michael Maurer. Der Forderung der ÖDP, darüberhinaus sowohl in Aich als auch in Puch Krippenplätze zu integrieren, erteilte Maurer jedoch eine Absage. Laut Verwaltung gäbe es dafür keinen Bedarf. Der Ausschuss beschloss dennoch eine entsprechende Erweiterungsmöglichkeit zu prüfen. Für den Bau in Puch käme ein am Ortsrand liegendes Grundstück infrage, das dem Freistaat gehört.

Verschiedene Möglichkeiten

Der Vorschlag der Verwaltung sah vor, beide Gruppen in einem Neubau am Aicher Ortsrand unterzubringen. Zur Finanzierung könnte das Grundstück auf dem das Gemeinschaftshaus steht und in dessen Erdgeschoss der Kindergarten untergebracht ist, verkauft werden. Das Haus sei „ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Aicher Lebens“, wandte sich Kellerer gegen derartige Überlegungen. Die zusätzliche Gruppe könne eventuell auch in einem Anbau untergebracht werden. Selbst bei einem Kita-Neubau dürfe es nicht veräußert werden, da es von vielen örtlichen Vereinen genutzt wird. Außerdem habe man es gerade an die Fernwärme angeschlossen.

Eine Frage des Geldes

Die Verwaltung wurde beauftragt, alle zur Diskussion stehenden Varianten anhand einer Bewertungsmatrix zu prüfen und dem Ausschuss zur Beurteilung wieder vorzulegen. Letztendlich wird es wohl, wie so vieles im Leben, eine Frage des Geldes sein.
Peter Fischer

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