40-Jährige wollte aus Klinik fliehen

Aufwendige Rettung durch Feuerwehr: Frau ist halbe Nacht in Schacht gefangen

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Die Dunkelheit, eine Alkoholisierung und ein Freiheitsdrang sorgte wohl für den Sturz einer 40-Jährigen in diesen Kabelschacht.

Nach einem Sturz in einen engen Schacht kam es am Sonntag, 1. September, für die Freiwillige Feuerwehr Fürstenfeldbruck zu einem aufwendigen und langen Einsatz beim Fürstenfeldbrucker Klinikum.

Fürstenfeldbruck – Eine 40-Jährige war am Samstag aufgrund einer Alkoholisierung in das Brucker Klinikum eingewiesen worden. „Zweimal versuchte sie sich aus dem Krankenhaus zu stehlen, wurde daran aber von Klinik-Mitarbeitern gehindert“, erzählt Michael Fischer von der Fürstenfeldbrucker Polizei. Doch der dritte „Ausbruchs“-Versuch der Fürstenfeldbruckerin schien gelungen. In Wirklichkeit fiel sie aber in einen etwa 40 Zentimeter breiten und acht Meter tiefen Betonschacht. Die Dame wollte sich nach Vermutungen der Polizei in der Krankenhaus-Kapelle für die Nacht einrichten, als sie in den Schacht hinter einer Tür fiel. Dort harrte sie wohl mindestens die halbe Nacht aus.

Ortung der Hilferufe schwierig

Denn erst am nächsten Morgen gegen acht Uhr riefen Passanten die Freiwillige Feuerwehr Fürstenfeldbruck, als sie Hilferufe wahrnahmen. Diese rückte mit vier Fahrzeugen und 20 Einsatzkräften an. Die Ortung dieser Rufe gestaltete sich für die Feuerwehr zunächst schwierig. 

Komplizierte Rettung

Nach der Öffnung mehrerer Revisionsklappen wurde die 40-Jährige in einem Versorgungsschacht, etwa drei Meter unterhalb der Revisionsklappe, lokalisiert und fortan betreut. Eine Rettung durch diese war jedoch wegen der engen Platzverhältnisse nicht möglich. Feuerwehrkräfte suchten parallel dazu weitere Zugänge zum Schacht und fanden im Geschoss darunter einen kleinen Mauerdurchbruch. Die diversen Elektro- und Versorgungsleitungen, die in den Schacht führten, wurden daraufhin aufwändig ab- und umgebaut. So konnte ein Durchgang mit etwa 30 Zentimeter Höhe und 40 Zentimeter Breite in den Schacht geschaffen werden. Nach einer Stunde aufwändiger Vorbereitungsmaßnahmen wurde die Frau von der Feuerwehr durch die Öffnung gerettet und an den Rettungsdienst übergeben. Da die Bruckerin vermutlich nur nach und nach die acht Meter hinunter rutschte, kam sie mit Hämatomen und Prellungen davon.

Fortbildungen und Ausrüstung sei Dank

„Nur auf Grund der regelmäßigen Fortbildungen und der vorgehaltenen technischen Ausrüstung bei der Freiwilligen Feuerwehr Fürstenfeldbruck konnte die Rettung trotz der komplexen Ausgangssituation in dieser kurzen Zeit erfolgreich durchgeführt werden“, bilanzierte die Feuerwehr Fürstenfeldbruck.

red

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