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45. Volksschwimmen nach zwei Jahren Corona-Pause am Pucher Meer

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Von: Dieter Metzler

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Badeinsel im Puchher Meer
Ein Sprung ins kühle Nass ist bei den aktuellen Temperaturen besonders erfrischend wie hier am Pucher Meer. © Dieter Metzler

Fürstenfeldbruck – Die Sonne gab am Sonntag ihr Bestes, als die Brucker Wasserwacht nach zweijähriger Corona-Pause zum 45. Volksschwimmen im Pucher Meer einlud. Und nicht nur das Wetter passte, auch das Wasser lockte mit seinen 24 Grad die Schwimmer scharenweise herbei.

Sozusagen mit guten Beispiel vorangehend stieg der in wenigen Tagen 92-jährige Ehrenvorsitzende der Brucker Wasserwacht, Karl Bärmann, als einer der ersten in die Fluten und schwamm einmal hin und zurück über das Pucher Meer. 30 Jahre war er Chef der Brucker Wasserwacht.

„Wenn das bis 16 Uhr heute so weitergeht, werden wir wohl einen neuen Teilnehmer-Rekord aufstellen“, meinte Theo Bärmann von der Wasserwacht, der heute als Organisationsleiter eingesprungen ist. Bereits nach einer Stunde hatten schon 37 Schwimmer Urkunde und Medaille in Empfang genommen. „Ich glaube nicht, dass so viele Leute mitmachen, weil es heute keine drei Euro Eintritt kostet, so wie früher“, meinte Bärmann. Das sei wohl eher der Tatsache geschuldet, weil das Volksschwimmen zwei Jahre ausfallen musste und weil heute so ideale Bedingungen herrschen.

81 Teilnehmer

Am Ende der Veranstaltung wurden 81 Teilnehmer gezählt. Ihren Spaß hatten jedenfalls die beiden Freundinnen Sophia Probst (12) und Johanna Schlund (12) aus Bruck. „Wir sind beide begeisterte Schwimmer und natürlich Mitglieder bei der Wasserwacht“, erzählen sie. Natürlich haben sie sich für die große Strecke von 666 Metern entschieden. Und als wäre die Strecke für die zwei jungen Wasserratten noch zu kurz, machten sie noch einen Abstecher zur blauen Badeinsel. Stolz nahm die 64-jährige Thilien Phan ihre Urkunde und Medaille in Empfang. Die Vietnamesin lebt seit 32 Jahren in Bruck und meinte: „Ich bin jedes Jahr dabei, Schwimmen ist mein Hobby.“ Begleitet wurden die Schwimmer von den Rettungsschwimmern der Wasserwacht auf Rettungsbrettern oder mit dem Motorrettungsboot.

Die Ausdauer war gefragt

Fünf Stunden lang, von 11 bis 16 Uhr, konnten sich Badegäste an der Wachtstation der Wasserwacht unter Aufsicht ins Wasser begeben und quer über den ehemaligen Baggersee schwimmen. Wer es einmal hin und zurück schaffte, der hat genau 666 Meter zurückgelegt. Das haben die Organisatoren ausgemessen. Wem die Strecke aber zu lang war, der konnte sich zwischen einer Sprintstrecke über 50 Meter oder eine Kurzstrecke über 100 Meter entscheiden. Die geschwommene Zeit spielte keine Rolle, hier war lediglich Ausdauer gefragt.
Dieter Metzler

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