Mit falschem Gewinnversprechen Seniorin um ihre Ersparnisse gebracht 

Abgezockt: Mit dreister Masche rund 30.000 Euro von Seniorin ergaunert

Am Telefon gaben sich die Frauen als Anwältinnen aus und brachte die Seniorin dazu Bargeld per Brief zu verschicken
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Eine 80-jährige Frau wurde Opfer einer Betrugsmasche: Am Telefon wurde ihr ein Gewinn in Höhe von 80.000 Euro versprochen.

Germering - Wieder einmal gelang es Trickbetrügern mit der Masche eines Gewinnversprechens via Telefon eine 80-jährige alleinstehende Germeringerin um einen Teil ihrer Ersparnisse zu bringen.

Neu in diesem Fall, der sich über einen Tatzeitraum von rund sechs Wochen hinzog, sind im Wesentlichen zwei Aspekte: Erstens fungierten ausschließlich Täterinnen am Telefon, die sich gegenüber ihrem Opfer als Anwältinnen zu erkennen gaben und zweitens wurde das Opfer dazu gebracht, das für anfallende Gebühren geforderte Geld nicht zu überweisen, sondern via Bargeldversand per Brief zu verschicken.

Vermeintliches Gewinnspiel löste den Betrug aus

Zunächst rief eine angebliche Anwältin einer Kanzlei Mayer & Partner aus Braunschweig die Rentnerin Anfang September an und teilte ihr mit, dass ein Gewinn von etwa 85.000 Euro aus einem Gewinnspiel, an dem sie teilgenommen hatte, an sie ausgeschüttet werden soll. Dafür müsse sie jedoch vorab Gebühren und Auslagen zahlen, die sie via Bargeldversand an eine Privatanschrift in Braunschweig per Expressversand vornehmen müsse.

Insgesamt wurde die Rentnerin durch verschiedene angebliche Anwältinnen der besagten Kanzlei dazu gebracht, sieben Briefsendungen mit über 30.000 Euro zu verschicken. Die einzelnen Beträge wurden dem Opfer zuvor immer telefonisch genannt, woraufhin sie die genannte Summe stets bei ihrer Hausbank abhob. Anschließend ging sie mit dem Geld umgehend zur Post, damit die Briefsendung sicher bis zum nächsten Tag um 9 Uhr in Braunschweig war. Jeweils am gleichen Abend erfolgte dabei stets die Nachfrage einer falschen Anwältin nach der jeweiligen DHL Sendungsnummer bei der arglosen Rentnerin. Am Folgetag wurde ihr dann der Geldeingang bestätigt, dann wurde sie erneut kontaktiert.

Seniorin ließ sich von der Polizei nicht überzeugen

Ihre Hausbank meldete der Polizei Anfang Oktober die auffälligen Abbuchungen ihrer Kundin, woraufhin Polizisten ein persönliches Gespräch mit ihr führten. Die Seniorin versicherte dabei, dass die Geldbeträge für Möbeleinkäufe vorgesehen seien.

Anfang dieser Woche meldete sich Braunschweiger Polizei bei hiesiger Inspektion und bat um eine Sofortvernehmung der betroffenen Rentnerin, da ihre letzte Briefsendung von der Post angehalten wurde, da die Sendung beschädigt wurde und sich offensichtlich ein nicht unerheblicher Bargeldbetrag darin befand. Wenigstens den Inhalt des letzten Briefs mit 3.250 Euro wird die geschädigte Seniorin aus Germering wieder zurückerhalten wie Polizei-Vize Andreas Ruch bestätigt.

Das rät die Polizei:

- Werden Sie hellhörig und sofort misstrauisch, wenn Sie am Telefon von einem hohen Gewinn erfahren, für dessen Ausschüttung Sie zuvor aber hohe Gebühren entrichten müssen

- Verschicken Sie niemals Geld per Brief bzw. Expressversand an einen Ihnen unbekannte Adresse

- Tätigen Sie keine Überweisung per Western Union oder Money Gramm an eine vorgegebene IBAN, denn das hier angewiesene Geld geht meist ins Ausland und wird in der Regel sofort abgehoben, so dass niemals eine Rücküberweisung möglich ist

pi

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